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Freitag, 29. Dezember
Programmwoche 52/2017
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6:25

7 Sterne in Dubai

Wo Deutsche für Luxus sorgen

Film von Andreas Graf

Ganzen Text anzeigenIm Hotel "Burj Al Arab" in Dubai arbeiten etwa 60 Deutsche. Der Film begleitet Generaldirektor Heinrich Morio, Küchenchef Björn Alexander und Chef-Butler Alex Maaß in ihrem Arbeitsalltag.

Wenn Heinrich Morio morgens zur Arbeit fährt, verspürt er das reine Glück, ...
(ARD/HR)

Text zuklappenIm Hotel "Burj Al Arab" in Dubai arbeiten etwa 60 Deutsche. Der Film begleitet Generaldirektor Heinrich Morio, Küchenchef Björn Alexander und Chef-Butler Alex Maaß in ihrem Arbeitsalltag.

Wenn Heinrich Morio morgens zur Arbeit fährt, verspürt er das reine Glück, sagt er. Der Frankfurter leitet das 7-Sterne-Hotel "Burj Al Arab". Nichts scheint unmöglich in der Glitzerwelt der Superreichen. Eine Nacht kostet bis zu 12 000 Euro.

Auch unter den Gästen befinden sich Deutsche, so zum Beispiel eine Wiesbadener Unternehmerin, die Einblick in ihre Suite gibt und die die Reporter mitnimmt auf einen Rundflug über Dubai. Dem Zuschauer wird ein Eindruck davon vermittelt, welch hoher Grad an Genauigkeit in diesem Hotel angestrebt wird, welche Erwartungen die Gäste an das Luxushotel mitbringen und welche Kosten vom Hotel und seinen Gästen gedeckt werden müssen, um diesen Standard zu finanzieren.


(ARD/HR)


7:10
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Schlossherren auf Zeit

Urlaub und Stress unter 5 Sternen

Film von Matthias Vogler

Ganzen Text anzeigenDie beiden Vollblut-Hoteliers Armin Hoeck und seine Frau Manuela haben sich den Traum vom eigenen Fünfsterne-Hotel erfüllt: Sie sind die neuen Schlossbesitzer von Burg Schlitz.

In dem klassizistischen Landpalais mit insgesamt 20 luxuriösen Zimmern und Suiten im ...
(ARD/NDR)

Text zuklappenDie beiden Vollblut-Hoteliers Armin Hoeck und seine Frau Manuela haben sich den Traum vom eigenen Fünfsterne-Hotel erfüllt: Sie sind die neuen Schlossbesitzer von Burg Schlitz.

In dem klassizistischen Landpalais mit insgesamt 20 luxuriösen Zimmern und Suiten im Herzen der Mecklenburgischen Schweiz sollen sich die Gäste, wie Armin Hoeck sagt, als "Schlossherren auf Zeit" fühlen.

Zu den Gästen gehört auch ein entfernter Verwandter von Erich Honecker, der seine vornehme Herkunft bis ins tiefe Mittelalter zurückverfolgen kann. Mehrmals im Jahr kommt er aus Indien angereist, nur um auf Burg Schlitz standesgemäß die Seele baumeln zu lassen - neben zahlreichen Prominenten, die hier gern inkognito absteigen.

Bei der alljährlichen Oldtimer-Rallye von Hamburg nach Berlin lassen sich die Stars und Sternchen dort aber in aller Öffentlichkeit blicken. Dann werden sie mit Gourmet-Häppchen vom Schlossherren begrüßt und dürfen sich mit der Schlossdame vor der imposanten Kulisse fotografieren lassen.

Fehlen dürfen dann natürlich auch nicht die Damen und Herren der vornehmen Gesellschaft, für die ein Fünfsterneschlosshotel in der Mecklenburgischen Schweiz gerade einmal den Charme eines "schlichten Landhotels" versprüht.

Armin und Manuela Hoeck sind täglich 14 Stunden im Einsatz, damit ihre Gäste das Schlossleben so genießen können, wie es der Erbauer Hans Graf von Schlitz nie selbst erlebt hat. Und das hat sich herumgesprochen: bei Kanzlern, Königen und Stardirigenten.


(ARD/NDR)


8:10
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Das Brenners - Die Geschichte eines Grandhotels

Film von Tilman Büttner

Ganzen Text anzeigenDas "Brenners", wie das "Brenners Park-Hotel & Spa" in Baden-Baden liebevoll nach den ersten Besitzern genannt wird, hat eine lange wechselvolle Geschichte. Der Film geht dieser Geschichte nach.

Sie begann mit dem kleinen Hotel "Stephanie-Les-Bains", das Anton ...
(ARD/SWR)

Text zuklappenDas "Brenners", wie das "Brenners Park-Hotel & Spa" in Baden-Baden liebevoll nach den ersten Besitzern genannt wird, hat eine lange wechselvolle Geschichte. Der Film geht dieser Geschichte nach.

Sie begann mit dem kleinen Hotel "Stephanie-Les-Bains", das Anton Brenner 1872 erwarb. Es ist eine Geschichte von unzähligen Umbauten und von turbulenten Zeiten. Auch in den 1920er-Jahren, als das berühmte Tanzorchester von John Abriani im Casino Stephanie aufspielte.

Die Brenners erlebten Schließungen während der beiden Weltkriege, die Besetzung ihrer Hotels durch die Franzosen und die ersten Gespräche der Versöhnung zwischen Adenauer und de Gaulle.

Zu jeder Zeit ließen sie sich etwas einfallen, um den Luxus ihrer Hotels zu steigern. Sie waren die ersten in Baden-Baden, die ihren Ballsaal mit elektrischem Licht beleuchteten, und auch die ersten, die aus der Bäderabteilung ein "SPA" machten.

Die Namen berühmter Persönlichkeiten aus Show, Kunst und Politik füllen sechs Bände der Gästebücher: Enrico Caruso, Gerhard Hauptmann, der Schah von Persien, Konrad Adenauer, Charles de Gaulle, die Windsors, Marlene Dietrich sind nur einige von ihnen. Herme de Wyman ist seit 76 Jahren Stammgast im "Brenners" und weiß Amüsantes und Informatives zu erzählen.


(ARD/SWR)


8:55
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Mit AudiodeskriptionZweikanal-TonVideotext Untertitel

Kölns Grand Hotel - Das Excelsior Hotel Ernst

Film von Julia Melchior

Ganzen Text anzeigenDas "Excelsior Hotel Ernst" in Köln ist eines der letzten familiengeführten Luxushotels der Welt. Staatsoberhäupter, Künstler und Wirtschaftsbosse kommen seit Jahrzehnten dorthin.

Kaiserin Soraya, Udo Jürgens, Karl May, die Adenauers, die Kennedys und viele andere ...
(ARD/WDR)

Text zuklappenDas "Excelsior Hotel Ernst" in Köln ist eines der letzten familiengeführten Luxushotels der Welt. Staatsoberhäupter, Künstler und Wirtschaftsbosse kommen seit Jahrzehnten dorthin.

Kaiserin Soraya, Udo Jürgens, Karl May, die Adenauers, die Kennedys und viele andere Persönlichkeiten haben hier schon ein Zimmer mit Domblick gebucht.
Der Film gibt Einblicke hinter die Kulissen des Hotelbetriebs.

Seit fünf Generationen befindet sich das "Excelsior" im Besitz der Schweizer Hoteldynastie Kracht, die ihre Wurzeln in Köln hat. Das Grandhotel hat zwei Weltkriege ebenso überstanden wie politische und wirtschaftliche Krisen. Heute muss es sich gegen die stärker werdende Konkurrenz der weltumspannenden Hotelketten behaupten - eine immer neue Herausforderung für die Eigentümerfamilie.

Der Anfang war wenig vielversprechend: Das Gelände war eine riesige Baustelle, weil gerade die beiden Türme des Kölner Doms fertiggestellt wurden. Eine architektonische Meisterleistung - mehr als 600 Jahre nach Grundsteinlegung. 100 Jahre später inspirierte der imposante Blick aus dem Hotelzimmer den Künstler Andy Warhol zu seinem berühmten Pop-Art-Werk vom Kölner Dom.

Der Liebe wegen verschlug es Ende des 19. Jahrhunderts den Eigentümer Karl Kracht nach Zürich. Doch an ihrem "Kölner Juwel", wie es Charles Roulet, der heutige Eigentümer und Urenkel jenes Karl Kracht, nennt, hielt die Familie stets fest. Charles Roulet ist stolz auf seine Kinder, die sich für die Laufbahn in der Hotellerie entschieden haben, um das Haus, das zur Kölner Institution geworden ist, eines Tages in sechster Generation zu übernehmen.

Die wilhelminische Fassade des Hauses erzählt heute noch von der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg, als Köln eine der schönsten Städte Deutschlands war. Von den schweren Bombenangriffen, die die Kölner Innenstadt dann fast vollständig zerstörten, blieb das Hotel weitgehend verschont. In der jungen Bundesrepublik erstrahlte das altehrwürdige Haus in neuem Glanz. Köln übernahm repräsentative Aufgaben, die die neue Hauptstadt Bonn nicht leisten konnte, und der Dom war ein Muss auf der Agenda der hohen Diplomatie. Für Regierungschefs und Präsidenten war das "Excelsior Hotel Ernst" daher die ideale Bleibe.

Die Dokumentation ergründet die wechselvolle Geschichte des Grandhotels, die auch ein Abbild der Zeitgeschichte in der Domstadt ist. Familie, Mitarbeiter und berühmte Gäste blicken auf besondere Ereignisse, schicksalhafte Begegnungen und amüsante Erinnerungen zurück. Dazu lässt historisches Filmmaterial die Geschichte des Hotels lebendig werden.


(ARD/WDR)


9:35
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Fünf Sterne für Berlin (1/2)

Ein Jahr im Luxushotel

Film von Sascha Adamek und Martin Hahn

Ganzen Text anzeigenDas Team im Berliner Luxushotel "Regent" arbeitet in drei Schichten daran, den Gästen fast jeden Wunsch zu erfüllen. Der zweiteilige Film begleitet ein Jahr lang Mitarbeiter und Gäste.

Im ersten Teil sieht alles eher nach Abriss aus: Die Lobby des Luxushotels mit ...
(ARD/RBB)

Text zuklappenDas Team im Berliner Luxushotel "Regent" arbeitet in drei Schichten daran, den Gästen fast jeden Wunsch zu erfüllen. Der zweiteilige Film begleitet ein Jahr lang Mitarbeiter und Gäste.

Im ersten Teil sieht alles eher nach Abriss aus: Die Lobby des Luxushotels mit seinem Art-Deco-Stil wird komplett umgebaut. Vom Hoteldirektor Stefan Athmann bis zum Azubi heißt es für das gesamte Team: Möbel schleppen, Porzellan umräumen, Silberbesteck sichern.

Das Hotel ist während der Silvester-Gala nicht mehr wiederzuerkennen. Nach geschlagener Schlacht trifft sich das Team zum Neujahrssekt. Vollkommen geschafft, aber irgendwie glücklich, stoßen die 2-Sterne-Köche draußen unterm Feuerwerk auf das neue Jahr an.

Die Gäste in einem Luxushotel genießen ein Höchstmaß an Diskretion. Einige werden auf Wunsch sogar heimlich durch die Tiefgarage geschleust. Die Reporter erfahren trotzdem, dass Barbra Streisand sogar einen Rollrasen auf dem schmalen Umgang in luftiger Höhe erhielt, auf dem ihr Hündchen Gassi gehen konnte.

Anfang Juni fiebert das Hotel-Team beim Fußball mit. Wo sonst die Bayern nächtigen, tun es jetzt die Turiner. Mitten im Match werden die Betten gemacht: Gewinnt Juventus gegen Barcelona, feiern die Spieler bis in die Früh und schlafen im Hotel - verlieren sie, reisen sie ab. Am Ende des Wochenendes haben das Hotel und sein Zwei-Sterne-Restaurant "Fischers Fritz" eine stolze Bilanz: 230 Kilogramm Fisch, Kabeljau, Steinbutt, Seeteufel, Lachs, Scholle, Makrelen und Schwertfisch, 40 Kilogramm Hummer und 200 Austern sind verkauft. Juventus allein hat sie nicht verdrückt - die Sportler freuen sich am meisten über die morgendlichen Lunchboxen, nur - spielentscheidend ist das nicht.


(ARD/RBB)


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10:20
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Fünf Sterne für Berlin (2/2)

Ein Jahr im Luxushotel

Film von Sascha Adamek und Martin Hahn

Ganzen Text anzeigenDas Team im Berliner Luxushotel "Regent" arbeitet in drei Schichten daran, den Gästen fast jeden Wusch zu erfüllen. Der zweiteilige Film begleitet ein Jahr Mitarbeiter und auch Gäste.

Popstars, Spitzensportler und Staatsgäste kommen und gehen manchmal sehr ...
(ARD/RBB)

Text zuklappenDas Team im Berliner Luxushotel "Regent" arbeitet in drei Schichten daran, den Gästen fast jeden Wusch zu erfüllen. Der zweiteilige Film begleitet ein Jahr Mitarbeiter und auch Gäste.

Popstars, Spitzensportler und Staatsgäste kommen und gehen manchmal sehr kurzfristig. Juventus Turin verabschiedet sich plötzlich aus dem Hotel. Und der Lkw mit 400 Gepäckstücken des anreisenden saudischen Kronprinzen passte nicht in die Tiefgarage.

Hoteldirektor Athmann erzählt, wie er zum Schutz seiner Mitarbeiter auch mal einen nervigen Gast hinauskomplimentiert - denn Spitzenleistungen funktionieren nur im Team. Außerdem erfahren die Zuschauer, wie viele Silberlöffel im Jahr verloren gehen und dass Luxusgäste auch diebisch sein können.

Weltstars wie Lang Lang und Schauspielgrößen Mads Mikkelsen und Til Schweiger geben sich im "Regent" die Klinke in die Hand, denn der GQ-Award ist in der Stadt, und Hoteldirektor Athmann ist stolz darauf, wieder der Gastgeber sein zu dürfen. Auszubildende Ann-Christin Schröder absolviert unterdessen weitere Stationen ihrer Ausbildung: im Roomservice und in der Reservierung. Begeistert erzählt sie, dass sie höchstpersönlich den Bandleader von AC/DC in sein Zimmer einweisen durfte. Ann Christin Schröder hofft auf ihren Traumjob gleich am Tresen: Sie wünscht sich nach Beendigung ihrer Ausbildung einen Arbeitsvertrag als Barkeeperin, denn nichts macht ihr mehr Spaß, als Cocktails zu mixen. Ob seine Wünsche in diesem Jahr in Erfüllung gehen, fragt sich auch Zwei-Sterne-Koch Christian Lohse, der darauf setzt, dass die Hotelbesitzer im fernen Taiwan ihm endlich eine neue Küche spendieren.


(ARD/RBB)


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11:05
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Adlon verpflichtet

Geschichte und Geschichten eines Hotels

Film von Dagmar Wittmers

Ganzen Text anzeigenLuxusherberge der Berühmten und Wichtigen, nicht wegzudenken aus der Metropole. Seit 1997 ist das neu errichtete "Adlon Kempinski" wieder das Luxushotel der Hauptstadt.

Ein neues Haus am alten Ort, ein Mythos lebt wieder auf: Marlene Dietrich und Hans Albers, Charlie ...
(ARD/RBB)

Text zuklappenLuxusherberge der Berühmten und Wichtigen, nicht wegzudenken aus der Metropole. Seit 1997 ist das neu errichtete "Adlon Kempinski" wieder das Luxushotel der Hauptstadt.

Ein neues Haus am alten Ort, ein Mythos lebt wieder auf: Marlene Dietrich und Hans Albers, Charlie Chaplin oder Mary Pickford, Thomas Mann und Albert Einstein standen im alten Adlon auf der Gästeliste.

1907 weiht Kaiser Wilhelm II. das Haus ein, und es wird seine heimliche Herberge. "Kinder geht doch lieber ins Adlon, im Schloss ist es kalt und im Bad geht das heiße Wasser nicht", empfiehlt er seiner Familie. Fortan wird in diesem Hotel Geschichte geschrieben, hier treffen sich Adel und Finanzoligarchie, Politik und Kunst, sie genießen Luxus pur, schließlich heißt es: Adlon verpflichtet! Die Lage am Brandenburger Tor macht das Adlon zur Zuschauertribüne für Ereignisse, die Europa veränderten.

Nach der Teilung der Stadt liegt das Hotel Jahrzehnte lang im Grenzgebiet zwischen West und Ost und wird 1984 abgerissen. Wer hätte sich träumen lassen, dass es nur 13 Jahre später, am 23. August 1997, von einem Bundespräsidenten wieder eingeweiht würde? Der Film von Dagmar Wittmers erzählt Geschichten über Berlins berühmtestes Hotel und seine Gäste: von großer Weltpolitik über Skandale und Amoren bis zu einem grausamen Mord aus Geldgier. Ein facettenreiches Porträt über die Glanz- und Schattenseiten der Nobelherberge.


(ARD/RBB)


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11:50
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Lebensraum: Hotel Imperial

Film von Stefan Gavac, Isabel Gebhart und Stefan Regenfelder

Ganzen Text anzeigenEs ist ein Glanzstück der Wiener Ringstraße und eines der feudalsten Hotels der Stadt: Das "Imperial" verstrahlt bis heute den Glanz des alten Wien. Staatsleute bis zur Queen waren Gäste.

In der Ringstraßenzeit als Palais eines Prinzen gebaut, der alles nur kein ...
(ORF)

Text zuklappenEs ist ein Glanzstück der Wiener Ringstraße und eines der feudalsten Hotels der Stadt: Das "Imperial" verstrahlt bis heute den Glanz des alten Wien. Staatsleute bis zur Queen waren Gäste.

In der Ringstraßenzeit als Palais eines Prinzen gebaut, der alles nur kein Hotel im Sinn hatte, wandelte es sich um die Zeit der Weltausstellung zu einem der repräsentativsten Gästehäuser der kaiserlichen Residenzstadt.

Erbaut wurde das noble "Hotel Imperial" an der Wiener Ringstraße in den Jahren 1862 bis 1865 als Stadtpalais für Herzog Philipp von Württemberg und dessen Gemahlin Erzherzogin Marie Therese von Österreich. Die Wiener Ringstraße, zur damaligen Zeit ein einziges, großangelegtes Bauvorhaben, dürfte jedoch ein wenig angenehmes Wohnklima geschaffen haben, sodass das Palais rasch verkauft und 1873 anlässlich der Wiener Weltausstellung als Hotel in Anwesenheit des Kaiserpaares eröffnet wurde.

Schon bald quartierten sich hier prominente Staatsbesuche und Künstler ein, darunter Otto von Bismarck, Richard Wagner oder später auch Thomas Mann. Nach dem Anschluss Österreichs und der Enteignung des vormaligen jüdischen Besitzers des Hotels Samuel Schallinger soll auch Adolf Hitler im Hotel Imperial gewohnt haben; Aufnahmen oder Aufzeichnungen darüber gibt es im Archiv des Hotels jedoch keine.

Ein Blick ins Gästebuch des "Hotel Imperial" offenbart weitere Staatsgäste wie John F. Kennedy und Nikita Chruschtschow, die 1961 zu einem Gipfeltreffen im Imperial zusammenkamen. Außerdem waren Richard Nixon, Queen Elisabeth, das japanische Kaiserpaar, Alfred Hitchcock, Frank Sinatra, Mick Jagger und Michael Jackson unter den prominenten Gästen.

Obgleich Verschwiegenheit über hohe Besuche im "Hotel Imperial" Pflicht ist, lässt sich so manche Geschichte über die Besonderheiten der luxuriösen Absteige erzählen, in welcher bis heute Zeitungen gebügelt werden, Butler zum Standard gehören und der Gast tatsächlich König ist.


(ORF)


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12:31
VPS 12:30

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Tonsignal in monoVideotext Untertitel

Bei der blonden Kathrein

Spielfilm, Deutschland 1959

Darsteller:
Kathrein BuchnerMarianne Hold
Clemens HagenGerhard Riedmann
WeihrauchHarald Juhnke
Baron HohenriedHans Nielsen
Micki HohenriedAngelika Meissner
ApfelbaumMichl Lang
EvelynChristiane Jansen
TankwartBeppo Brem
Kurt SeethalerErnst Reinhold
u.a.
Regie: Hans Quest

Ganzen Text anzeigenGenervt von penetranten Autogrammjägern, erinnert sich Sänger Clemens Hagen wehmütig an die Zeit, als er in der Gastronomie tätig war. Kurzerhand lässt er die alten Zeiten wieder aufleben.

Mit einem Vertrag auf den Namen "Anton Eisenreich" in der Tasche reist der ...
(ARD)

Text zuklappenGenervt von penetranten Autogrammjägern, erinnert sich Sänger Clemens Hagen wehmütig an die Zeit, als er in der Gastronomie tätig war. Kurzerhand lässt er die alten Zeiten wieder aufleben.

Mit einem Vertrag auf den Namen "Anton Eisenreich" in der Tasche reist der Tenor zum Bodensee, um einen Posten als Geschäftsführer im Hotel "Zur goldenen Gans" anzutreten. Die junge Wirtin Kathrein Buchner ahnt nicht, wer der neue Geschäftsführer wirklich ist.

Ihrem tüchtigen Portier wiederum sagen als begeistertem Hobby-Astrologen die Daten des vermeintlichen Eisenreichs sehr zu; in seinen Augen passt dieser vom Sternzeichen her viel besser zu der blonden Chefin als Baron Hohenried, der ihr den Hof macht. Dabei ist der stattliche Witwer längst Vater einer reizenden jungen Tochter namens Micki, die partout Schlagersängerin werden möchte.

Kathrein dagegen hat aus familiären Gründen starke Abneigungen gegen Sänger, und das führt zu beträchtlichen Verwicklungen, als Manager Weihrauch zusammen mit der attraktiven Evelyn seinen Sänger Clemens Hagen in der "Goldenen Gans" aufspürt, wo der Tenor und die hübsche Wirtin sich inzwischen ineinander verliebt haben. Denn dadurch werden Kathreins Vorurteile gegen Sänger scheinbar wieder einmal bestätigt.

Regisseur Hans Quest sorgte hier für populäre Unterhaltungskost mit schmackhaften Zutaten: beliebte Schauspieler, flotte Musik, sonnendurchflutete Ferienlandschaft. Den abschließenden Höhepunkt bildet ein spektakuläres Operettenfinale in Bregenz am Bodensee.


(ARD)


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13:53
VPS 13:50

Mit Audiodeskription

Ein verlockendes Angebot

Komödie, Deutschland 2007

Darsteller:
MariaChristiane Paul
JanDevid Striesow
Georg StolzenbergRichy Müller
SilkePetra Kelling
EstherStephanie Schönfeld
u.a.
Buch: Güzin Kar, Laila Stieler
Regie: Tim Trageser
Länge: 90 Minuten

Ganzen Text anzeigenJan und Maria wohnen mit ihrer Tochter in einem kleinen Dorf in Thüringen. Maria ist Köchin, Jan Kfz-Schlosser. Sie sind zufrieden. doch als Maria ihren Job verliert, ändert sich alles.

Maria sieht sich schon als Langzeitarbeitslose, doch dann erhält sie ein ...

Text zuklappenJan und Maria wohnen mit ihrer Tochter in einem kleinen Dorf in Thüringen. Maria ist Köchin, Jan Kfz-Schlosser. Sie sind zufrieden. doch als Maria ihren Job verliert, ändert sich alles.

Maria sieht sich schon als Langzeitarbeitslose, doch dann erhält sie ein verlockendes Angebot: Sie, die einfache Köchin vom Landgasthof, könnte in einem eleganten Berliner Hotel arbeiten und ihr eigenes Restaurant aufbauen. Jan rät Maria, zuzusagen.

Und so schlittert das Paar in ein Leben als Wochenendbeziehung hinein und sieht sich schon bald Anforderungen ausgesetzt, mit denen es bisher nie zu tun hatte: Jan muss lernen, wie man Linsensuppe und Holundertee kocht und wie viel Zuwendung ein Kind braucht. Maria muss sich gegen einen feindseligen Chefkoch zur Wehr setzen und lernen, sich in einer Großstadt zurechtzufinden. Und beide müssen mit Entfernung, Einsamkeit und auch den Verführungen des neuen Alltags umgehen.

Jan gewinnt als "alleinerziehender" Vater bald die Sympathie und Fürsorge der weiblichen Dorfbevölkerung. Maria fühlt sich angezogen vom attraktiven, weltmännischen Hotelchef Georg, der sie schätzt, verehrt und umwirbt. Und als beide die Flucht vor der schwierigen Beziehungsarbeit antreten und sich in Affären stürzen, lösen sie damit eine Kettenreaktion aus, die ihrer Ehe auf ganz eigene Weise neuen Schwung gibt.

Christiane Paul muss sich als Köchin im Fernsehfilm "Ein verlockendes Angebot" gleich mehrmals entscheiden: Familie oder Liebhaber, Thüringen oder Berlin, arbeitslos oder Karriere?

Als nächster Beitrag der 3sat-Filmreihe "LiebesSpiele" folgt am Mittwoch, 31. Juli, 22.20 Uhr, "Wenn wir zusammen sind".


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15:22
VPS 15:20

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Pretty Mama

Komödie, Deutschland 2008

Darsteller:
Karin DittmannBirge Schade
Peter DittmannOliver Stokowski
Betty BillerbeckHannelore Hoger
MichelHarald Schrott
u.a.
Drehbuch: Berno Kürten, Christoph Silber
Regie: Berno Kürten
Länge: 90 Minuten

Ganzen Text anzeigenEinfühlsam, zuverlässig, kompetent - Karin Dittmann ist eine moderne Frau, die Familie und Beruf problemlos in Einklang bringt. So sieht es ihr Mann Peter. Doch Karin ist unzufrieden.

Sie unterstützt Peter, der als Versicherungsagent arbeitet, tatkräftig im ...

Text zuklappenEinfühlsam, zuverlässig, kompetent - Karin Dittmann ist eine moderne Frau, die Familie und Beruf problemlos in Einklang bringt. So sieht es ihr Mann Peter. Doch Karin ist unzufrieden.

Sie unterstützt Peter, der als Versicherungsagent arbeitet, tatkräftig im heimischen Büro. Auch ihre beiden halbwüchsigen Söhne verlassen sich ganz und gar auf ihre Mutter. 24 Stunden täglich voller Einsatz für die Familie - Karin sehnt sich nach einer Auszeit.

Als sie bei einem Preisausschreiben gewinnt, ist die Aufregung groß. Soll Karin sich die 1500 Euro auszahlen lassen, weil Peter einen neuen Computer braucht und auch die Spülmaschine ihren Geist aufgegeben hat? Oder soll sie die Woche Wellness-Urlaub in einem Luxushotel an der Ostsee antreten? Schließlich kommt es zum Streit zwischen dem Ehepaar, nachdem Peter ein wichtiger Vertragsabschluss durch die Lappen gegangen ist.

Kurzerhand packt Karin ihren Koffer und reist ab. An der Ostsee taucht sie in eine andere Welt ein. Ihre wohlhabende Zimmernachbarin Betty Billerbeck ist Teilhaberin der Hotelkette und bewohnt eine individuell ausgestattete Luxussuite. Unbeschwert bewegt sich Karin zwischen den schwerreichen Hotelgästen, was Betty durchaus amüsiert. Doch ihr Humor stößt an Grenzen, als sie bemerkt, dass auch dem charmanten Barpianisten Michel Karins Ausstrahlung nicht entgangen ist. Denn Michel gehört ihr, wie Betty klarzustellen versucht.

Allerdings scheint sich Michel davon nicht beeindrucken zu lassen. Zwar wehrt Karin seine Avancen zunächst ab, aber Michel erweist sich als hervorragender Tanzpartner. Ehe Karin es sich versieht, steht sie mitten im Chaos: Auf der einen Seite Michel, auf der anderen Seite Peter. Dazwischen eine immer wütender werdende Betty Billerbeck. Als plötzlich Peter auftaucht, scheint eine Katastrophe unausweichlich.


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16:52
VPS 16:50

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Schweizer Hotelgeschichten (1/4)

Nobelherbergen für die Briten

Film von Kristina Forbat und Anja Kindler

Erstausstrahlung

Ganzen Text anzeigenDie Reihe stellt Schweizer Grandhotels vor. In Teil eins geht es um das "Montreux Palace" und das "Monte Rosa": zwei Hotels, die von den Anfängen der Schweizer Tourismusgeschichte erzählen.

Hinter ihren ehrwürdigen Gemäuern, in verstaubten Kellerräumen, in alten ...

Text zuklappenDie Reihe stellt Schweizer Grandhotels vor. In Teil eins geht es um das "Montreux Palace" und das "Monte Rosa": zwei Hotels, die von den Anfängen der Schweizer Tourismusgeschichte erzählen.

Hinter ihren ehrwürdigen Gemäuern, in verstaubten Kellerräumen, in alten Büchern und Vitrinen verbergen sich auch die Hinterlassenschaften von britischen Reisenden, die die Hotels und ihre Umgebung zu dem machten, was sie heute sind: touristische Sehnsuchtsorte.

Die ersten Gäste im Hotel "Monte Rosa", der ältesten Herberge des hochalpinen Ferienorts Zermatt, waren Forscher, Literaten und Künstler auf der Erkundung einer ihnen noch völlig unbekannten Alpenlandschaft. Allen voran waren es Lords und Gentlemen von den britischen Inseln, die diese wilde Bergwelt entdeckten und ihre Kräfte an den Steilhängen maßen. In den folgenden Jahren entwickelte sich Zermatt zum Mekka des Bergsteigens, und das "Monte Rosa" wurde zum Basislager für die Eroberung des damals noch als unbezwingbar geltenden Matterhorns. Edward Whymper, der 1865 als Erster auf dem Gipfel des Viertausenders stand, war Stammgast des Hotels. Seither ziehen das traditionsreiche Haus und das kleine Bergdorf Zermatt Wintersportler, Bergsteiger und Wanderer aus aller Welt an. Heute kommt die einstige Herberge allen modernen Ansprüchen eines Luxushotels nach, ohne seinen einstigen Charme verloren zu haben.

Nicht nur die schwer zugänglichen Höhenlagen der Schweizer Bergwelt reizten die Engländer, auch der Genfer See war ein beliebtes Reiseziel der vornehmen Gesellschaft. So wurden dort bereits in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts elegante Paläste errichtet, darunter das "Hotel du Cygne", der Vorgänger des heutigen "Montreux Palace" im mondänen Montreux. Der britische Dichter Lord Byron besuchte das benachbarte Wasserschloss "Château de Chillon", verewigte sich dort mit seinem Namen und widmete diesem das Gedicht "Der Gefangene von Chillon". Byrons Gedicht wurde zum internationalen Kassenerfolg und machte das Schloss Chillon samt Montreux weltberühmt.

Heute ist Montreux vor allem für Eines bekannt: das "Montreux Jazz Festival". Einige der Stammgäste, die ab den 1970er-Jahren das Hotel immer wieder aufsuchten - etwa Freddie Mercury - schrieben dort Musikgeschichte und sind am Ufer des Genfer Sees verewigt. Jahr für Jahr bereiten sich die Mitarbeiter des "Palace" auf das Festival vor, denn es ist DIE Herberge der Stars und Austragungsort zugleich. Ein herrlicher Ausnahmezustand für den Maître d'Hôtel und seine Kollegen, wenn binnen kürzester Zeit Hunderte VIP-Festivalbesucher verköstigt werden müssen. Dann müssen alle mit anpacken, samt der Hotelleitung. Zu später Stunde kann es in der hoteleigenen "Funky Claude's Bar" gut passieren, dass sich der eine oder andere Star unter das Volk mischt.


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17:43
VPS 17:40

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Schweizer Hotelgeschichten (2/4)

Schlösser der Belle Époque

Film von Almut Faass und Kristina Forbat

Erstausstrahlung

Ganzen Text anzeigenFolge Zwei erzählt von der Sehnsucht des Großbürgertums nach Erholung und Freizeit in den vornehmen Hotelpalästen um 1900. Im Fokus: das "Grandhotel Giessbach" und das "Waldhaus Sils".

Eingebettet in die malerische Kulisse der Schweizer Bergwelt dienen sie seit ...

Text zuklappenFolge Zwei erzählt von der Sehnsucht des Großbürgertums nach Erholung und Freizeit in den vornehmen Hotelpalästen um 1900. Im Fokus: das "Grandhotel Giessbach" und das "Waldhaus Sils".

Eingebettet in die malerische Kulisse der Schweizer Bergwelt dienen sie seit jeher als Treffpunkte der vornehmen, europäischen Gesellschaft. Ihre Architektur und ihre historischen Interieurs zeugen von der glanzvollen Ära der Belle Époque.

Der wirtschaftliche Aufschwung, der Ausbau der Verkehrsnetze in der Schweiz und sinkende Transportkosten führten dazu, dass sich um die Jahrhundertwende immer mehr Menschen eine Auszeit in den Bergen gönnten. So wurden die Grandhotels zu bürgerlichen Palästen auf Zeit, in deren Gesellschaftsräumen und Lesesälen sich berühmte Denker und Literaten wie Thomas Mann, Hermann Hesse oder Albert Einstein begegnen konnten.

Auf der Suche nach Inspiration in der Abgeschiedenheit nächtigten sie damals auch im "Waldhaus Sils". In 1800 Metern über dem Meeresspiegel thront es strahlend weiß mit seinen Türmen und Zinnen wie eine Festung, umrahmt von den imposanten Dreitausendern Piz Corvatsch und Piz Lagrev im Oberengadin. Bis heute ist das Fünf-Sterne-Hotel ein Ort, an dem die Zeit ihr ganz eigenes Tempo hat - und dabei viel Raum gibt für kulturelles Schaffen.

Seit seiner Gründung im Jahr 1908 ist das Haus in Familienbesitz. An einem persönlichen Umgang ohne Glamour-Attitüden halten auch die beiden jungen Direktoren Claudio und Patrick Dietrich fest. Gewisse Traditionen überdauerten alle fünf Generationen. So ist das tägliche, gemeinsame Mittagessen der Hoteliers-Familie ein festes Ritual. An den Jugendstillampen oder der ursprünglichen Einrichtung in den Fluren, Zimmern und Sälen rühren die Besitzer nur, wenn etwas repariert werden muss, möglichst originalgetreu. Jeden Morgen wird die "Magneta", eine Uhrenanlage aus der Gründungszeit, aufgezogen, die ein Dutzend Nebenuhren steuert. Auch ein "Welte-Mignon", das erste mechanische Reproduktionsklavier, wird seit vier Jahrzehnten liebevoll von Haustechniker Guido Schmidt gepflegt. Der hohe Anteil wiederkehrender Gäste schätzt den eigenwilligen Charakter der Hoteliers und die Spuren der Geschichte. Das "Waldhaus" war und ist "ein kleines Europa".

Auch das "Grandhotel Giessbach" war bei den Reisenden überaus beliebt. Sie kamen vor allem, um den imposanten Giessbachwasserfall zu bestaunen, der direkt am Hotel 400 Meter in die Tiefe stürzt. Das "Grandhotel Giessbach" liegt im Berner Oberland, oberhalb des Brienzer Sees. Schon die Anreise hierher, mit dem Schiff über das gletscherblaue Wasser, ist wie eine Reise in eine vergangene Zeit. Vom hoteleigenen Schiffsanleger bringt eine Bergbahn die Gäste die letzten 100 Meter hoch ins Hotel. Seit 1879 läuft sie - und ist damit die älteste touristisch betriebene Standseilbahn Europas.

Im Hotel treffen die Reisenden dann meistens auf Slavka Lazic, Chefgouvernante des Grandhotels, seit 25 Jahren im Dienst und überall im Haus unterwegs. Doch dass es die 70 Zimmer und Suiten des historischen Grandhotels überhaupt noch gibt, ist nur einer ganz besonderen Initiative zu verdanken: Als das Grandhotel Ende der 1970er-Jahre durch einen modernen Neubau ersetzt werden sollte, gründete der streitbare Umweltschützer Franz Weber die Stiftung "Giessbach dem Schweizervolk" und sammelte drei Millionen Franken, um das Hotel zu retten. Vera Weber, seine Tochter, erinnert sich lebhaft, wie sich ihre Familie damals in die "Alte Dame" verliebte. Heute kämpft sie an der Spitze der Stiftung gemeinsam mit dem Vorstand um die finanzielle Basis des Hauses. Immer noch spenden besonders engagierte Dauergäste Erbstücke aus der Zeit der Belle Époque - oft wertvolle Antiquitäten aus Familienbesitz. So kann mancher Stammgast im Grandhotel in den eigenen Möbeln wohnen.

Die zweite Folge der "Schweizer Hotelgeschichten" zeigt, wie es den Traditionshäusern gelingt, die Herausforderungen der neuen Zeit zu meistern ohne den ursprünglichen Geist zu verlieren. Eine faszinierende Entdeckungsreise in die Belle Époque.


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18:34
VPS 18:30

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Schweizer Hotelgeschichten (3/4)

Legenden am Berg

Film von Almut Faass und Anja Kindler

Erstausstrahlung

Ganzen Text anzeigen"Bellevue des Alpes" und "Schatzalp" - zwei legendäre Berghotels. Die dritte Folge erzählt von ihren Besitzern, ihren Gästen und der magischen Anziehungskraft der Alpen.

Berghotels als Stützpunkt und Zuflucht: Während Abenteurer und Alpinisten im "Bellevue" letzte ...

Text zuklappen"Bellevue des Alpes" und "Schatzalp" - zwei legendäre Berghotels. Die dritte Folge erzählt von ihren Besitzern, ihren Gästen und der magischen Anziehungskraft der Alpen.

Berghotels als Stützpunkt und Zuflucht: Während Abenteurer und Alpinisten im "Bellevue" letzte Kraft sammelten, um die berühmt berüchtigte Eiger-Nordwand zu bezwingen, fuhr das feine Bürgertum nach Davos, um im Luxussanatorium Heilung an Körper und Seele zu finden.

Das legendäre Berghotel "Bellevue des Alpes" auf der Kleinen Scheidegg im Berner Oberland steht wie kein anderes Haus für die teils waghalsigen Eroberungen der umliegenden Gipfel. Alle großen Bergsteiger des 20. Jahrhunderts quartierten sich im Grandhotel ein, um die Eiger-Nordwand zu bezwingen, die lange Zeit als schwerste Route der Alpen galt. Von der Hotelterrasse beobachteten Gäste und Weltpresse das Kräftemessen der Seilschaften in der Wand. Vermutlich würde das Hotel ohne die Zahnradbahnen, die sich über die Passhöhe hinauf zum Jungfraujoch kämpfen, nicht existieren. Heute bringen die Bergbahnen scharenweise Tagestouristen aus aller Welt auf die Aussichtsplattform in knapp 3400 Metern Höhe.

Im geschichtsträchtigen "Bellevue des Alpes" geht es ruhiger und vornehmer zu. Andreas von Almen, der das Traditionshaus zusammen mit seiner Frau Silvia in fünfter Generation führt, hat alles darangesetzt, den authentischen Charakter des Grandhotels zu bewahren. Mit unermüdlichem Einsatz und viel Liebe zum Detail, ist es den von Almens gelungen, den Geist vergangener Zeiten wieder aufleben zu lassen. Die Lobby ist im viktorianischen Stil errichtet, Bar und Speisesaal atmen die Luft der 1920er-Jahre.

In den Fluren und Salons baumeln historische Kronleuchter von den Decken, und originale Ohrensessel stehen auf knarrenden Parkettböden. Fernseher oder Spa-Bereich sucht man im Hotel vergebens - der Luxus im "Bellevue des Alpes" besteht bis heute einzig aus Badewanne, heißem Wasser und einem unvergleichlichen Blick auf die Eiger-Nordwand. Früher bestach das Hotel mit Annehmlichkeiten in hochalpiner Kulisse, heute ist es der Charme einer Zeitreise im Angesicht von Eiger, Mönch und Jungfrau, der die Gäste fasziniert. Auch in Davos waren es nicht zuletzt die Berge, die das feine Bürgertum in luftige Höhen lockte.

Am Vorabend des Ersten Weltkriegs traf sich im Luxussanatorium Schatzalp das Who-is-Who der europäischen Gesellschaft zur Liegekur in heilsamer Bergluft. 300 Meter hoch über Davos gelegen, war das um 1900 eröffnete Sanatorium von Anfang an mehr Hotel als Klinik für seine reichen und oft prominenten Gäste. Auch Katia Mann war 1912 Patientin in Davos. Sie schrieb ihrem Ehegatten Thomas Mann von ihren illustren und oft skurrilen Mitpatienten, die den Schriftsteller schließlich zu seinem weltberühmten Roman "Zauberberg" inspirierten. Und weil Thomas Mann einzig die Schatzalp namentlich in seinem Roman erwähnte, machte er das Haus unsterblich.

Mit der Entdeckung des Antibiotikums Streptomyzin fanden die Liegekuren ein Ende, und so wurde das Luxussanatorium in den 1950er-Jahren endgültig zum Hotel umgebaut. Elegant streckt sich das Gebäude noch heute 100 Meter am Südhang entlang. Hier oben scheint die Sonne zwei Stunden länger als im Tal. Die Jugendstilfassade mit den großzügigen Balkonen ist schon ein wenig verblichen, doch noch immer besticht das Haus durch seine großzügigen Gesellschaftsräume und einen einmaligen botanischen Garten. Hier ist Klaus Oetjen Herr der größten Edelweißsammlung der Alpen. Sein Alpinum, aber auch das Haus selbst, ziehen noch immer Gäste aus aller Welt an. Für ein Luxushotel hat die Schatzalp vielleicht zu wenig Komfort. Doch die Reisenden, die hierherkommen, wollen vor allem eins: einmal im Leben die besondere Atmosphäre des "Zauberbergs" erleben, hoch über den Wolken von Davos.

Und jedes Mal, wenn hier oben eine Hochzeit gefeiert wird, kehrt auch ein bisschen vom Glanz vergangener Tage ins Hotel zurück. Die Geschichte sei wichtig für das Haus, sagt Direktor Linder, weil sie nahezu in jedem Raum spürbar sei. Kein Wunder, dass hier oben auch immer wieder Dreharbeiten für Filme stattfinden. Wer die Schatzalp managt, sagt der Direktor, werde unweigerlich zu ihrem Denkmalpfleger, Ausstattungskünstler, Improvisator, Kunstkenner, Stilberater und Liebhaber.

Der dritte Teil der Reihe "Schweizer Hotelgeschichten" blickt vor der majestätischen Kulisse von Eiger, Mönch und Jungfrau auf den Alltag des legendären "Bellevue des Alpes".


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19:26
VPS 19:25

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Schweizer Hotelgeschichten (4/4)

Stadtpalais mit Tradition

Film von Almut Faass und Kristina Forbat

Erstausstrahlung

Ganzen Text anzeigenDie letzte Folge der Reihe stellt zwei weltberühmte Stadthotels vor: "The Dolder Grand" in Zürich und "Les Trois Rois" in Basel. Treffpunkte der High Society - damals wie heute.

Städte pulsieren, wachsen, verändern sich - und mit ihnen die Hotels. In den ...

Text zuklappenDie letzte Folge der Reihe stellt zwei weltberühmte Stadthotels vor: "The Dolder Grand" in Zürich und "Les Trois Rois" in Basel. Treffpunkte der High Society - damals wie heute.

Städte pulsieren, wachsen, verändern sich - und mit ihnen die Hotels. In den traditionsreichen Häusern lässt sich erleben, wie sehr sich die modernen Lebens- und Reisegewohnheiten verändert haben. Zeitgemäße Ansprüche, denen die Grandhotels gerecht werden müssen.

Das Fünfsternehaus "Les Trois Rois" am Rhein in Basel ist eines der ältesten Grandhotels der Schweiz. 1681 wird es zum ersten Mal erwähnt. Schon Kaiser Napoleon aß hier zu Mittag. Theodor Herzl, der geistige Vater Israels, schlief hier, und auch Queen Elizabeth war schon zu Gast. Später mieteten die Rolling Stones eine ganze Etage und sprangen nach durchzechter Nacht von der wohl schönsten Hotelterrasse Basels in den Rhein. Im traditionsreichen "Les Trois Rois" trifft Geschichte auf Moderne, versteckt sich modernste Technik hinter kostbaren Antiquitäten. Wer die Schwellenangst überwindet und einen Tisch im kleinen Sterne-Restaurant des Hauses "Le Cheval Blanc" ergattert, wird von Chefkoch Peter Knogl bekocht - und manchmal auch persönlich begrüßt. Drei Sterne und 19 Gault-Millau-Punkte hat Knogl schon bekommen. Mehr geht nicht.

Der eigentliche Luxus im "Les Trois Rois" aber ist die persönliche Zuwendung. Und so erscheint es mehr als passend, dass das Haus den wohl letzten Liftboy Europas beschäftigt - obwohl jeder Hotelgast sicher auch allein die goldglänzenden Knöpfe des Aufzugs drücken könnte. Chefconcierge Cristina Bally - die erste weibliche Concierge der Schweiz - ist bewusst, dass ihre Gäste immer selbständiger werden. Umso wichtiger sind die Wertschätzung und Anteilnahme, die sie ihnen entgegenbringt. Sie lässt die Zuschauer teilhaben an einem ausgefallenen Sonderwunsch eines prominenten Gastes.

Ein besonderes Highlight des Hauses ist die Hotelterrasse direkt am Rhein. Hier treffen sich gleichermaßen Einheimische und internationale Gäste zum "Afternoon Tea". Und hier kann man tatsächlich auch einem letzten traditionellen Laster frönen: dem Rauchen von Zigarren. Barchef Thomas Huhn ist ein ausgewiesener Zigarrenkenner und hat jede der 155 verschiedenen Sorten mindestens schon einmal probiert.

Für Rockstars und andere, die es sich leisten können, liegt der wahre Luxus wohl darin, in einer pulsierenden Metropole Ruhe und viel Raum für sich vorzufinden. So werden auch in Zürich im Fünf-Sterne-City-Resort "The Dolder Grand" Träume wahr, noch bevor sie der Gast ausspricht. Nicht zuletzt dank Randy Hitti, dem jungen Leiter des Butler-Teams, der die geheimen Wünsche seiner Suiten-Gäste bereits vor ihrer Anreise erahnt und sie - oft gemeinsam mit Chef-Floristin Cristina Mathis - Wirklichkeit werden lässt.

Oberhalb der Stadt Zürich, mitten im Grünen am Adlisberg, thront das von Sir Norman Foster renovierte Märchenschloss "The Dolder Grand". Nicht nur eine internationale Klientel zieht das durchdesignte Interieur des Hauses an: Manch anspruchsvoller Züricher genießt hier regelmäßig eine Spa-Behandlung oder ein Zwölf-Gänge-Menü in Heiko Nieders Sterneküche "The Restaurant". Absolute Diskretion und Intimität ist hier jedem gewiss.

Von Anbeginn wollte der Schweizer Bauherr Heinrich Hürlimann, der 1899 das "Dolder Grand Hotel & Curhaus" eröffnete, einen Naherholungsort für die lokale Bevölkerung schaffen, zu dem diese per Seilbahn hinauf ins Grüne fahren konnte. Mit einem Golfplatz, später einem Wellenbad und einer eigenen Kunsteisbahn bewies das Hotel seinen Innovationsgeist.

Traditionshäuser wie "The Dolder Grand" und "Les Trois Rois" haben es geschafft, sich der globalen Konkurrenz zu stellen und ihren Wurzeln treu zu bleiben. Im vierten und letzten Teil der Reihe "Schweizer Hotelgeschichten" stehen Butler, Köche, Concierges und Floristen im Mittelpunkt, die mit vielen anderen fleißigen Hände dafür sorgen, dass "ihr" Grandhotel am Puls der Zeit und der Aufenthalt für die Reisenden in besonderer Erinnerung bleibt.


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20:18
VPS 20:15

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Mit AudiodeskriptionDolby-Digital 5.1 AudioVideotext Untertitel

Das Sacher. In bester Gesellschaft (1/2)

Fernsehfilm, Österreich 2016

Darsteller:
Anna SacherUrsula Strauss
Konstanze von TraunsteinJosefine Preuß
Martha AderholdJulia Koschitz
Hans-Georg von TraunsteinLaurence Rupp
Maximilian AderholdFlorian Stetter
Josef von TraunsteinPeter Simonischek
u.a.
Buch: Rodica Döhnert
Regie: Robert Dornhelm

Ganzen Text anzeigenWährend Anna Sacher ihr Hotel zum wichtigsten Treffpunkt der k.-u.-k.-Elite macht, entspinnt sich zwischen ihren Gästen eine komplizierte Ménage à quatre.

Zugleich drängt in den Katakomben der nahe gelegenen Oper ein dunkles Geheimnis ans Licht, und mit den ...

Text zuklappenWährend Anna Sacher ihr Hotel zum wichtigsten Treffpunkt der k.-u.-k.-Elite macht, entspinnt sich zwischen ihren Gästen eine komplizierte Ménage à quatre.

Zugleich drängt in den Katakomben der nahe gelegenen Oper ein dunkles Geheimnis ans Licht, und mit den Umbrüchen des neuen Jahrhunderts erscheinen die Vorboten eines Krieges, der Europa für immer verändern wird.

In der Nacht, als Hotelier Eduard Sacher stirbt, wird die elfjährige Marie, uneheliche Tochter einer Wäscherin im Hotel, entführt und in die Katakomben der Oper gesperrt. Doch "oben" geht das Leben weiter: Sachers Witwe Anna kämpft um ihre Konzession als k.-u.-k.-Hoflieferantin, und in der Lobby des Hotels trifft die junge Fürstin Konstanze von Traunstein auf die Berliner Verlegerin Martha Aderhold.

Die Freundschaft der beiden ungleichen Frauen, aber auch Konstanzes Doppelleben als Mutter und Bestsellerautorin geraten in Gefahr, als Konstanze eine Affäre mit Marthas Ehemann, dem erfolglosen Schriftsteller Maximilian, beginnt. Aber was hat Hans-Georg von Traunstein, Freimaurer und Konstanzes Ehemann, mit der verschwundenen Marie zu tun?

Das legendäre Hotel, bis heute Inbegriff Wiener Lebensart, wird im historischen Zweiteiler "Das Sacher. In bester Gesellschaft" zum Schauplatz eines vielschichtigen Gesellschaftsdramas. In eng miteinander verwobenen Strängen, die einen modernen Genremix aus Melodram und Sittengemälde, Krimi- und Thriller-Elementen schaffen, wird entlang der bewegten Lebenslinien der Protagonisten eine Chronik des Glanzes und des Untergangs im alten Österreich erzählt.


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21:56
VPS 21:50

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Mit AudiodeskriptionDolby-Digital 5.1 AudioVideotext Untertitel

Das Sacher. In bester Gesellschaft (2/2)

Fernsehfilm, Österreich 2016

Darsteller:
Anna SacherUrsula Strauss
Konstanze von TraunsteinJosefine Preuß
Martha AderholdJulia Koschitz
Hans-Georg von TraunsteinLaurence Rupp
Maximilian AderholdFlorian Stetter
Josef von TraunsteinPeter Simonischek
u.a.
Buch: Rodica Döhnert
Regie: Robert Dornhelm

Ganzen Text anzeigenAls die Aderholds zu Silvester 1900 von Konstanze zur Feier ins Sacher eingeladen werden, zögern sie: Hält ihre Ehe einer weiteren Begegnung mit den Traunsteins stand?

Während Anna Sacher mithilfe ihrer "Sacher-Buben" und ihrer Freunde am kaiserlichen Hof an ...

Text zuklappenAls die Aderholds zu Silvester 1900 von Konstanze zur Feier ins Sacher eingeladen werden, zögern sie: Hält ihre Ehe einer weiteren Begegnung mit den Traunsteins stand?

Während Anna Sacher mithilfe ihrer "Sacher-Buben" und ihrer Freunde am kaiserlichen Hof an gesellschaftlichem Einfluss gewinnt und dafür ihre Familie aufs Spiel setzt, bringt die ihrem Peiniger entkommene Marie das Leben im Hause Traunstein durcheinander.

Das legendäre Hotel, bis heute Inbegriff Wiener Lebensart, wird im historischen Zweiteiler "Das Sacher. In bester Gesellschaft" zum Schauplatz eines vielschichtigen Gesellschaftsdramas. In eng miteinander verwobenen Strängen, die einen modernen Genremix aus Melodram und Sittengemälde, Krimi- und Thriller-Elementen schaffen, wird entlang der bewegten Lebenslinien der Protagonisten eine Chronik des Glanzes und des Untergangs im alten Österreich erzählt.


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23:39
VPS 23:35

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Dolby-Digital 5.1 Audio

Hotel Lux

Fernsehfilm, Deutschland 2013

Darsteller:
Hans ZeisigMichael Bully Herbig
Siegfried MeyerJürgen Vogel
Frida van OortenThekla Reuten
StalinValery Grishko
JeschowAlexander Senderovich
Wassili UlrichJuraj Kukura
Georgi DimitroffThomas Thieme
UpitGennadi Vengerov
MamaJosef Ostendorf
u.a.
Buch: Leander Haußmann
Regie: Leander Haußmann
Länge: 98 Minuten

Ganzen Text anzeigenDas war ein Hitler-Gag zu viel: Der Komiker und Stalin-Parodist Hans Zeisig muss 1938 mit falschen Papieren aus Nazi-Berlin fliehen. - Deutsche Tragikomödie von Leander Haußmann.

Eigentlich träumt er von einer Karriere in Hollywood, doch er landet in Moskau und ...
(ARD/WDR)

Text zuklappenDas war ein Hitler-Gag zu viel: Der Komiker und Stalin-Parodist Hans Zeisig muss 1938 mit falschen Papieren aus Nazi-Berlin fliehen. - Deutsche Tragikomödie von Leander Haußmann.

Eigentlich träumt er von einer Karriere in Hollywood, doch er landet in Moskau und gerät in das berüchtigte Exilantenhotel "Lux". Es ist der Zufluchtsort kommunistischer Funktionäre aus aller Welt und insbesondere aus Deutschland.

Der sowjetische Geheimdienst verwechselt Zeisig mit dem abtrünnigen Leibastrologen Adolf Hitlers. So gerät der unpolitische Entertainer zwischen die Fronten blutiger Intrigen in Josef Stalins Machtapparat. Zu seiner Überraschung trifft Zeisig im "Lux" auch seinen früheren Bühnenpartner, den jüdischen Hitler-Parodisten Siggi Meyer, und die niederländische Untergrundkämpferin Frida van Oorten wieder, die beide fest an das Gute im Kommunismus glauben. Für die drei Freunde beginnt ein Abenteuer auf Leben und Tod.


(ARD/WDR)


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1:15
VPS 01:10

Mit Audiodeskription

Ein verlockendes Angebot

Komödie, Deutschland 2007

Darsteller:
MariaChristiane Paul
JanDevid Striesow
Georg StolzenbergRichy Müller
SilkePetra Kelling
EstherStephanie Schönfeld
u.a.
Buch: Güzin Kar, Laila Stieler
Regie: Tim Trageser
Länge: 90 Minuten

Ganzen Text anzeigenJan und Maria wohnen mit ihrer Tochter in einem kleinen Dorf in Thüringen. Maria ist Köchin, Jan Kfz-Schlosser. Sie sind zufrieden. doch als Maria ihren Job verliert, ändert sich alles.

Maria sieht sich schon als Langzeitarbeitslose, doch dann erhält sie ein ...

Text zuklappenJan und Maria wohnen mit ihrer Tochter in einem kleinen Dorf in Thüringen. Maria ist Köchin, Jan Kfz-Schlosser. Sie sind zufrieden. doch als Maria ihren Job verliert, ändert sich alles.

Maria sieht sich schon als Langzeitarbeitslose, doch dann erhält sie ein verlockendes Angebot: Sie, die einfache Köchin vom Landgasthof, könnte in einem eleganten Berliner Hotel arbeiten und ihr eigenes Restaurant aufbauen. Jan rät Maria, zuzusagen.

Und so schlittert das Paar in ein Leben als Wochenendbeziehung hinein und sieht sich schon bald Anforderungen ausgesetzt, mit denen es bisher nie zu tun hatte: Jan muss lernen, wie man Linsensuppe und Holundertee kocht und wie viel Zuwendung ein Kind braucht. Maria muss sich gegen einen feindseligen Chefkoch zur Wehr setzen und lernen, sich in einer Großstadt zurechtzufinden. Und beide müssen mit Entfernung, Einsamkeit und auch den Verführungen des neuen Alltags umgehen.

Jan gewinnt als "alleinerziehender" Vater bald die Sympathie und Fürsorge der weiblichen Dorfbevölkerung. Maria fühlt sich angezogen vom attraktiven, weltmännischen Hotelchef Georg, der sie schätzt, verehrt und umwirbt. Und als beide die Flucht vor der schwierigen Beziehungsarbeit antreten und sich in Affären stürzen, lösen sie damit eine Kettenreaktion aus, die ihrer Ehe auf ganz eigene Weise neuen Schwung gibt.

Christiane Paul muss sich als Köchin im Fernsehfilm "Ein verlockendes Angebot" gleich mehrmals entscheiden: Familie oder Liebhaber, Thüringen oder Berlin, arbeitslos oder Karriere?


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2:44
VPS 02:40

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Schweizer Hotelgeschichten (1/4)

Nobelherbergen für die Briten

Film von Kristina Forbat und Anja Kindler

Ganzen Text anzeigenDie Reihe stellt Schweizer Grandhotels vor. In Teil eins geht es um das "Montreux Palace" und das "Monte Rosa": zwei Hotels, die von den Anfängen der Schweizer Tourismusgeschichte erzählen.

Hinter ihren ehrwürdigen Gemäuern, in verstaubten Kellerräumen, in alten ...

Text zuklappenDie Reihe stellt Schweizer Grandhotels vor. In Teil eins geht es um das "Montreux Palace" und das "Monte Rosa": zwei Hotels, die von den Anfängen der Schweizer Tourismusgeschichte erzählen.

Hinter ihren ehrwürdigen Gemäuern, in verstaubten Kellerräumen, in alten Büchern und Vitrinen verbergen sich auch die Hinterlassenschaften von britischen Reisenden, die die Hotels und ihre Umgebung zu dem machten, was sie heute sind: touristische Sehnsuchtsorte.

Die ersten Gäste im Hotel "Monte Rosa", der ältesten Herberge des hochalpinen Ferienorts Zermatt, waren Forscher, Literaten und Künstler auf der Erkundung einer ihnen noch völlig unbekannten Alpenlandschaft. Allen voran waren es Lords und Gentlemen von den britischen Inseln, die diese wilde Bergwelt entdeckten und ihre Kräfte an den Steilhängen maßen. In den folgenden Jahren entwickelte sich Zermatt zum Mekka des Bergsteigens, und das "Monte Rosa" wurde zum Basislager für die Eroberung des damals noch als unbezwingbar geltenden Matterhorns. Edward Whymper, der 1865 als Erster auf dem Gipfel des Viertausenders stand, war Stammgast des Hotels. Seither ziehen das traditionsreiche Haus und das kleine Bergdorf Zermatt Wintersportler, Bergsteiger und Wanderer aus aller Welt an. Heute kommt die einstige Herberge allen modernen Ansprüchen eines Luxushotels nach, ohne seinen einstigen Charme verloren zu haben.

Nicht nur die schwer zugänglichen Höhenlagen der Schweizer Bergwelt reizten die Engländer, auch der Genfer See war ein beliebtes Reiseziel der vornehmen Gesellschaft. So wurden dort bereits in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts elegante Paläste errichtet, darunter das "Hotel du Cygne", der Vorgänger des heutigen "Montreux Palace" im mondänen Montreux. Der britische Dichter Lord Byron besuchte das benachbarte Wasserschloss "Château de Chillon", verewigte sich dort mit seinem Namen und widmete diesem das Gedicht "Der Gefangene von Chillon". Byrons Gedicht wurde zum internationalen Kassenerfolg und machte das Schloss Chillon samt Montreux weltberühmt.

Heute ist Montreux vor allem für Eines bekannt: das "Montreux Jazz Festival". Einige der Stammgäste, die ab den 1970er-Jahren das Hotel immer wieder aufsuchten - etwa Freddie Mercury - schrieben dort Musikgeschichte und sind am Ufer des Genfer Sees verewigt. Jahr für Jahr bereiten sich die Mitarbeiter des "Palace" auf das Festival vor, denn es ist DIE Herberge der Stars und Austragungsort zugleich. Ein herrlicher Ausnahmezustand für den Maître d'Hôtel und seine Kollegen, wenn binnen kürzester Zeit Hunderte VIP-Festivalbesucher verköstigt werden müssen. Dann müssen alle mit anpacken, samt der Hotelleitung. Zu später Stunde kann es in der hoteleigenen "Funky Claude's Bar" gut passieren, dass sich der eine oder andere Star unter das Volk mischt.


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3:36
VPS 03:30

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Schweizer Hotelgeschichten (2/4)

Schlösser der Belle Époque

Film von Almut Faass und Kristina Forbat

Ganzen Text anzeigenFolge Zwei erzählt von der Sehnsucht des Großbürgertums nach Erholung und Freizeit in den vornehmen Hotelpalästen um 1900. Im Fokus: das "Grandhotel Giessbach" und das "Waldhaus Sils".

Eingebettet in die malerische Kulisse der Schweizer Bergwelt dienen sie seit ...

Text zuklappenFolge Zwei erzählt von der Sehnsucht des Großbürgertums nach Erholung und Freizeit in den vornehmen Hotelpalästen um 1900. Im Fokus: das "Grandhotel Giessbach" und das "Waldhaus Sils".

Eingebettet in die malerische Kulisse der Schweizer Bergwelt dienen sie seit jeher als Treffpunkte der vornehmen, europäischen Gesellschaft. Ihre Architektur und ihre historischen Interieurs zeugen von der glanzvollen Ära der Belle Époque.

Der wirtschaftliche Aufschwung, der Ausbau der Verkehrsnetze in der Schweiz und sinkende Transportkosten führten dazu, dass sich um die Jahrhundertwende immer mehr Menschen eine Auszeit in den Bergen gönnten. So wurden die Grandhotels zu bürgerlichen Palästen auf Zeit, in deren Gesellschaftsräumen und Lesesälen sich berühmte Denker und Literaten wie Thomas Mann, Hermann Hesse oder Albert Einstein begegnen konnten.

Auf der Suche nach Inspiration in der Abgeschiedenheit nächtigten sie damals auch im "Waldhaus Sils". In 1800 Metern über dem Meeresspiegel thront es strahlend weiß mit seinen Türmen und Zinnen wie eine Festung, umrahmt von den imposanten Dreitausendern Piz Corvatsch und Piz Lagrev im Oberengadin. Bis heute ist das Fünf-Sterne-Hotel ein Ort, an dem die Zeit ihr ganz eigenes Tempo hat - und dabei viel Raum gibt für kulturelles Schaffen.

Seit seiner Gründung im Jahr 1908 ist das Haus in Familienbesitz. An einem persönlichen Umgang ohne Glamour-Attitüden halten auch die beiden jungen Direktoren Claudio und Patrick Dietrich fest. Gewisse Traditionen überdauerten alle fünf Generationen. So ist das tägliche, gemeinsame Mittagessen der Hoteliers-Familie ein festes Ritual. An den Jugendstillampen oder der ursprünglichen Einrichtung in den Fluren, Zimmern und Sälen rühren die Besitzer nur, wenn etwas repariert werden muss, möglichst originalgetreu. Jeden Morgen wird die "Magneta", eine Uhrenanlage aus der Gründungszeit, aufgezogen, die ein Dutzend Nebenuhren steuert. Auch ein "Welte-Mignon", das erste mechanische Reproduktionsklavier, wird seit vier Jahrzehnten liebevoll von Haustechniker Guido Schmidt gepflegt. Der hohe Anteil wiederkehrender Gäste schätzt den eigenwilligen Charakter der Hoteliers und die Spuren der Geschichte. Das "Waldhaus" war und ist "ein kleines Europa".

Auch das "Grandhotel Giessbach" war bei den Reisenden überaus beliebt. Sie kamen vor allem, um den imposanten Giessbachwasserfall zu bestaunen, der direkt am Hotel 400 Meter in die Tiefe stürzt. Das "Grandhotel Giessbach" liegt im Berner Oberland, oberhalb des Brienzer Sees. Schon die Anreise hierher, mit dem Schiff über das gletscherblaue Wasser, ist wie eine Reise in eine vergangene Zeit. Vom hoteleigenen Schiffsanleger bringt eine Bergbahn die Gäste die letzten 100 Meter hoch ins Hotel. Seit 1879 läuft sie - und ist damit die älteste touristisch betriebene Standseilbahn Europas.

Im Hotel treffen die Reisenden dann meistens auf Slavka Lazic, Chefgouvernante des Grandhotels, seit 25 Jahren im Dienst und überall im Haus unterwegs. Doch dass es die 70 Zimmer und Suiten des historischen Grandhotels überhaupt noch gibt, ist nur einer ganz besonderen Initiative zu verdanken: Als das Grandhotel Ende der 1970er-Jahre durch einen modernen Neubau ersetzt werden sollte, gründete der streitbare Umweltschützer Franz Weber die Stiftung "Giessbach dem Schweizervolk" und sammelte drei Millionen Franken, um das Hotel zu retten. Vera Weber, seine Tochter, erinnert sich lebhaft, wie sich ihre Familie damals in die "Alte Dame" verliebte. Heute kämpft sie an der Spitze der Stiftung gemeinsam mit dem Vorstand um die finanzielle Basis des Hauses. Immer noch spenden besonders engagierte Dauergäste Erbstücke aus der Zeit der Belle Époque - oft wertvolle Antiquitäten aus Familienbesitz. So kann mancher Stammgast im Grandhotel in den eigenen Möbeln wohnen.

Die zweite Folge der "Schweizer Hotelgeschichten" zeigt, wie es den Traditionshäusern gelingt, die Herausforderungen der neuen Zeit zu meistern ohne den ursprünglichen Geist zu verlieren. Eine faszinierende Entdeckungsreise in die Belle Époque.


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4:27
VPS 04:20

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Schweizer Hotelgeschichten (3/4)

Legenden am Berg

Film von Almut Faass und Anja Kindler

Ganzen Text anzeigen"Bellevue des Alpes" und "Schatzalp" - zwei legendäre Berghotels. Die dritte Folge erzählt von ihren Besitzern, ihren Gästen und der magischen Anziehungskraft der Alpen.

Berghotels als Stützpunkt und Zuflucht: Während Abenteurer und Alpinisten im "Bellevue" letzte ...

Text zuklappen"Bellevue des Alpes" und "Schatzalp" - zwei legendäre Berghotels. Die dritte Folge erzählt von ihren Besitzern, ihren Gästen und der magischen Anziehungskraft der Alpen.

Berghotels als Stützpunkt und Zuflucht: Während Abenteurer und Alpinisten im "Bellevue" letzte Kraft sammelten, um die berühmt berüchtigte Eiger-Nordwand zu bezwingen, fuhr das feine Bürgertum nach Davos, um im Luxussanatorium Heilung an Körper und Seele zu finden.

Das legendäre Berghotel "Bellevue des Alpes" auf der Kleinen Scheidegg im Berner Oberland steht wie kein anderes Haus für die teils waghalsigen Eroberungen der umliegenden Gipfel. Alle großen Bergsteiger des 20. Jahrhunderts quartierten sich im Grandhotel ein, um die Eiger-Nordwand zu bezwingen, die lange Zeit als schwerste Route der Alpen galt. Von der Hotelterrasse beobachteten Gäste und Weltpresse das Kräftemessen der Seilschaften in der Wand. Vermutlich würde das Hotel ohne die Zahnradbahnen, die sich über die Passhöhe hinauf zum Jungfraujoch kämpfen, nicht existieren. Heute bringen die Bergbahnen scharenweise Tagestouristen aus aller Welt auf die Aussichtsplattform in knapp 3400 Metern Höhe.

Im geschichtsträchtigen "Bellevue des Alpes" geht es ruhiger und vornehmer zu. Andreas von Almen, der das Traditionshaus zusammen mit seiner Frau Silvia in fünfter Generation führt, hat alles darangesetzt, den authentischen Charakter des Grandhotels zu bewahren. Mit unermüdlichem Einsatz und viel Liebe zum Detail, ist es den von Almens gelungen, den Geist vergangener Zeiten wieder aufleben zu lassen. Die Lobby ist im viktorianischen Stil errichtet, Bar und Speisesaal atmen die Luft der 1920er-Jahre.

In den Fluren und Salons baumeln historische Kronleuchter von den Decken, und originale Ohrensessel stehen auf knarrenden Parkettböden. Fernseher oder Spa-Bereich sucht man im Hotel vergebens - der Luxus im "Bellevue des Alpes" besteht bis heute einzig aus Badewanne, heißem Wasser und einem unvergleichlichen Blick auf die Eiger-Nordwand. Früher bestach das Hotel mit Annehmlichkeiten in hochalpiner Kulisse, heute ist es der Charme einer Zeitreise im Angesicht von Eiger, Mönch und Jungfrau, der die Gäste fasziniert. Auch in Davos waren es nicht zuletzt die Berge, die das feine Bürgertum in luftige Höhen lockte.

Am Vorabend des Ersten Weltkriegs traf sich im Luxussanatorium Schatzalp das Who-is-Who der europäischen Gesellschaft zur Liegekur in heilsamer Bergluft. 300 Meter hoch über Davos gelegen, war das um 1900 eröffnete Sanatorium von Anfang an mehr Hotel als Klinik für seine reichen und oft prominenten Gäste. Auch Katia Mann war 1912 Patientin in Davos. Sie schrieb ihrem Ehegatten Thomas Mann von ihren illustren und oft skurrilen Mitpatienten, die den Schriftsteller schließlich zu seinem weltberühmten Roman "Zauberberg" inspirierten. Und weil Thomas Mann einzig die Schatzalp namentlich in seinem Roman erwähnte, machte er das Haus unsterblich.

Mit der Entdeckung des Antibiotikums Streptomyzin fanden die Liegekuren ein Ende, und so wurde das Luxussanatorium in den 1950er-Jahren endgültig zum Hotel umgebaut. Elegant streckt sich das Gebäude noch heute 100 Meter am Südhang entlang. Hier oben scheint die Sonne zwei Stunden länger als im Tal. Die Jugendstilfassade mit den großzügigen Balkonen ist schon ein wenig verblichen, doch noch immer besticht das Haus durch seine großzügigen Gesellschaftsräume und einen einmaligen botanischen Garten. Hier ist Klaus Oetjen Herr der größten Edelweißsammlung der Alpen. Sein Alpinum, aber auch das Haus selbst, ziehen noch immer Gäste aus aller Welt an. Für ein Luxushotel hat die Schatzalp vielleicht zu wenig Komfort. Doch die Reisenden, die hierherkommen, wollen vor allem eins: einmal im Leben die besondere Atmosphäre des "Zauberbergs" erleben, hoch über den Wolken von Davos.

Und jedes Mal, wenn hier oben eine Hochzeit gefeiert wird, kehrt auch ein bisschen vom Glanz vergangener Tage ins Hotel zurück. Die Geschichte sei wichtig für das Haus, sagt Direktor Linder, weil sie nahezu in jedem Raum spürbar sei. Kein Wunder, dass hier oben auch immer wieder Dreharbeiten für Filme stattfinden. Wer die Schatzalp managt, sagt der Direktor, werde unweigerlich zu ihrem Denkmalpfleger, Ausstattungskünstler, Improvisator, Kunstkenner, Stilberater und Liebhaber.

Der dritte Teil der Reihe "Schweizer Hotelgeschichten" blickt vor der majestätischen Kulisse von Eiger, Mönch und Jungfrau auf den Alltag des legendären "Bellevue des Alpes".


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HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Schweizer Hotelgeschichten (4/4)

Stadtpalais mit Tradition

Film von Almut Faass und Kristina Forbat

Ganzen Text anzeigenDie letzte Folge der Reihe stellt zwei weltberühmte Stadthotels vor: "The Dolder Grand" in Zürich und "Les Trois Rois" in Basel. Treffpunkte der High Society - damals wie heute.

Städte pulsieren, wachsen, verändern sich - und mit ihnen die Hotels. In den ...

Text zuklappenDie letzte Folge der Reihe stellt zwei weltberühmte Stadthotels vor: "The Dolder Grand" in Zürich und "Les Trois Rois" in Basel. Treffpunkte der High Society - damals wie heute.

Städte pulsieren, wachsen, verändern sich - und mit ihnen die Hotels. In den traditionsreichen Häusern lässt sich erleben, wie sehr sich die modernen Lebens- und Reisegewohnheiten verändert haben. Zeitgemäße Ansprüche, denen die Grandhotels gerecht werden müssen.

Das Fünfsternehaus "Les Trois Rois" am Rhein in Basel ist eines der ältesten Grandhotels der Schweiz. 1681 wird es zum ersten Mal erwähnt. Schon Kaiser Napoleon aß hier zu Mittag. Theodor Herzl, der geistige Vater Israels, schlief hier, und auch Queen Elizabeth war schon zu Gast. Später mieteten die Rolling Stones eine ganze Etage und sprangen nach durchzechter Nacht von der wohl schönsten Hotelterrasse Basels in den Rhein. Im traditionsreichen "Les Trois Rois" trifft Geschichte auf Moderne, versteckt sich modernste Technik hinter kostbaren Antiquitäten. Wer die Schwellenangst überwindet und einen Tisch im kleinen Sterne-Restaurant des Hauses "Le Cheval Blanc" ergattert, wird von Chefkoch Peter Knogl bekocht - und manchmal auch persönlich begrüßt. Drei Sterne und 19 Gault-Millau-Punkte hat Knogl schon bekommen. Mehr geht nicht.

Der eigentliche Luxus im "Les Trois Rois" aber ist die persönliche Zuwendung. Und so erscheint es mehr als passend, dass das Haus den wohl letzten Liftboy Europas beschäftigt - obwohl jeder Hotelgast sicher auch allein die goldglänzenden Knöpfe des Aufzugs drücken könnte. Chefconcierge Cristina Bally - die erste weibliche Concierge der Schweiz - ist bewusst, dass ihre Gäste immer selbständiger werden. Umso wichtiger sind die Wertschätzung und Anteilnahme, die sie ihnen entgegenbringt. Sie lässt die Zuschauer teilhaben an einem ausgefallenen Sonderwunsch eines prominenten Gastes.

Ein besonderes Highlight des Hauses ist die Hotelterrasse direkt am Rhein. Hier treffen sich gleichermaßen Einheimische und internationale Gäste zum "Afternoon Tea". Und hier kann man tatsächlich auch einem letzten traditionellen Laster frönen: dem Rauchen von Zigarren. Barchef Thomas Huhn ist ein ausgewiesener Zigarrenkenner und hat jede der 155 verschiedenen Sorten mindestens schon einmal probiert.

Für Rockstars und andere, die es sich leisten können, liegt der wahre Luxus wohl darin, in einer pulsierenden Metropole Ruhe und viel Raum für sich vorzufinden. So werden auch in Zürich im Fünf-Sterne-City-Resort "The Dolder Grand" Träume wahr, noch bevor sie der Gast ausspricht. Nicht zuletzt dank Randy Hitti, dem jungen Leiter des Butler-Teams, der die geheimen Wünsche seiner Suiten-Gäste bereits vor ihrer Anreise erahnt und sie - oft gemeinsam mit Chef-Floristin Cristina Mathis - Wirklichkeit werden lässt.

Oberhalb der Stadt Zürich, mitten im Grünen am Adlisberg, thront das von Sir Norman Foster renovierte Märchenschloss "The Dolder Grand". Nicht nur eine internationale Klientel zieht das durchdesignte Interieur des Hauses an: Manch anspruchsvoller Züricher genießt hier regelmäßig eine Spa-Behandlung oder ein Zwölf-Gänge-Menü in Heiko Nieders Sterneküche "The Restaurant". Absolute Diskretion und Intimität ist hier jedem gewiss.

Von Anbeginn wollte der Schweizer Bauherr Heinrich Hürlimann, der 1899 das "Dolder Grand Hotel & Curhaus" eröffnete, einen Naherholungsort für die lokale Bevölkerung schaffen, zu dem diese per Seilbahn hinauf ins Grüne fahren konnte. Mit einem Golfplatz, später einem Wellenbad und einer eigenen Kunsteisbahn bewies das Hotel seinen Innovationsgeist.

Traditionshäuser wie "The Dolder Grand" und "Les Trois Rois" haben es geschafft, sich der globalen Konkurrenz zu stellen und ihren Wurzeln treu zu bleiben. Im vierten und letzten Teil der Reihe "Schweizer Hotelgeschichten" stehen Butler, Köche, Concierges und Floristen im Mittelpunkt, die mit vielen anderen fleißigen Hände dafür sorgen, dass "ihr" Grandhotel am Puls der Zeit und der Aufenthalt für die Reisenden in besonderer Erinnerung bleibt.