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Nomaden beim Abstieg

Dokumentation

Die letzten Nomaden

Seit Jahrtausenden ziehen sie gemeinsam mit ihren Herden auf traditionellen Routen über die Grassteppen Asiens und Südamerikas.

Produktionsland und -jahr:
Datum:
Sendetermin
21.11.2019
15:30 - 16:15 Uhr
Verfügbar in
D / CH / A

Weder politische Grenzen noch die Einflüsse unserer modernen Welt können die Menschen vom Stamm der Golok, der Khampa, der Tsaaten oder der Kallawaya daran hindern, an ihrer uralten Lebensweise festzuhalten. José Manuel Novoa zeigt in der „Universum“-Dokumentation „Die letzten Nomaden“ dass die Welt dieser Nomaden – ob im Schatten der Achttausender des Himalayas, in den eisigen Weiten der Taiga Sibiriens oder im Hochland der bolivianischen Anden – allein durch das Klima, die Ergiebigkeit ihrer Weiden und die Gesundheit ihrer Yaks, Pferde, Rentiere und Lamas bestimmt wird.

Yakherden im tibetischen Hochland

Die Männer vom Volk der Golok sind exzellente Reiter. Ihre Pferde kräftig und ausdauernd. Gemeinsam ziehen sie mit ihren Yakherden über die weiten Grasebenen im Hochland von Tibet. Im 18. Jahrhundert galten die Golok noch als gefährliche Banditen und gefürchtete Krieger. Damals wie heute sind sie Nomaden. Ihr wichtigstes Gut sind ihre Yaks. Sie geben ihnen Kleidung, Nahrung und Brennmaterial. Die Tiere sind Transport- und Tauschmittel. Das Territorium der Golok liegt nahe der Quelle des Mekong. Es ist eine der wärmsten Regionen Tibets. Die tiefer gelegenen Regionen des Golok-Plateaus sind reich an Wäldern und von Flüssen durchzogen. In den Schluchten zwischen den einzelnen Bergketten trifft man immer wieder auf Wasserfälle und glitzernde Gletscherseen.

indianerin
Quelle: ORF/Telcast.

Das Nomadenvolk der Drogpa lebt auf der Changtang-Hochebene und den umliegenden Grasebenen. Die Drogpa werden gerne als die ursprünglichen Einwohner der Grassteppen des tibetischen Hochlandes bezeichnet. Eine weitere Volksgruppe, die zwischen den Bergketten und am Fuße des Himalayas lebt, sind die Khampa, die Bewohner der Provinz Kham in Osttibet. Die Lebensweise dieser Nomaden hat sich seit Jahrtausenden kaum geändert. Befestigte Dörfer gibt es wenige. Auf ihren Wanderungen mit dem Vieh dienen den Menschen Zelte als Unterschlupf. Wird einer der Hirten oder sein Vieh krank, werden Schamanen zu Hilfe gerufen. In diesen Bergen liegen die Wurzeln der indischen, chinesischen und persischen Naturmedizin. Vereinzelt trifft man auf buddhistische Klöster und alte Lehrstätten der Bön-Naturreligion. In den Bergen Tibets liegen auch die Quellen der wichtigsten Flüsse Asiens. Der Brahmaputra, der Mekong und der Jangtse haben hier ihren Ursprung. Und nirgendwo sonst gibt es so viele heilige Berge wie im Himalayamassiv.

Winterlager der Tsaaten
Winterlager der Tsaaten
Quelle: ORF/Telcast/José Manuel Novoa.

Die Tsaaten, die letzten Rentiernomaden der Erde, leben in der nördlichen Mongolei, an der Grenze zu Sibirien. Hier befindet sich der Übergang von der Tundra zur Taiga. Die unwegsame Gebirgswelt in etwa 2.500 bis 3.000 Metern Höhe zählt zu den unwirtlichsten Weltregionen. Als Hirtennomaden sind die Tsaaten Bewahrer einer uralten Tradition, die bis in die Bronzezeit zurückreicht. Man schätzt sie auf ungefähr nur 80 Männer, Frauen und Kinder. Die meiste Zeit des Jahres wechseln die Hirten alle 20 Tage ihren Lagerplatz. Dabei folgen sie ihren Herden, die immer dorthin ziehen, wo das beste Futterangebot zu finden ist. Nur während der kalten Wintermonate zieht es die Tsaaten zu den geschützten, niedriger gelegenen Stellen am Fuß der Bergketten oder in die Täler zurück. Im Winterlager bleiben sie rund zwölf Wochen lang an einem Platz. Nur so können sie ihre Bestände und die Gesundheit ihrer Rentiere sichern.

Kallaway - Land der Ärzte
Kallaway - Land der Ärzte
Quelle: ORF/Telcast/José Manuel Novoa

Die Kallawaya gehören zu einer ethnischen Minderheit, die im Nordosten des Titicacasees an der Grenze von Bolivien zu Peru lebt. Bekannt ist das Kallawaya-Volk durch seine Heilkunde, die aus pflanzlichen, tierischen und mineralischen Ingredienzien besteht und stets mit Ritualen verbunden ist. Ihr einzigartiges medizinisches Wissen wurde über viele Generationen mündlich überliefert und wird jeweils vom Vater an den Sohn weitergegeben. In der Sprache der Ureinwohner Boliviens bedeutet Kallawaya das „Land der Ärzte“. 2003 hat die UNESCO die Kultur und Naturmedizin der Kallawaya zum „Meisterwerk des mündlichen und immateriellen Kulturerbes der Menschheit“ ernannt.

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