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Sonntag, 25. Februar
Programmwoche 09/2018
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6:16
VPS 06:15

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

makro: Faire Steuern

Wirtschaft in 3sat

Moderation: Eva Schmidt

Ganzen Text anzeigenMit seiner Steuerreform hat US-Präsident Donald Trump den globalen Wettbewerb um die niedrigsten Steuersätze angefacht. Die USA werden damit zu einem der größten Steuerparadiese der Welt.

Für die deutsche Wirtschaft drohen durch die Reform finanzielle Nachteile. ...

Text zuklappenMit seiner Steuerreform hat US-Präsident Donald Trump den globalen Wettbewerb um die niedrigsten Steuersätze angefacht. Die USA werden damit zu einem der größten Steuerparadiese der Welt.

Für die deutsche Wirtschaft drohen durch die Reform finanzielle Nachteile. Unternehmen könnten gezwungen sein, Investitionen in die USA zu verlagern, zu Lasten von Arbeitsplätzen in Deutschland. Längst fordern Unternehmerverbände auch geringere Steuersätze.

Aber nicht nur Unternehmen, auch Privatpersonen verlagern ihr Vermögen immer öfter ins Ausland, um eine hohe Besteuerung im Land zu umgehen. Die USA haben dafür eine einfache Lösung: Besteuert wird nicht nach Wohnsitz, sondern nach Staatsbürgerschaft. Da hilft auch kein Umzug nach Monaco. Doch auch Normalverdiener zahlen in Deutschland relativ hohe Steuern, trotz sprudelnder Steuereinnahmen des Staates. Das liegt auch daran, dass an der Einkommensteuer seit Jahren nichts mehr verändert wurde. Fast alle Parteien wollen für mehr Steuergerechtigkeit sorgen. Die Vorschläge gehen indes weit auseinander und reichen von einer Abgabenbremse bis zur Abschaffung des Solidaritätszuschlags.

Das 3sat-Wirtschaftsmagazin "makro" fragt, wie faire Steuern für Bürger und Unternehmen aussehen könnten?


6:45
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Tele-Akademie

Dr. Irene Haberland: Erfrischender Quell des Lebens

Anmerkungen zum Bild des Jungbrunnens

Ganzen Text anzeigenDr. Irene Haberland beschreibt in diesem Vortrag der Reihe "Tele-Akademie" das Motiv des Jungbrunnens von der Antike bis in die jüngere Gegenwart.

Einer der ältesten Träume der Menschheit ist wohl der Traum der ewigen Jugend - ein Traum, der heute dank einer ...
(ARD/SWR)

Text zuklappenDr. Irene Haberland beschreibt in diesem Vortrag der Reihe "Tele-Akademie" das Motiv des Jungbrunnens von der Antike bis in die jüngere Gegenwart.

Einer der ältesten Träume der Menschheit ist wohl der Traum der ewigen Jugend - ein Traum, der heute dank einer umfangreichen, fast industriell anmutenden Medizintechnik und dem entsprechenden Medizintourismus aktueller und greifbarer denn je erscheint.

Googelt man heute die Begriffe Wellness, Entspannung, Kuren oder auch Erholung, so trifft man über kurz oder lang auf den Terminus des Jungbrunnens, der inzwischen für alles Erdenkliche im Kontext Gesundheit und Erholung herhalten muss.

Irene Haberland studierte Kunstgeschichte, Anglistik und Komparatistik. Sie arbeitet als freie Kunsthistorikerin, Autorin und Ausstellungskuratorin für Museen und kulturhistorische Einrichtungen in Koblenz, Wiesbaden, Hanau und Baden-Baden.


(ARD/SWR)


7:30
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Alpenpanorama


"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten.

Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.


(ORF/3sat)


9:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

ZIB


Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen.

Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


(ORF)


9:05
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Irland - Aufbruch in eine ungewisse Zukunft

(aus der SRF-Gesprächsreihe "Sternstunde Philosophie" )

Moderation: Barbara Bleisch

Ganzen Text anzeigenDas sogenannte Karfreitagsabkommen brachte der ehemaligen Unruheprovinz Nordirland eine beschränkte Selbstverwaltung, Stabilität, Investitionen und Touristen.

Im April 1998 wurde in Belfast Frieden geschlossen. Doch mit dem anstehenden Brexit steht die ganze Insel ...

Text zuklappenDas sogenannte Karfreitagsabkommen brachte der ehemaligen Unruheprovinz Nordirland eine beschränkte Selbstverwaltung, Stabilität, Investitionen und Touristen.

Im April 1998 wurde in Belfast Frieden geschlossen. Doch mit dem anstehenden Brexit steht die ganze Insel vor einer ungewissen Zukunft. Barbara Bleisch im Gespräch mit Colm Tóibín, Eimear Burke, John Donaldson und Martin Alioth.


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11:05
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Religion - eine "Illusion" mit Zukunft

(aus der Reihe "NZZ Standpunkte")

Ganzen Text anzeigenOft schon wurde Religion totgesagt. Doch mögen die Kirchen leer sein - die Nachricht vom Tod Gottes bleibt ein Gerücht.

Mit dem Theologen Friedrich Wilhelm Graf unterhalten sich "NZZ"-Chefredakteur Eric Gujer und Politikphilosophin Katja Gentinetta über das ...

Text zuklappenOft schon wurde Religion totgesagt. Doch mögen die Kirchen leer sein - die Nachricht vom Tod Gottes bleibt ein Gerücht.

Mit dem Theologen Friedrich Wilhelm Graf unterhalten sich "NZZ"-Chefredakteur Eric Gujer und Politikphilosophin Katja Gentinetta über das Glaubensvakuum in Kerneuropa, den Siegeszug der Neukirchen, die Macht des Islam und den religiösen Supermarkt der Gegenwart.

Nicht nur erlebt das Christentum eine Renaissance im globalen Süden, auch der Islam boomt. Daneben blüht eine wilde Spiritualität: von der sektiererischen Frömmigkeit über den sinnsucherischen Lifestyle bis zu den vielen Formen von Ersatzreligion.


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12:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

lesenswert sachbuch

Walter Janson im Gespräch mit Wolfram Pyta

Ganzen Text anzeigenEiner der renommiertesten Zeithistoriker Deutschlands, der Stuttgarter Wolfram Pyta, ist dieses Mal bei Walter Janson im "lesenswert sachbuch" zu Gast.

Pyta erzählt in "Porsche: Vom Konstruktionsbüro zur Weltmarke" von den turbulenten Anfangsjahren des ...
(ARD/SWR)

Text zuklappenEiner der renommiertesten Zeithistoriker Deutschlands, der Stuttgarter Wolfram Pyta, ist dieses Mal bei Walter Janson im "lesenswert sachbuch" zu Gast.

Pyta erzählt in "Porsche: Vom Konstruktionsbüro zur Weltmarke" von den turbulenten Anfangsjahren des Familienunternehmens Porsche. Ein Buch, das Automobil- und Zeitgeschichte faszinierend miteinander verbindet.

1931 gründete Ferdinand Porsche sein Konstruktionsbüro. Der innovationsfreudige Techniker sollte bis zu seinem Tod 1951 die Grundlagen für das spätere Weltunternehmen legen. Das Buch erzählt von der Entstehung des Volkswagens, der Umstellung auf die Kriegswirtschaft unter den Nationalsozialisten, wie nach dem Zweiten Weltkrieg der Neuanfang erst einmal ohne den Gründer gelingen musste und wie aus dem Konstruktionsbüro von einst schließlich ein Weltunternehmen wurde.

Professor Dr. Wolfram Pyta leitet als Universitätsprofessor die Abteilung für Neuere Geschichte am Historischen Institut der Universität Stuttgart sowie die Forschungsstelle Ludwigsburg zur NS-Verbrechensgeschichte. 2007 erschien seine vielgelobte Biographie "Hindenburg. Herrschaft zwischen Hohenzollern und Hitler", 2015 folgte "Hitler. Der Künstler als Politiker und Feldherr."


(ARD/SWR)


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12:31
VPS 12:30

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Wagners Liebestraum

"Sonate für Mathilde Wesendonck"

Mit Lev Vinocour und Nina Brunner

Ganzen Text anzeigenEs war eine leidenschaftliche und sehnsüchtige, vor allem eine verbotene Liaison: 1853 lernte Richard Wagner in Zürich Mathilde Wesendonck kennen, die Frau seines Mäzens Otto Wesendonck.

Er verliebte sich und widmete ihr eine Klaviersonate. Pianist Lev Vinocour und ...

Text zuklappenEs war eine leidenschaftliche und sehnsüchtige, vor allem eine verbotene Liaison: 1853 lernte Richard Wagner in Zürich Mathilde Wesendonck kennen, die Frau seines Mäzens Otto Wesendonck.

Er verliebte sich und widmete ihr eine Klaviersonate. Pianist Lev Vinocour und Moderatorin Nina Brunner besuchen den Schauplatz der Liebe, die Villa Wesendonck in Zürich, und gehen der "Sonate für Mathilde Wesendonck" auf den Grund.

Richard Wagner hat seiner leidenschaftlichen Beziehung zu Mathilde Wesendonck mehrfach musikalischen Ausdruck verliehen. Bekannt sind seine Wesendonck-Lieder, berühmt seine Oper "Tristan und Isolde", die unter dem Eindruck dieser Liebe entstand. Am Anfang aber stand die "Sonate für Mathilde Wesendonck". Ein weniger bekanntes Werk, in dem Wagner der Sehnsucht und dem Begehren, aber auch der Unerfülltheit dieser Beziehung erstmals Ausdruck gab. Sein musikalischer "Liebestraum" erzählt von den Aufs und Abs einer verbotenen Liebe, denn eine Verbindung mit der Frau seines Mäzens war für den gleichfalls verheiraten Wagner unmöglich.

Pianist Lev Vinocour und Moderatorin Nina Brunner begeben sich auf einen Rundgang durch Park und Gebäude des prunkvollen Anwesens der Wesendoncks und loten im Gespräch am Klavier das musikalische Meisterwerk aus. Zum Abschluss kommt die "Sonate für Mathilde Wesendonck" durch Lev Vinocour zur Aufführung.


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13:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

ZIB


Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen.

Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


(ORF)


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13:06
VPS 13:05

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

An deiner Seite - Tiere als Therapeuten

Film von Renate Rosbaud

(aus der ORF-Reihe "Erlebnis Österreich")

Ganzen Text anzeigenTherapie mit Tieren kann Menschen bei Krankheiten oder einem Handicap helfen, ihre Beschwerden zu lindern. Der Film zeigt anhand vieler Beispiele, welche Aufgaben Tiere übernehmen können.

Therapie-Tiere geben Sicherheit, lindern Einsamkeit, spenden Trost, können ...
(ORF/3sat)

Text zuklappenTherapie mit Tieren kann Menschen bei Krankheiten oder einem Handicap helfen, ihre Beschwerden zu lindern. Der Film zeigt anhand vieler Beispiele, welche Aufgaben Tiere übernehmen können.

Therapie-Tiere geben Sicherheit, lindern Einsamkeit, spenden Trost, können helfen, Stress abzubauen, und entspannen Körper, Geist und Seele. Renate Rosbaud war in der Steiermark unterwegs und widmet sich in diesem Film den Aufgaben verschiedener Therapietiere.

So traf das Filmteam die 14-jährige Larissa, die dank ihres Diabetiker-Warnhundes ein fast normales Teenager-Leben führen kann. Die Dokumentation gibt auch Einblicke in die umfangreiche Ausbildung dieser Hunde, die bereits im Welpen-Alter beginnt.

Die Kinderonkologie des LKH-Graz organisiert Reitausflüge für junge Patientinnen und Patienten, die den Krebs überwunden haben und dadurch wieder das Gefühl von Freiheit und Stärke erfahren. In der neurologischen Reha im LKH Graz Süd-West werden neben der medizinischen Behandlung auch Hunde für therapeutische Zwecke eingesetzt. Darüber hinaus begleitet das Filmteam auch Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen, die regelmäßig an Lama-Wanderungen teilnehmen und dadurch ausgeglichener und sicherer werden. Auch bei einem Besuch von Kaninchen im Altersheim war die Kamera mit dabei.

Vor allem wenn eine verbale Kommunikation nicht oder nur schwer möglich ist, wie zum Beispiel nach Schlaganfällen oder Schädelhirntraumen, ist es eine gute Möglichkeit, mithilfe von Therapie-Tieren eine bessere Verbindung zum Menschen aufzubauen, ihm wieder mehr Gefühl für den eigenen Körper und Selbstvertrauen zu vermitteln. Diese Tiere, wie zum Beispiel der Blindenhund, sind eine Brücke, um mit anderen Menschen besser Kontakt aufnehmen zu können.


(ORF/3sat)


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13:29
VPS 13:30

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

10.000 Kilometer Russland (1/2)

Unterwegs nach Sibirien

Mit Britta Hilpert von Moskau nach Nowosibirsk

Ganzen Text anzeigenRussland vor der Präsidentschaftswahl. Das ZDF begibt sich auf große Reise: 10.000 Kilometer mit dem Auto von Moskau nach Wladiwostok. Auf der Suche nach Menschen und ihren Geschichten.

Bereits 2007 durchquerten ZDF-Korrespondenten auf dieser Route das Land. Jetzt ...

Text zuklappenRussland vor der Präsidentschaftswahl. Das ZDF begibt sich auf große Reise: 10.000 Kilometer mit dem Auto von Moskau nach Wladiwostok. Auf der Suche nach Menschen und ihren Geschichten.

Bereits 2007 durchquerten ZDF-Korrespondenten auf dieser Route das Land. Jetzt haben sich Britta Hilpert und Winand Wernicke erneut auf den Weg gemacht. Sie treffen Menschen von damals wieder, lassen sich erzählen, was sich in Russland seitdem verändert hat.

2018 wird in Russland ein neuer Präsident gewählt. Wladimir Putin stellt sich erneut zur Wahl. Wie wird Putin von seinen Bürgern gesehen? Die ZDF-Reporter durchqueren das Land mit dem Auto auf der sogenannten Transkontinentalen - der längsten Straße Russlands. Sie verbindet Moskau im Westen mit Wladiwostok im Osten. Eine Autofahrt entlang dieser Trasse bedeutet zugleich Strapaze und Abenteuer. Sie garantiert wunderschöne Landschaften, spannende Augenblicke und Einblicke in die russische Gesellschaft. Alles mit der Frage im Gepäck: Wie hat sich das Land in den zehn Jahren verändert?

Eins vorweg: Die 10.000 Kilometer lange Strecke ist sicherer geworden. Als ZDF-Reporterin Britta Hilpert 2007 unterwegs war, hatte ihr russischer Fahrer noch eine geladene Pumpgun dabei. Eine Vorsichtsmaßnahme, denn besonders nachts kam es immer wieder zu Überfällen. Jetzt - zehn Jahre später - wird Britta Hilpert wieder von demselben Fahrer begleitet. Eine Pumpgun hat er diesmal nicht dabei, das sei nicht mehr nötig, versichert er, die Straße sei nun sicher. Aber nicht nur Überfälle bedrohten das Leben der Reisenden, die Straße selbst galt und gilt noch immer als sehr gefährlich. Gerade bei Schnee und Eis passieren immer wieder schwere Unfälle.

Vor zehn Jahren begleitete das ZDF ein junges Pärchen, Alexandr und Aljona, von Wladiwostok in Richtung Moskau. Sie lebten davon, Autos im Osten billig zu kaufen, um sie dann im Westen Russlands teurer weiterzuverkaufen. Alexandr hat inzwischen eine eigene Autowerkstatt, seine Frau Aljona lebt nicht mehr, sie ist bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen.

Die Reporter der ZDF-Dokumentation "10.000 Kilometer Russland" haben sich viel vorgenommen. Sie schauen nach, wo die russische Industrie in Zeiten frostiger Wirtschaftsbeziehungen steht. Sie besuchen nochmals die Ölproduktion von Tjumen und den Truck-Hersteller Kamaz, dessen Lkw früher stets die Rallye Paris - Dakar gewannen. Sie besuchen Deutschrussen, fahren vorbei an halb verlassenen Dörfern, treffen junge Menschen, die von einer guten Zukunft träumen. Und sie wollen vor allem wissen: Wie tickt Russlands Seele, und wie weit reicht Moskaus Macht vor der bevorstehenden Präsidentschaftswahl?


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14:14
VPS 14:15

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

10.000 Kilometer Russland (2/2)

Unterwegs im wilden Osten

Mit Winand Wernicke von Nowosibirsk nach Wladiwostok

Ganzen Text anzeigenRussland vor der Präsidentschaftswahl. Das ZDF begibt sich auf große Reise: 10.000 Kilometer mit dem Auto von Moskau nach Wladiwostok. Auf der Suche nach Menschen und ihren Geschichten.

Bereits 2007 durchquerten ZDF-Korrespondenten auf dieser Route das Land. Jetzt ...

Text zuklappenRussland vor der Präsidentschaftswahl. Das ZDF begibt sich auf große Reise: 10.000 Kilometer mit dem Auto von Moskau nach Wladiwostok. Auf der Suche nach Menschen und ihren Geschichten.

Bereits 2007 durchquerten ZDF-Korrespondenten auf dieser Route das Land. Jetzt haben sich Britta Hilpert und Winand Wernicke erneut auf den Weg gemacht. Sie treffen Menschen von damals wieder, lassen sich erzählen, was sich in Russland seitdem verändert hat.

2018 wird in Russland ein neuer Präsident gewählt. Wladimir Putin stellt sich erneut zur Wahl. Wie wird Putin von seinen Bürgern gesehen? Die ZDF-Reporter durchqueren das Land mit dem Auto auf der sogenannten Transkontinentalen - der längsten Straße Russlands. Sie verbindet Moskau im Westen mit Wladiwostok im Osten. Eine Autofahrt entlang dieser Trasse bedeutet zugleich Strapaze und Abenteuer. Sie garantiert wunderschöne Landschaften, spannende Augenblicke und Einblicke in die russische Gesellschaft. Alles mit der Frage im Gepäck: Wie hat sich das Land in den zehn Jahren verändert?

Eins vorweg: Die 10.000 Kilometer lange Strecke ist sicherer geworden. Als ZDF-Reporterin Britta Hilpert 2007 unterwegs war, hatte ihr russischer Fahrer noch eine geladene Pumpgun dabei. Eine Vorsichtsmaßnahme, denn besonders nachts kam es immer wieder zu Überfällen. Jetzt - zehn Jahre später - wird Britta Hilpert wieder von demselben Fahrer begleitet. Eine Pumpgun hat er diesmal nicht dabei, das sei nicht mehr nötig, versichert er, die Straße sei nun sicher. Aber nicht nur Überfälle bedrohten das Leben der Reisenden, die Straße selbst galt und gilt noch immer als sehr gefährlich. Gerade bei Schnee und Eis passieren immer wieder schwere Unfälle.

Vor zehn Jahren begleitete das ZDF ein junges Pärchen, Alexandr und Aljona, von Wladiwostok in Richtung Moskau. Sie lebten davon, Autos im Osten billig zu kaufen, um sie dann im Westen Russlands teurer weiterzuverkaufen. Alexandr hat inzwischen eine eigene Autowerkstatt, seine Frau Aljona lebt nicht mehr, sie ist bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen.

Die Reporter der ZDF-Dokumentation "10.000 Kilometer Russland" haben sich viel vorgenommen. Sie schauen nach, wo die russische Industrie in Zeiten frostiger Wirtschaftsbeziehungen steht. Sie besuchen nochmals die Ölproduktion von Tjumen und den Truck-Hersteller Kamaz, dessen Lkw früher stets die Rallye Paris - Dakar gewannen. Sie besuchen Deutschrussen, fahren vorbei an halb verlassenen Dörfern, treffen junge Menschen, die von einer guten Zukunft träumen. Und sie wollen vor allem wissen: Wie tickt Russlands Seele, und wie weit reicht Moskaus Macht vor der bevorstehenden Präsidentschaftswahl?


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14:59
VPS 15:00

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Mit AudiodeskriptionDolby-Digital 5.1 AudioVideotext Untertitel
Sonntag 25. Februar

Martin Suter

Giulias Verschwinden

Spielfilm, Schweiz 2009

Darsteller:
GiuliaCorinna Harfouch
JohnBruno Ganz
StefanStefan Kurt
LorenzAndré Jung
ThomasDaniel Rohr
u.a.
Regie: Christoph Schaub
Länge: 84 Minuten

Ganzen Text anzeigenGiulia ist auf dem Weg in ein kleines Restaurant, um dort ihren 50. Geburtstag zu feiern. Aber das Schicksal hat an diesem Abend etwas anderes für sie vorgesehen.

Im Bus kommt sie mit einer Seniorin ins Gespräch: "Uns Alte sieht man gar nicht mehr", sagt die rüstige ...
(ARD)

Text zuklappenGiulia ist auf dem Weg in ein kleines Restaurant, um dort ihren 50. Geburtstag zu feiern. Aber das Schicksal hat an diesem Abend etwas anderes für sie vorgesehen.

Im Bus kommt sie mit einer Seniorin ins Gespräch: "Uns Alte sieht man gar nicht mehr", sagt die rüstige Frau. Tatsächlich muss die Jubilarin kurz darauf feststellen, für ihre Umwelt offenbar unsichtbar zu sein - und zwar im wahrsten Sinne des Wortes.

Schnell gewöhnt sie sich an die eigenartige Situation, pfeift auf ihre Feier und streunt, von allen Menschen unbemerkt, durch die Großstadt. Schließlich lernt sie einen charmanten Herrn namens John kennen, der sie offenbar sehen kann, und verbringt mit ihm den Abend in einer Bar.

Aber Giulia ist nicht die Einzige, deren Leben in dieser Nacht ein wenig Kopf steht: Während die 14-jährige Jessica es nicht erträgt, dass sich ihre wohlmeinenden Eltern krampfhaft jugendlich aufführen, rebelliert die schlagfertige Leonie an ihrem 80. Geburtstag genüsslich gegen ihr gesellschaftlich verordnetes Rollenbild.

Giulias wartende Gäste, allesamt nicht mehr die Jüngsten, vertreiben sich derweil die Zeit mit spitzzüngigen Diskussionen über Brustoperationen, altersbedingte Wadenkrämpfe beim Sex, die Wirkung von zerstoßenen Haschischkeksen und andere Aspekte ihrer nicht mehr ganz taufrischen Lebenswelt.

Zwar steht in Christoph Schaubs geistreicher Komödie "Giulias Verschwinden" die Generation 50plus im Mittelpunkt, doch geht es in dem Film generationenübergreifend um Leben und Alter. Das Drehbuch von Martin Suter kommt ohne Pathos aus, der Bestsellerautor nimmt das Thema auf entspannte Weise ernst. Seine Dialoge sind mal bissig, mal nachdenklich - aber stets wahrhaftig. So gelingt das Kunststück, ohne die schönen Seiten des Jungseins zu verleugnen, positive Attribute des Älterwerdens - wie Erfahrung und Gelassenheit - zu würdigen. Beim Internationalen Filmfestival von Locarno wurde der Film mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.


(ARD)


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16:23
VPS 16:20

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Mit AudiodeskriptionDolby-Digital 5.1 AudioVideotext Untertitel
Sonntag 25. Februar

Die Schwarzen Brüder

Spielfilm, Deutschland/Schweiz 2013

Darsteller:
GiorgioFynn Henkel
Antonio LuiniMoritz Bleibtreu
Battista RossiWaldemar Kubus
Pater RobertoRichy Müller
AlfredoOliver Ewy
u.a.
Regie: Xavier Koller
Länge: 97 Minuten

Ganzen Text anzeigenTessin, 19. Jahrhundert: Um den Arzt für die kranke Mutter bezahlen zu können, wird der 13-jährige Giorgio nach Mailand verkauft, um dort als Kaminfeger zu arbeiten.

Der Menschenhändler Luini will ihn und andere Kinder nach Mailand bringen. Bei der Fahrt über den ...
(ARD/BR/NDR/Degeto/WD)

Text zuklappenTessin, 19. Jahrhundert: Um den Arzt für die kranke Mutter bezahlen zu können, wird der 13-jährige Giorgio nach Mailand verkauft, um dort als Kaminfeger zu arbeiten.

Der Menschenhändler Luini will ihn und andere Kinder nach Mailand bringen. Bei der Fahrt über den Lago Maggiore kommt es zu einem Unglück: Der Blitz schlägt ins Boot ein, die meisten Kinder ertrinken. Nur vier überleben, darunter Giorgio und sein Freund Alfredo.

Während Alfredo beim brutalen Meister Zitrone landet, trifft es Giorgio etwas besser: Er kommt zum gutmütigen Battista Rossi, der unterm Pantoffel seiner zänkischen Frau steht. Zur Familie gehören auch die Tochter Angeletta und der verzogene Stiefsohn Anselmo.

Nicht nur die knochenharte Männerarbeit in den staubigen Schornsteinen, die Giorgio hochklettern und von innen säubern muss, ist gefährlich. Auf den Straßen treiben "Die Wölfe" ihr Unwesen und knöpfen ihm sein schwer verdientes Trinkgeld ab. Wortführer der Jugendbande ist ausgerechnet Muttersöhnchen Anselmo. Ohne die heimlichen Treffen mit der schönen Angeletta gäbe es für Giorgio keine Lichtblicke.

Frischen Lebensmut bekommt er durch ein unverhofftes Wiedersehen mit Alfredo, der ihn zum Geheimbund "Die schwarzen Brüder" mitnimmt. Gemeinsam wollen sich die Kaminfegerbuben aus ihrem Elend befreien und dem teuflischen Luini das Handwerk legen.


(ARD/BR/NDR/Degeto/WD)


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17:59
VPS 18:00

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Berlinale 2018: Die Bilanz

Moderation: Rainer Maria Jilg

Erstausstrahlung

Rainer Maria Jilg zieht seine ganz persönliche Bilanz der Berlinale 2018.

Er blickt zurück auf die wichtigsten Themen und Köpfe und widmet sich auch den vielleicht zu Unrecht vernachlässigten filmischen Außenseitern.


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18:29
VPS 18:30

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Museums-Check mit Markus Brock

Sprengel Museum Hannover

Erstausstrahlung

Ganzen Text anzeigen2017 wurde das Sprengel Museum Hannover zum "Museum des Jahres" gewählt. Markus Brock checkt das Sprengel Museum gemeinsam mit dem Schauspieler und Fotografen Kai Wiesinger.

Das Sprengel Museum Hannover zählt zu den besten Adressen in Sachen moderner und ...
(ARD/SWR/3sat)

Text zuklappen2017 wurde das Sprengel Museum Hannover zum "Museum des Jahres" gewählt. Markus Brock checkt das Sprengel Museum gemeinsam mit dem Schauspieler und Fotografen Kai Wiesinger.

Das Sprengel Museum Hannover zählt zu den besten Adressen in Sachen moderner und zeitgenössischer Kunst und hat als erstes Museum einen Foto-Blog für den deutschsprachigen Raum gegründet. Eine Plattform, die zur Diskussion über Fotografie anregt.

"Meine Fotografien sollen Emotionen auslösen, sie erzählen eine Geschichte", sagt Kai Wiesinger. Erfolge feierte er mit Filmen wie "Kleine Haie", "Comedian Harmonists" und "Der Rücktritt". Nicht minder erfolgreich ist er als Fotograf. Regelmäßig zeigt Kai Wiesinger seine meist großformatigen Arbeiten in Ausstellungen.

Den gebürtigen Hannoveraner fasziniert im Sprengel Museum besonders die umfangreiche fotografische Sammlung. Die Foto-Abteilung des Sprengel zeigt nicht nur Ikonen der Fotografie-Geschichte, sondern auch Sonderausstellungen zeitgenössischer Künstler, ab 27. Januar 2018 die Niederländerin Rineke Dijkstra. Die von ihr selbst für die Schau ausgewählten Porträtfotos stellt sie im Dialog mit Skulpturen und Gemälden des Museums aus, wie etwa von Max Beckmann oder Alexej von Jawlensky. Ein gelungenes Ausstellungskonzept? Unter anderem darüber diskutiert Markus Brock mit Kai Wiesinger.

Das Sprengel Museum Hannover "brenne für die Kunst", so Direktor Reinhard Spieler. 2016 erhielt es einen kontrovers diskutierten Erweiterungsbau. Der anthrazitfarbene Kubus aus Beton und Glas am Ufer des Maschsees scheint förmlich zu schweben. Er bietet nun noch mehr Ausstellungsfläche für die stetig wachsende Sammlung. Den Grundstein dafür legte das Schokoladenfabrikanten-Ehepaar Sprengel, das der Stadt Hannover 1969 seine Kunstsammlung vermachte, darunter Werke berühmte Maler wie Pablo Picasso, Fernand Léger und Emil Nolde. Auch Niki de Saint Phalle, bekannt für ihre Nana-Skulpturen, schenkte im Jahr 2000 einen Großteil ihres Werks dem Sprengel Museum.

In den vergangenen 30 Jahren ist der Bestand des Museums außerdem um wesentliche Strömungen der Kunst nach 1945 erweitert worden - darunter Arbeiten von Andy Warhol und Gerhard Richter. Eine Besonderheit des Sprengel Museums sind die von Künstlern gestalteten Räume wie die Rekonstruktion des legendären Merzbaus von Kurt Schwitters und die Lichträume von James Turrell. Überzeugt auch der Alexander Calder-Saal im neuen Erweiterungsbau des Museums? Sein dort installiertes Mobile "Blizzard" soll sinnbildlich für neuen, frischen Wind im Sprengel Museum stehen.


(ARD/SWR/3sat)


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19:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

heute

anschl. 3sat-Wetter

Personalentscheidungen bei der CDU
Die Ministerliste von Angela Merkel

Abschlussfeier in Pyeongchang
Politische Hoffnungen nach Olympia

Gold und Silber auch am letzten Tag
Deutsches Team feiert Medaillenbilanz


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19:11
VPS 19:10

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Migration - Die Welt auf Wanderschaft

Film von Silvia Fleck

(aus der Reihe "NZZ Format")

Ganzen Text anzeigenMasseneinwanderung, Flüchtlings-Tsunami, Asylchaos: Migration scheint eines der brennendsten Themen des 21. Jahrhunderts zu sein, obwohl der Mensch auf Wanderschaft geht, seit er denken kann.

Verbunden mit Migration sind viele Ängste. Vor Überfremdung, vor ...

Text zuklappenMasseneinwanderung, Flüchtlings-Tsunami, Asylchaos: Migration scheint eines der brennendsten Themen des 21. Jahrhunderts zu sein, obwohl der Mensch auf Wanderschaft geht, seit er denken kann.

Verbunden mit Migration sind viele Ängste. Vor Überfremdung, vor Benachteiligung, vor sozialem Abstieg. Doch wie berechtigt sind diese Ängste? Internationale Umfragen belegen: Menschen schätzen den Ausländeranteil fast immer doppelt so hoch ein, wie er ist.

Und Migrationsökonomen verweisen auf den wirtschaftlichen Nutzen, den Zuwanderung mit sich bringt.

Warum Migration trotzdem brandgefährlich sein kann, und wie man sie zum Wohle der europäischen Gesellschaften besser managen könnte, thematisiert dieser Beitrag der Reihe "NZZ Format" über Migration als Geschichte von Verlust und Bereicherung.


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19:41
VPS 19:40

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Schätze der Welt - Erbe der Menschheit

Wrangel Island, Russland

Treibhaus der Arktis

Film von Thomas Martin

Ganzen Text anzeigenVerborgen hinter ganzjährigen Blizzards und einer monatelangen Polarnacht liegt Wrangel Island nur wenige Seemeilen vor der arktischen Packeisgrenze.

Es ist das letzte unberührte Naturparadies nordwestlich der Beringstraße. Das Eiland gilt als völlig unberührtes ...
(ARD/SWR)

Text zuklappenVerborgen hinter ganzjährigen Blizzards und einer monatelangen Polarnacht liegt Wrangel Island nur wenige Seemeilen vor der arktischen Packeisgrenze.

Es ist das letzte unberührte Naturparadies nordwestlich der Beringstraße. Das Eiland gilt als völlig unberührtes Biotop für Polarbären, dort bekommen sie ihre Jungen und haben keine natürlichen Feinde.

2004 erklärt die UNESCO das Gebiet um die Wrangel-Insel zum nördlichsten Weltnaturerbe. Doch die Zeiten, in denen der Polarbär lediglich mit den Herausforderungen seines Ökosystems konfrontiert war, sind längst vorüber. Der mächtigste Räuber des Nordens hat den Kampf um Lebensraum - und damit womöglich um seine Existenz - schon längst verloren. Allein in den vergangenen zehn Jahren hat sich die Packeisgrenze in den Sommermonaten um über 100 Kilometer nach Norden verschoben, das Eis kehrt jedes Jahr später zurück. Die Klimaerwärmung entzieht so dem "König der Arktis" die Nahrungsplattform. Das Eis schmilzt den Bären buchstäblich unter den Tatzen weg.

Bei Wintertemperaturen bis unter 40 Grad Celsius leben mehr als 1000 Polarbären, Moschusochsen und Rentiere neben Walrosskolonien, Robbenfamilien, Polarfüchsen, Wölfen und unzähligen kleineren endemischen Tier- und Pflanzenarten auf einer 7608 Quadratkilometer großen "Arche Noah" der letzten Eiszeit. Zahlreiche Fossilien-Funde belegen, dass auf der Wrangel-Insel noch bis vor knapp 3500 Jahren das Mammut in der arktischen Tundra graste und in der Abgeschiedenheit der Tschuktschensee 6000 Jahre länger überlebte als im restlichen Eurasien.


(ARD/SWR)


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20:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Tagesschau


ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht.

Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.


(ARD)


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20:16
VPS 20:15

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Verleihung Deutscher Kleinkunstpreis 2018

Mainzer Forum-Theater unterhaus, Februar 2018

Moderation: Urban Priol

Erstausstrahlung

Ganzen Text anzeigenDer Deutsche Kleinkunstpreis ehrt herausragende Künstler des Jahres in verschiedenen Kategorien. 3sat zeigt die Preisverleihung 2018 aus dem Mainzer "unterhaus", moderiert von Urban Priol.

Die Preisträger in diesem Jahr: Simone Solga (Kabarett), Marco Tschirpke ...

Text zuklappenDer Deutsche Kleinkunstpreis ehrt herausragende Künstler des Jahres in verschiedenen Kategorien. 3sat zeigt die Preisverleihung 2018 aus dem Mainzer "unterhaus", moderiert von Urban Priol.

Die Preisträger in diesem Jahr: Simone Solga (Kabarett), Marco Tschirpke (Musik), Torsten Sträter (Kleinkunst), Lisa Eckhart (Förderpreis der Stadt Mainz) und Andreas Vitásek (Ehrenpreis des Landes Rheinland-Pfalz).

Seit Jahren ist die selbst ernannte "Kanzlersouffleuse" Simone Solga ganz nah dran an der großen Politik. Die Jury stellt begeistert fest, dass die Kabarettistin "mit entwaffnender Liebenswürdigkeit unverschämte Gemeinheiten abschießt und damit ins Schwarze trifft".

Der Berliner Songpoet Marco Tschirpke fasziniert Jury und Publikum mit raffiniert vertonten Texten. In der Begründung heißt es: "Er sinniert ungerührt intelligent und immer charmant über die Sonderlichkeiten des Lebens. Marco Tschirpke macht einfach Lust auf Lyrik."

In der Sparte Kleinkunst wird mit Torsten Sträter ein Künstler ausgezeichnet, der mit einfachen Mitteln enorme Wirkung zu erzeugen weiß. Der Schriftsteller, Slam-Poet und Vorleser lässt aus Alltagsbeobachtungen einzigartige, absurde Welten entstehen. Die Jury ahnt: "Unter seiner dunklen Wollmütze haben vordergründig komische und ungeahnt abgründige Gedanken Platz."

Den Förderpreis der Stadt Mainz erhält Lisa Eckhart. Wer die junge Österreicherin einmal auf der Bühne erlebt hat, vergisst sie nicht mehr. "Frappierend", "geheimnisvoll" und "diabolisch" sind nur einige der Begriffe, mit denen die Jury diese faszinierende Erscheinung zu greifen versucht. "Sie widersetzt sich mit Verstand, Versmaß und Logik" der Mittelmäßigkeit der Welt.

Der Ehrenpreis des Landes Rheinland-Pfalz schließlich geht an Andreas Vitásek. Der Kabarettist, Clown, Theatermann und Poet ist seit vielen Jahren eine Instanz, nicht nur auf österreichischen Bühnen. In seinem aktuellen Soloprogramm "Sekundenschlaf" entdeckt die Jury "erneut alle Facetten seines umfassenden Könnens - versteckt in kleinen Gesten und leisen Tönen, mit umso größerer poetischer Wirkung".


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21:30
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel
Sonntag 25. Februar

Nuhr im Ersten

Der Satiregipfel

Scharfzüngig und anspruchsvoll, bissig und hintergründig, unterhaltsam und witzig - Kabarett und Comedy treffen sich bei "Nuhr im Ersten - Der Satire Gipfel".

Dieter Nuhr und seine Gäste machen sich satirische Gedanken zum politischen Geschehen in Deutschland.


(ARD/RBB/WDR)


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22:16
VPS 22:15

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Kabarettgipfel (2/2)

Wiener Stadthalle, 2017

Ganzen Text anzeigenBühne frei für das grenzüberschreitende Gipfeltreffen des Kabaretts! Erstmals trafen im November 2017 einander einige der Besten der deutschsprachigen Kleinkunstszene zum "Kabarettgipfel".

Thomas Maurer, Dieter Nuhr, Lukas Resetarits, Thomas Stipsits und Andreas ...
(ORF)

Text zuklappenBühne frei für das grenzüberschreitende Gipfeltreffen des Kabaretts! Erstmals trafen im November 2017 einander einige der Besten der deutschsprachigen Kleinkunstszene zum "Kabarettgipfel".

Thomas Maurer, Dieter Nuhr, Lukas Resetarits, Thomas Stipsits und Andreas Vitásek warfen einander Pointen zum Thema "einkaufen" zu. Lukas Resetarits, der beim Shoppen gern an vorderster Front steht, erzählt, wie er danach oft an dem Erworbenen leidet.

Thomas Stipsits hat als Jungvater ganz andere Sorgen und spielt Kinderlieder zu bekannten Popsongs. Dieter Nuhr, Thomas Maurer und Andreas Vitásek memorieren, ob die "gute, alte Zeit" wirklich so gut war. Und die Zwillingsschwestern Radeschnig verblüffen mit einer ungewöhnlichen Musiknummer. Begleitet wird das Pointen-Feuerwerk wieder von den "Echten" - vier echte Musiker, die völlig ohne Instrumente arbeiten: Stephan Gleixner, Alexander Wartha, Franz Alexander Langer und Christine Kisielewsky.

Thomas Maurer: "Dass so ein großes Treffen unter Kollegen nun auch ins Fernsehen kommt, ist eine angenehme Abwechslung. Viele kennen sich von 'Was gibt es Neues?', und so war es einfach, einen gemeinsamen Nenner zu finden."

Dieter Nuhr: "Ich habe mir zwar vieles ins Hochdeutsche übersetzen lassen müssen, aber alle sind sehr kollegial hier, und es herrscht eine sehr humorige Atmosphäre. Ich mag die österreichische Kabarettszene sehr - hier geht es ganz gesellig zu."

Lukas Resetarits: "Ich habe die Zusammenarbeit und die Darbietungen der Kolleginnen und Kollegen sehr genossen. Es entsteht so was wie Solidarität und Nähe, wenn man gemeinsam auf der Bühne steht - und das ist sehr schön. Man hilft einander und hat Freude daran, zusammenarbeiten und sich gegenseitig Tipps zu geben."

Thomas Stipsits: "So ein Abend ist eine unfassbare Bereicherung für alle. Nicht nur für das Publikum, sondern auch für jene, die auf der Bühne stehen. Man kann sagen eine Win-win-Situation, weil man einen richtigen Querschnitt durch das österreichische Kabarett bekommt. Es ist wie bei einem Büffet, bei dem man überall ein bisschen kosten kann."

Andreas Vitásek: "Ich habe mich sehr gefreut, die Kollegen zu treffen, da ja Soloauftritte oft eine einsame Angelegenheit sind. Für mich war das eine große Bereicherung. Man muss sich dran gewöhnen, Nummern, die man sonst alleine spielt, auch gemeinsam zu spielen, aber man erfährt das dann als etwas Neues und als etwas sehr Positives."


(ORF)


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23:32
VPS 23:30

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Tonsignal in monoFormat 4:3Videotext Untertitel

Polizeiruf 110: Mit List und Tücke

Fernsehfilm, DDR 1986

Darsteller:
Hauptmann FuchsPeter Borgelt
Unterleutnant GoetzschJörg Hengstler
Frank ReiherPeter Reusse
Anja ReiherUte Lubosch
Francois BormannOtto Mellies
JimmyHenry Hübchen
u.a.
Buch: Helmut Krätzig, Lothar Dutombe
Regie: Helmut Krätzig
Länge: 72 Minuten

Ganzen Text anzeigenWährend ein Krankenwagen eine alte Dame ins Krankenhaus fährt, raubt ein Fremder ihre Wohnung aus. Die Spur führt die Kriminalisten zu dem Krankenfahrer Frank Reiher.

In einem am Tatort gefundenen Notizbuch sind alle seine Einsätze akribisch aufgelistet und stimmen ...
(ARD/MDR)

Text zuklappenWährend ein Krankenwagen eine alte Dame ins Krankenhaus fährt, raubt ein Fremder ihre Wohnung aus. Die Spur führt die Kriminalisten zu dem Krankenfahrer Frank Reiher.

In einem am Tatort gefundenen Notizbuch sind alle seine Einsätze akribisch aufgelistet und stimmen mit weiteren Einbrüchen bei Hilfsbedürftigen überein. Tatsächlich finden Hauptmann Fuchs und sein Team in der Gartenlaube des Verdächtigen angehäuftes Diebesgut.

Doch Reiher schwört, mit den Diebstählen nichts zu tun zu haben. Er kann sich nicht erklären, wie die Beute in seine Laube gekommen ist. Sowohl sein alter Gartennachbar als auch Tiller, Reihers Beifahrer, sind von seiner Unschuld überzeugt. Auch Vera, die die Krankenwageneinsätze koordiniert und für den jungen Mann ganz offensichtlich eine Schwäche hat, hält eine Verstrickung Reihers in die Einbruchsfälle für ausgeschlossen. Lediglich Anja Reiher glaubt ihrem Mann nicht. Verzweifelt will sich Frank das Leben nehmen.

Dank des beherzten Eingreifens seines Nachbarn kann Reiher jedoch gerettet werden. Er ist fest davon überzeugt, Opfer eines Komplotts zu sein und glaubt, dass jemand versucht, ihn und seine Frau auseinander zu bringen. Inzwischen ermitteln die Kriminalisten auch in eine zweite Richtung: Ein Hypnotiseur versucht, alte Menschen um ihre Ersparnisse zu bringen. Gibt es zwischen den beiden Vorgehensweisen einen Zusammenhang?


(ARD/MDR)


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0:44
VPS 00:45

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Dolby-Digital 5.1 AudioVideotext Untertitel

Double Identity - Zur falschen Zeit am falschen Ort

(Fake Identity)

Spielfilm, USA 2009

Darsteller:
Dr. Nicholas PinterVal Kilmer
KatrineIzabella Miko
SterlingJulian Wadham
Serik DoulovaHristo Shopov
Mr. JacobMichael Cronin
u.a.
Regie: Dennis Dimster-Denk
Länge: 86 Minuten

Ganzen Text anzeigenBei einem Kongressbesuch in Bulgarien 1992 wird der amerikanische Arzt Nicholas Pinter verwechselt und gerät zwischen die Fronten von Mafia, Geheimdiensten und korrupten Politikern.

Action-Spezialist Dennis Dimster-Denk verbeugt sich mit diesem Film respektvoll vor ...
(ARD)

Text zuklappenBei einem Kongressbesuch in Bulgarien 1992 wird der amerikanische Arzt Nicholas Pinter verwechselt und gerät zwischen die Fronten von Mafia, Geheimdiensten und korrupten Politikern.

Action-Spezialist Dennis Dimster-Denk verbeugt sich mit diesem Film respektvoll vor Alfred Hitchcocks Klassiker "Der unsichtbare Dritte". Im melancholisch anmutenden Ambiente des postsozialistischen Sofia spielt Val Kilmer den Spion wider Willen.

Bulgarien, 1992: Das Land hat die jahrzehntelange kommunistische Herrschaft endlich überwunden, doch der ersehnte gesellschaftliche Umbruch leistet vor allem dem organisierten Verbrechen Vorschub. Diese Erfahrung macht auch Dr. Nicholas Pinter, der als Vertreter der Organisation "Ärzte ohne Grenzen" an einem internationalen Kongress in Sofia teilnimmt. Unterweltboss Serik Doulova verwechselt den Arzt mit einem US-Agenten namens John Charter, worauf Nicholas erst einmal den Eindruck hat, im falschen Film gelandet zu sein: Zunächst wird sein bester Freund ermordet, dann entführen ihn zwei bewaffnete Männer in ein abgelegenes Waldstück, wo er eine tiefe Grube ausheben muss.

Buchstäblich mit einem Bein im Grab, gelingt ihm die Flucht, doch die Killer bleiben ihm auf den Fersen. In seiner Not schlüpft Nicholas in die Rolle des ominösen Geheimagenten Charter, ein Schachzug, der ihm einen Vorsprung verschafft. Bei einem riskanten Einbruch in das schwer bewachte Haus des Gangsters Serik erhält er unerwartet Hilfe von dessen Geliebter Katrine. Die attraktive Blondine gerät dadurch selbst in Gefahr. Sie ist eine Agentin des britischen Secret Service mit dem Auftrag, Seriks Hintermänner auszukundschaften. Ehe Nicholas sich versieht, hat er sich in ein mörderisches Komplott zwischen der osteuropäischen Mafia, einem Diamantenkartell, Geheimdiensten und korrupten Politikern verstrickt.


(ARD)


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2:10
Videotext Untertitel

Tage oder Stunden

(Deux jours á tuer)

Spielfilm, Frankreich 2008

Darsteller:
AntoineAlbert Dupontel
CécileMarie-Josée Croze
Antoines VaterPierre Vaneck
MarionAlessandra Martines
VirginieCristiana Reali
u.a.
Regie: Jean Becker
Länge: 81 Minuten

Ganzen Text anzeigenDer 42-jährige Antoine ist ein Erfolgsmensch wie er im Buche steht. Doch von einem Tag auf den anderen scheint er seiner arrivierten Existenz völlig überdrüssig zu sein.

Zunächst vergrault er einen seiner besten Kunden, anschließend verschleudert Antoine seine ...
(ARD)

Text zuklappenDer 42-jährige Antoine ist ein Erfolgsmensch wie er im Buche steht. Doch von einem Tag auf den anderen scheint er seiner arrivierten Existenz völlig überdrüssig zu sein.

Zunächst vergrault er einen seiner besten Kunden, anschließend verschleudert Antoine seine Anteile einer großen Pariser Marketing-Agentur. Seiner Frau gibt er zu verstehen, dass er sie betrügt und verlassen wird. Doch Cécile lässt sich nicht so schnell entmutigen.

Sie organisiert anlässlich seines Geburtstages heimlich eine Party - die in der Tat eine Überraschung wird: allerdings nur für die verdutzten Gäste. Reihum brüskiert der Hausherr seine langjährigen Freunde mit gnadenlos präzisen verbalen Giftpfeilen. Der Abend gipfelt in einer handfesten Schlägerei, doch Antoines Motive werden dabei immer rätselhafter.

Auf dem Weg nach Irland, wo sein Vater seit 30 Jahren als kauziger Aussteiger lebt, wird klar, dass Antoine nichts mehr zu verlieren hat. In der paradiesisch erscheinenden Wiesenlandschaft der grünen Insel gibt es noch eine offene Rechnung zu begleichen.

Nach seinem elegisch-meditativen Kinoerfolg "Dialog mit meinem Gärtner" inszenierte Jean Becker einen verstörenden Film mit zwei Gesichtern. Basierend auf dem Roman "Deux jours á tuer" von François d'Epenoux, erzählt der Regie-Veteran scheinbar die Geschichte eines Familienvaters in einer typischen Midlife-Crisis. Doch die Rasanz, mit der ein erfolgreicher Geschäftsmann sein bürgerliches Leben in Schutt und Asche legt, hat man so noch nicht gesehen. Albert Dupontel, der seine Bandbreite in der romantischen Komödie "Odette Toulemonde" oder in dem furiosen Drama "Irreversibel" unter Beweis stellte, spielt einen gebrochenen Mann, dessen Motive erst allmählich fassbar werden. Was als grimmige Gesellschaftssatire beginnt, entpuppt sich so als existenzielles Drama um die Frage nach den Letzten Dingen. Der schwierige Balanceakt zwischen Ironie und Tiefsinn gelingt, weil Becker neben Dupontel auf ein Ensemble exzellenter französischer Darsteller zurückgreift.


(ARD)


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3:30
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Dolby-Digital 5.1 AudioVideotext Untertitel

Howl - Das Geheul

Spielfilm, USA 2010

Darsteller:
Allen GinsbergJames Franco
Ralph McIntoshDavid Strathairn
Jake EhrlichJon Hamm
Richter Clayton HornBob Balaban
Luther NicholsAlessandro Nivola
u.a.
Regie: Rob Epstein, Jeffrey Friedman
Länge: 77 Minuten

Ganzen Text anzeigenSan Francisco, Mitte der 1950er-Jahre: Nach der Veröffentlichung des ersten Lyrik-Bandes des damals noch unbekannten Allen Ginsberg wird sein Verleger von der Staatsanwaltschaft verklagt.

Diese stuft das in dem Buch enthaltene Gedicht "Howl" wegen der teilweise ...
(ARD)

Text zuklappenSan Francisco, Mitte der 1950er-Jahre: Nach der Veröffentlichung des ersten Lyrik-Bandes des damals noch unbekannten Allen Ginsberg wird sein Verleger von der Staatsanwaltschaft verklagt.

Diese stuft das in dem Buch enthaltene Gedicht "Howl" wegen der teilweise vulgären Wortwahl als "obszön" ein. Da die Verbreitung obszöner Schriften eine Straftat ist, muss sich Verleger Ferlinghetti vor Gericht verantworten. Ihm droht eine mehrjährige Haftstrafe.

Unterstützt von einer Gruppe von Bürgerrechtlern will er nun beweisen lassen, dass es sich bei dem Gedicht um ein Kunstwerk handelt. Ferlinghettis Anwalt Jake Ehrlich und der Ankläger, Staatsanwalt Ralph McIntosh, nehmen eine ganze Reihe von Zeugen ins Verhör, um ihre jeweiligen Positionen bestätigen zu lassen. Parallel dazu sieht man Ginsberg im ausführlichen Gespräch mit einem Journalisten, dem er seine Arbeitsweise, seine Inspirationsquellen und seine Motive erläutert; in Animationsfilm-Einschüben werden einige seiner Gedichte visualisiert. "Kunst oder Schmutz?", lautet derweil die Frage im Gerichtssaal, die von Literaturexperten wie dem Professor David Kirk und dem Autor und Kritiker Mark Schorer beantwortet werden soll. Die Einschätzungen fallen sehr gegensätzlich aus.


(ARD)


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4:47
VPS 04:45

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Dolby-Digital 5.1 AudioVideotext Untertitel

Hinter der Tür

(The Door)

Spielfilm, Deutschland/Ungarn 2011

Darsteller:
EmerencHelen Mirren
MagdaMartina Gedeck
TiborKároly Eperjes
LeutnantGábor Koncz
SutuEnikö Börcsök
u.a.
Regie: István Szabó
Länge: 91 Minuten

Ganzen Text anzeigenHaushälterin Emerenc lebt nach eigenen Regeln und hat alles im Griff: ihre jeweilige "Herrschaft", für die sie als Haushälterin arbeitet, die Siedlung, ihre Gefühle - und ihr Geheimnis.

Seit 20 Jahren hat sie niemanden mehr in ihr Haus gelassen. Kein Mensch weiß, ...
(ARD)

Text zuklappenHaushälterin Emerenc lebt nach eigenen Regeln und hat alles im Griff: ihre jeweilige "Herrschaft", für die sie als Haushälterin arbeitet, die Siedlung, ihre Gefühle - und ihr Geheimnis.

Seit 20 Jahren hat sie niemanden mehr in ihr Haus gelassen. Kein Mensch weiß, was sich hinter ihrer Tür verbirgt. Als Magda in den 1960er-Jahren nach Budapest zieht und Emerenc als Haushälterin engagiert, ahnt sie nicht, wie sich ihr Verhältnis entwickeln wird.

Beide Frauen kommen aus völlig verschiedenen, für ihr jeweiliges Gegenüber unbekannten Welten. Magda, die Gebildete, Intellektuelle, will nach dem Ende des Publikationsverbots endlich als Schriftstellerin arbeiten. Emerenc, die vom Land kommt und die harte Wirklichkeit des Lebens erfahren hat, ebenso wie die Schrecken des Krieges, hat schließlich eine eigensinnige Sicht auf die Dinge des Lebens entwickelt. Auch wenn Emerenc mit ihrer unwirschen Art und ihrem widersprüchlichen Wesen Magda immer wieder vor den Kopf stößt, ist diese seltsam fasziniert von der "einfachen" Frau, die Tiere versteht, um die Geheimnisse der Natur weiß und niemals eine Geste vergisst, keine freundliche und keine böse.

Neugierig versucht Magda, Emerenc Geheimnis zu ergründen. Tatsächlich hat sie ein großes Herz, das sie unter ihrer Schroffheit verbirgt. Emerenc beginnt Zuneigung zu entwickeln, ist fürsorglich und großzügig - um dann mit Wutausbrüchen zu schockieren. Dennoch fasst Emerenc Vertrauen zu Magda und öffnet eines Tages tatsächlich die Tür: zu ihrem Haus und zu ihrer Seele. Für Magda wird dieses Wissen jedoch zu einer verzweifelten Entscheidung zwischen Rettung und Verrat.

Magda Szabó, eine der bedeutendsten ungarischen Schriftstellerinnen, schrieb 1990 den autobiografischen Roman "Hinter der Tür", den ihr Landsmann István Szabó - beide sind nicht verwandt - elf Jahre später verfilmte. Oscar-Preisträgerin Helen Mirren verkörpert mit Emerenc den wohl rätselhaftesten und spannendsten Charakter ihrer Laufbahn. Nahezu ungeschminkt, mit minimalistischer Mimik, führt sie den Zuschauer in das dunkle Seelenleben ihrer Protagonistin. Einfach brillant, wie sie dieser schwierigen Frau Kontur gibt - mit Martina Gedeck als Gegenpart Magda. Ein glänzendes Duell zweier starker Schauspielerinnen.


(ARD)