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Dezember 2018
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Donnerstag, 28. Dezember
Programmwoche 52/2017
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6:10
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Wilde Inseln: Sansibar

Film von Richard Kirby und Colin Collis

Ganzen Text anzeigenÖstlich von Tansania, 40 Kilometer vom afrikanischen Festland entfernt, liegt eine der exotischsten Inselgruppen der Welt: der Sansibar-Archipel. Sansibar ist die Insel der ungezähmten Wildnis.

Unberührte Buchten und azurblaues Wasser machen Sansibar zu einem ...

Text zuklappenÖstlich von Tansania, 40 Kilometer vom afrikanischen Festland entfernt, liegt eine der exotischsten Inselgruppen der Welt: der Sansibar-Archipel. Sansibar ist die Insel der ungezähmten Wildnis.

Unberührte Buchten und azurblaues Wasser machen Sansibar zu einem perfekten Ferienparadies. Doch wenn die Sonne langsam im Meer versinkt, bevölkern bizarre Kreaturen die Traumstrände.

Die Reihe ist eine filmische Liebeserklärung an die spektakulärsten Inseln der Erde, an Menschen, Tiere und Pflanzen, die diese Paradiese bevölkern. Evolution zeigt sich hier besonders deutlich und bildet die Grundlage für dramatische Geschichten. Seit Jahrtausenden vom Festland isoliert, haben sich die Lebewesen auf diesem begrenzten Raum an Nischen angepasst und in rasanter Geschwindigkeit neue Arten gebildet. Der Film zeigt noch nie gesehene Landschaften, extreme Jahreszeiten, einzigartige Lebewesen - filmisch festgehalten von Richard Kirby, einem der weltweit bekanntesten Wildlife-Kameramänner.


6:55
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Wilde Inseln: Falklandinseln

Film von Richard Kirby und Colin Collis

Ganzen Text anzeigenMitten im rauen Südatlantik, rund 400 Kilometer östlich der südamerikanischen Küste, liegen die Falklandinseln, eine Gruppe aus einigen großen und über 700 kleinen und kleinsten Inseln.

Weit entfernt von den Kontinenten, bieten sie bis heute eine fast unberührte ...

Text zuklappenMitten im rauen Südatlantik, rund 400 Kilometer östlich der südamerikanischen Küste, liegen die Falklandinseln, eine Gruppe aus einigen großen und über 700 kleinen und kleinsten Inseln.

Weit entfernt von den Kontinenten, bieten sie bis heute eine fast unberührte Natur, zumal viele der Inseln nie von Menschen besiedelt wurden. An den meist rauen und felsigen Küsten brüten unzählige Vögel. Vor allem Pinguine fühlen sich hier wohl.

Jeden Sommer erobern sie zu Hunderttausenden die Falklandinseln, um sich zu paaren und eine neue Pinguin-Generation aufzuziehen. Fünf der weltweit 17 Pinguin-Arten bilden hier gigantische Brutkolonien, obwohl ihnen das nicht immer leicht gemacht wird. Häufig müssen sie sich die Strände mit hungrigen Robben teilen.

Auf zwei watschelnde Frackträger kommt ein Schaf: Im grasbewachsenen Landesinneren der Inseln leben rund eine halbe Million Schafe, die von Menschen hier angesiedelt wurden. Die Wollproduzenten sind hier ganz klar in der Minderheit.


7:40
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Wilde Inseln: Galapagos

Film von Richard Kirby

Ganzen Text anzeigenDer Galapagos-Archipel liegt 1000 Kilometer westlich von Ecuador in Südamerika. Die Wildnis dieser Region ist unberührt und voller Leben.

Riesige Schildkröten, schwimmende Eidechsen und Kormorane, die ihre Flugfähigkeit verloren haben, sind nur einige der ...

Text zuklappenDer Galapagos-Archipel liegt 1000 Kilometer westlich von Ecuador in Südamerika. Die Wildnis dieser Region ist unberührt und voller Leben.

Riesige Schildkröten, schwimmende Eidechsen und Kormorane, die ihre Flugfähigkeit verloren haben, sind nur einige der einzigartigen Galapagos-Bewohner. Auf diesen Inseln - frei von menschlichen Einflüssen - konnte Charles Darwin die Naturgesetze studieren.

Die Dokumentationsreihe "Wilde Inseln" ist eine filmische Liebeserklärung an die spektakulärsten Archipele der Erde, an ihre Menschen, Tiere und Pflanzen, die in diesen Paradiesen ihre Heimat gefunden haben.


8:20
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Tasmanien - Insel am Ende der Welt

Film von Alfred Vendl und Steve Nicholls

(aus der ORF-Reihe "Universum")

Ganzen Text anzeigenDie Insel Tasmanien, südlich von Australien gelegen, bietet eine Vielzahl von Landschaftsformen, in denen sich die ungewöhnlichsten Tier- und Pflanzenarten wohl fühlen.

Ob schneebedeckte Berge oder saftige Heidelandschaften, üppige Regenwälder oder bizarre ...
(ORF)

Text zuklappenDie Insel Tasmanien, südlich von Australien gelegen, bietet eine Vielzahl von Landschaftsformen, in denen sich die ungewöhnlichsten Tier- und Pflanzenarten wohl fühlen.

Ob schneebedeckte Berge oder saftige Heidelandschaften, üppige Regenwälder oder bizarre Küsten: Tasmanien bietet eine Vielzahl von Landschaftsformen, in denen sich die ungewöhnlichsten Tierarten wohl fühlen: Tüpfelbeutelmarder, Tasmanischer Teufel und Schnabeltier.

Ursprünglich eine Sträflingsinsel, dann ein Land, dessen Bodenschätze und Waldreichtum jahrhundertelang rücksichtslos ausgebeutet wurden. Auf der anderen Seite ein Naturparadies, dessen einzigartige Schönheit bis heute unverwechselbar ist.

Der Kärntner Gustav Weindorfer, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts den ersten Naturpark Tasmaniens geschaffen hat, gilt bei den Einwohnern der Insel noch heute als Held. Ein Held, dessen Bemühungen um die Naturschönheiten Tasmaniens noch immer deutliche Auswirkungen zeigen. Heute gibt es über das ganze Land verstreut viele moderne "Weindorfer", Menschen, die ihr Leben der Erhaltung der einmaligen Natur Tasmaniens gewidmet haben: An der Nordwestküste lebt Geoff King, ein Tasmanier der fünften Generation. Er hat die Schafzucht aufgegeben, um sich einer faszinierenden Kreatur widmen zu können: dem Tasmanischen Teufel. Auf seiner Farm stehen die Tiere unter absolutem Schutz. Auf dem benachbarten australischen Festland sind die Tasmanischen Teufel schon lange verschwunden, doch hier auf Geoff Kings Familienfarm haben sie eine neue Heimat gefunden.

Am Rande der großen Wildnis im Südwesten hat Ray Green ein Schutzgebiet für Tasmaniens bedrohte Wildtiere eingerichtet. Hier kümmert er sich vorwiegend um kranke und verletzte Tiere wie Wombats oder Tüpfelbeutelmarder. Seiner Station mitten in der Wildnis gab Ray Green den Namen "Something Wild". Sie ist nicht nur eine Auffangstation für kranke und verletzte Tiere. Mitten im Schutzgebiet, im Fluss Tyenna, lebt eine Familie wilder Schnabeltiere, die Ray Greens ganzer Stolz sind.

In den mächtigen Eukalyptuswäldern im Nordosten ist der Buschmann Craig Willis zu Hause. Ob weißer Eukalyptus, Riesen- oder Königseukalyptus, der Wildhüter weiß genau, wo die Riesen dieser Baumarten stehen. Und an der Südostküste führt die Biologin Tonia Cochran ein Unternehmen, das sich auf sanften Tourismus spezialisiert hat. Die Biologin führt Naturliebhaber zu den seltensten Tieren Tasmaniens und an Plätze, die einiges über die erdgeschichtliche Entwicklung des Landes erzählen: Touren, die in die Vergangenheit des Kontinents führen - bis hin zu den seltenen Überresten des Urkontinents Gondwana.


(ORF)


9:05
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Sri Lanka - Insel der Hoffnung

Film von Werner Zips

Ganzen Text anzeigenSri Lanka feiert seine Wiedergeburt nach langem Bürgerkrieg. Beim zweiwöchigen Perahera-Fest steht die alte Königsstadt Kandy im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses.

Im Schatten der Feierlichkeiten von Kandy findet zeitgleich die Perahera von Kataragama statt. ...
(ORF)

Text zuklappenSri Lanka feiert seine Wiedergeburt nach langem Bürgerkrieg. Beim zweiwöchigen Perahera-Fest steht die alte Königsstadt Kandy im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses.

Im Schatten der Feierlichkeiten von Kandy findet zeitgleich die Perahera von Kataragama statt. Hierher verschlägt es nur wenige Touristen. Aber für Hunderttausende Pilger bedeutet Kataragama das spirituelle Zentrum des Landes.

Sie kommen zu Ehren der wichtigsten Schutzgottheit des Landes: Kataragama. Buddhisten und Hindus verehren ihn unter verschiedenen Namen und unterschiedlichen Identitäten. Das hält sie aber nicht davon ab, das Pilgerfest gemeinsam zu feiern. Selbst während des Bürgerkrieges bis zum Jahr 2009 trafen sich hier Pilger unterschiedlicher Konfessionen und Ethnien. Damit waren sie damals schon eine Art Gegenwelt zum politisch aufgeheizten Konflikt. In der Gegenwart sind sie ein weithin leuchtendes Beispiel dafür, dass Vielfalt, Toleranz und gegenseitige Anerkennung möglich sind.

An keinem Ort ist die Hoffnung auf dauerhaften Frieden allgegenwärtiger als in Kataragama. Wenn in der Moschee von Kataragama, im Beisein Hunderter hinduistischer und muslimischer Pilger, des buddhistischen Klerus, hochrangiger Vertreter von Staat, Militär und Religionsgemeinschaften, das Festival feierlich eröffnet wird, ist das ein starkes Zeichen für den neuen Stellenwert kultureller Vielfalt in Sri Lanka. Diversität steht wieder hoch im Kurs, offenbar nicht nur bei der Schutzgottheit Kataragama, die seit Menschengedenken soziale Gleichheit und Respekt überwacht. Im Inselstaat ist der wiedergewonnene Optimismus allerorts spürbar. Er zeigt sich im Alltag ebenso wie bei der allgegenwärtigen Bautätigkeit und den stark steigenden Tourismuszahlen.

Viele kommen nicht nur wegen der Kulturschätze oder der beeindruckenden Natur mit Leoparden und Elefanten als Hauptdarstellern, sondern auch wegen der besonderen Atmosphäre im vielfältigen "Land des Lächelns". Kataragama hat dafür beinahe schon Modellcharakter, vielleicht sogar über die Landesgrenzen Sri Lankas hinaus.


(ORF)


9:55
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Mauritius - Schatzinsel im Indischen Ozean

Film von Harald Pokieser und Manfred Christ

(aus der ORF-Reihe "Universum")

Ganzen Text anzeigenDer Indische Ozean - eine blaue Wüste, deren Oasen tropische Inseln sind, von Palmen bewachsen, gesäumt von weißen Stränden und Korallenriffen.

Auf Mauritius, Rodrigues und Réunion - den Maskarenen - sind Naturwunder und sagenhafte Erzählungen von ...
(ORF)

Text zuklappenDer Indische Ozean - eine blaue Wüste, deren Oasen tropische Inseln sind, von Palmen bewachsen, gesäumt von weißen Stränden und Korallenriffen.

Auf Mauritius, Rodrigues und Réunion - den Maskarenen - sind Naturwunder und sagenhafte Erzählungen von Piratenschätzen und Gespenstern auf fantastische Art und Weise miteinander verwoben.

Jenseits der palmenbewachsenen Traumstrände existiert eine unbekannte mystische Welt, die von Schatzsuchern, Geistersehern und Seeräuber-Anekdoten geprägt wird. Eine unvergleichliche Vielfalt an Sprachen und Kulturen sowie ein Fundus an geheimnisvollen Sagen.


(ORF)


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10:40
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Kuba - Juwel der Karibik

Film von Paul Reddish

(aus der ORF-Reihe "Universum")

Ganzen Text anzeigenDie Geschichte Kubas beginnt 1492 mit der Landung von Christoph Kolumbus. Sie läutete die spanische Kolonialzeit ein, die das Antlitz von Havanna bis heute prägt.

Jahr für Jahr locken Musik, Tabak und Tropensonne Tausende Touristen aus aller Welt auf die Insel. Doch ...
(ORF)

Text zuklappenDie Geschichte Kubas beginnt 1492 mit der Landung von Christoph Kolumbus. Sie läutete die spanische Kolonialzeit ein, die das Antlitz von Havanna bis heute prägt.

Jahr für Jahr locken Musik, Tabak und Tropensonne Tausende Touristen aus aller Welt auf die Insel. Doch kaum einem offenbart sich das Kuba jenseits der Strände: Die Korallenriffe vor der Insel sollen die besten Fischgründe in der Karibik sein.

Seit der Revolution im Jahr 1959 sind die Hoheitsgewässer Kubas für die internationalen Fischereiflotten gesperrt. In den glasklaren Gewässern tummeln sich bizarre Rifffische und Haie, die erahnen lassen, wie die gesamte Karibik noch vor relativ kurzer Zeit ausgesehen haben muss. Außerdem beherbergt die größte der Karibischen Inseln neben einer Reihe von Arten, die nur dort vorkommen, auch den kleinsten Vogel, den kleinsten Frosch und die aggressivsten Krokodile der Welt. Doch wie kamen diese Tiere auf die Insel?


(ORF)


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11:25

unterwegs - Hawaii

Surfer, Regenwald und Vulkane

Moderation: Andrea Jansen

Ganzen Text anzeigenModeratorin Andrea Jansen reist zu den hawaiianischen Inseln Oahu, Kauai und Maui und wird dort unter anderem in die Geheimnisse des Hula eingeweiht.

Makellose Strände, üppige Regenwälder und unberührte Vulkanlandschaften: Hawaii, der 50. Bundesstaat der USA, ist ...

Text zuklappenModeratorin Andrea Jansen reist zu den hawaiianischen Inseln Oahu, Kauai und Maui und wird dort unter anderem in die Geheimnisse des Hula eingeweiht.

Makellose Strände, üppige Regenwälder und unberührte Vulkanlandschaften: Hawaii, der 50. Bundesstaat der USA, ist zweifelsohne eines der Traumziele der Erde. Hawaii ist auch die Heimat der weltbesten Surfer und des Hula-Tanzes.

Angelockt von den Riesenwellen, treffen sich an der Nordküste Oahus alljährlich Surfer aus aller Welt. Die Hauptattraktion der Hauptstadt Honolulu ist der weltbekannte Waikiki Beach. Kauai, die älteste Insel des Archipels, trägt auch den Beinamen "Garteninsel". Zudem zählt die Napali Coast im Norden der Insel zu den spektakulärsten Küstenlandschaften der Erde. Die Insel Maui wiederum ist berühmt für die legendäre "Road to Hana".


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12:10

unterwegs - Inselwelt Thailand

Von Similan über Phuket zu den Phi-Phi-Islands

Moderation: Roland Luder

Ganzen Text anzeigenModerator Roland Luder reist für die Reihe "unterwegs" durch die Inselwelt von Thailand. Seine Reise beginnt im Tauchparadies Similan.

Dieser aus neun Inseln bestehende tropische Archipel ist heute ein Nationalpark und daher nur per Boot erreichbar. Auf der Insel ...

Text zuklappenModerator Roland Luder reist für die Reihe "unterwegs" durch die Inselwelt von Thailand. Seine Reise beginnt im Tauchparadies Similan.

Dieser aus neun Inseln bestehende tropische Archipel ist heute ein Nationalpark und daher nur per Boot erreichbar. Auf der Insel Surin besucht Roland Luder am nächsten Tag echte Seenomaden, die sogenannten Moklen. Sie leben noch größtenteils auf ihren Booten.

Die Moklen sind staatenlos und glauben an Naturgeister. Danach reist Roland Luder weiter nach Phuket. Die größte Insel Thailands besticht durch eine paradiesische Landschaft und bietet gleichzeitig ein anregendes Nachtleben und schöne Ausflugsziele: zum Beispiel den Big Buddha. Mit einem landestypischen Longtail-Boot erkundet der Moderator später die Umgebung von Krabi und stößt auf einen Phallusschrein. Er trifft ein junges Paar, das sich Kinder wünscht und deshalb dort ein Fruchtbarkeitsritual abhält. Als krönenden Abschluss seiner Reise wählt Roland Luder die Phi-Phi-Inseln. Dort sucht er nach der verborgenen Lagune aus dem Film "The Beach".


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12:50

unterwegs - La Réunion

Weinreben, Vulkane und Steilküsten

Moderation: Wasiliki Goutziomitros

Ganzen Text anzeigenMan nennt sie die Insel mit den 100 Gesichtern: L'Île de la Réunion, das etwas andere Stück Frankreich mitten im Indischen Ozean, ist mehr als nur eine Badeinsel.

La Réunion besticht durch seine Vielfalt: Vom Sandstrand bis zum Vulkankrater, vom tropischen ...

Text zuklappenMan nennt sie die Insel mit den 100 Gesichtern: L'Île de la Réunion, das etwas andere Stück Frankreich mitten im Indischen Ozean, ist mehr als nur eine Badeinsel.

La Réunion besticht durch seine Vielfalt: Vom Sandstrand bis zum Vulkankrater, vom tropischen Regenwald bis zu 3000 Meter hohen Bergen hat das französische Überseedepartement einiges zu bieten. Moderatorin Wasiliki Goutziomitros nimmt die Insel unter die Lupe.

Zu Beginn ihrer Reise hilft Wasiliki Goutziomitros einem Winzer bei der Traubenernte. Anschließend fährt sie ans Meer. Die einzigartige Natur der Insel, die grün bewachsenen Berge und steilen Abhänge bezaubern sie. Auf ihrer Reise trifft die Moderatorin einen ganz speziellen Inselbewohner: Angélo Thiburce ist fast 40 Jahre lang Postbote in der abgelegensten Bergregion der Insel. Er nimmt Wasiliki Goutziomitros mit auf Wanderschaft und zeigt ihr die wunderbaren Naturschätze, die Mafate zu bieten hat.


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13:30

unterwegs - Seychellen

Meer, Inseln und Lächeln

Moderation: Wasiliki Goutziomitros

Ganzen Text anzeigenDie Seychellen sind ein Inselstaat im Indischen Ozean, der topografisch zu Afrika gehört. Auf einem Segeltrip reist Moderatorin Wasiliki Goutziomitros von Insel zu Insel.

Die Moderatorin streichelt die Riesenschildkröten der Insel Curieuse und erlebt Luxus pur auf ...

Text zuklappenDie Seychellen sind ein Inselstaat im Indischen Ozean, der topografisch zu Afrika gehört. Auf einem Segeltrip reist Moderatorin Wasiliki Goutziomitros von Insel zu Insel.

Die Moderatorin streichelt die Riesenschildkröten der Insel Curieuse und erlebt Luxus pur auf der Privatinsel Frégate, die sich dem Ökotourismus verschrieben hat. Außerdem geht sie der Frage nach, warum die Seychellen als das Paradies auf Erden gelten.


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14:15
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Malediven - Perlen im Indischen Ozean

Film von Markus Henssler

Ganzen Text anzeigenDie Malediven, 1196 Inseln mitten im Indischen Ozean, sind Symbol für die Sehnsucht nach exotischer Südseeromantik. Doch der Inselstaat steht vor großen Herausforderungen.

Knapp eine Million Touristen zieht es jährlich in die Traumkulisse. Doch während sich die ...
(ARD/SWR)

Text zuklappenDie Malediven, 1196 Inseln mitten im Indischen Ozean, sind Symbol für die Sehnsucht nach exotischer Südseeromantik. Doch der Inselstaat steht vor großen Herausforderungen.

Knapp eine Million Touristen zieht es jährlich in die Traumkulisse. Doch während sich die wohlhabenden Gäste in rund 100 Luxusressorts verwöhnen lassen, lebt die einheimische Bevölkerung getrennt von den Touristen auf eigenen Inseln unter einfachsten Bedingungen.

Die Malediven erstrecken sich einer türkis-schimmernden Perlenkette gleich über eine Meeresfläche von der Größe Portugals. Doch sie sind voller Widersprüche aus Tradition und Moderne, Alkoholverbot und Cocktailgelagen, Naturschutz und Umweltbelastung.

Die 22-jährige Sama lebt sehr gerne in beiden Welten. Sie arbeitet in einem der weltweit teuersten Fünf-Sterne-Hotels als Kindergärtnerin. Samas Heimatinsel Kamadhoo ist nur einen Kilometer entfernt. Jeden Nachmittag fährt sie mit dem Wassertaxi des Hotels nach Hause zu ihren Eltern. Ihr Vater ist schwer krank und benötigt dringend eine Nierentransplantation. Ihren gesamten monatlichen Lohn von 250 Dollar spart Sama für die teure Operation.

Für die Touristen in den sündhaft teuren Luxusressorts wie dem "Conrad Rangali" im Ari-Atoll wird sich nach Meinung des deutschen Hotelmanagers Carsten Schieck trotz aller Widersprüche nichts ändern. Alkohol- und Wellnessverbote - von streng islamischen Politikern immer wieder gefordert - lassen sich nicht durchsetzen. Zu groß ist der Profit, die Malediven leben zu 95 Prozent von den Einkünften aus dem Tourismus.

Knapp einen Meter liegen die 1196 Inseln im Durchschnitt über dem Meeresspiegel. Steigt das Wasser in Folge der globalen Klimaerwärmung weiter an, könnten die Malediven als eines der ersten Länder der Welt im Meer versinken. Noch sieht Meeresbiologin Shafiya Naeem dieser Bedrohung gelassen entgegen, denn ein Großteil der Korallenbänke an den Riffen ist gesund und wächst mit dem ansteigenden Meeresspiegel. "Die Riffe sind die natürlichen Schutzbarrieren unseres Landes. Ohne sie sind wir den Wellen des offenen Meeres hilflos ausgeliefert." Deswegen arbeitet sie zusammen mit anderen Forschern im Baa-Atoll an der Züchtung besonders widerstandsfähiger Korallen.


(ARD/SWR)


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15:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Tropenparadies Bali - Eine Perle Indonesiens

Film von Juliane Hipp

Ganzen Text anzeigenBali gilt als eine der schönsten Inseln der Welt. Ein Urlaubsparadies mit üppigen Landschaften und einer faszinierenden Kultur. Dazu kommt eine traditionsreiche und schmackhafte Landesküche.

Bali ist die touristisch bekannteste der über 17 000 Inseln des ...
(ARD/HR)

Text zuklappenBali gilt als eine der schönsten Inseln der Welt. Ein Urlaubsparadies mit üppigen Landschaften und einer faszinierenden Kultur. Dazu kommt eine traditionsreiche und schmackhafte Landesküche.

Bali ist die touristisch bekannteste der über 17 000 Inseln des indonesischen Archipels. Die meisten Touristen zieht es an die Strände im Süden zwischen Kuta und Seminyak. Deshalb wird dieser Küstenabschnitt auch die "Copacabana Indonesiens" genannt.

Ein Paradies für Kunstliebhaber und Sammler ist die Gegend um Ubud. Wer aber das ursprüngliche Bali sucht, sollte einen Abstecher in den Norden der Insel machen: Reisterrassen wechseln sich dort mit malerischen Dörfern und eindrucksvollen Vulkanbergen ab.


(ARD/HR)


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15:45
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Trauminsel Bora Bora

Film von Martin Uhrmeister

Ganzen Text anzeigenIhrer schillernden Unterwasserwelt verdankt Bora Bora auch den Namen "Die Perle der Südsee". Für die Bewohner ist die Insel ein Paradies. Ein Blick auf den Alltag am anderen Ende der Welt.

Die Insel liegt 16 000 Kilometer von Paris entfernt auf der anderen Seite des ...
(ARD/NDR)

Text zuklappenIhrer schillernden Unterwasserwelt verdankt Bora Bora auch den Namen "Die Perle der Südsee". Für die Bewohner ist die Insel ein Paradies. Ein Blick auf den Alltag am anderen Ende der Welt.

Die Insel liegt 16 000 Kilometer von Paris entfernt auf der anderen Seite des Erdballs und gehört zu Französisch-Polynesien. Die fünf Inselgruppen mit 118 Inseln erstrecken sich auf einer Fläche so groß wie Europa. Gerade einmal 270 000 Menschen leben hier.

In Französisch-Polynesien werden Träume vom freien Leben am Südseestrand wahr. Schon die frühen Entdecker des 16. Jahrhunderts berichteten von einem Paradies auf Erden, wo das Leben einfach, das Wasser des Ozeans klar und die Natur reich und gnädig zu den Menschen ist. Seit dieser Zeit gelten diese Inseln als Inbegriff des Paradieses auf Erden. Auch für Moeava de Rosemont gibt es keinen schöneren Platz unter Gottes Himmel. Auf Tahiti geboren, kam er nach seiner Ausbildung als Taucher und Kameramann in Frankreich wieder auf die Insel zurück. Er hatte Glück und hat einen Job bei einem Tauchcenter gefunden. Nach der Arbeit beginnt Moeavas Kampf für die Lebensgrundlage der Insulaner. Gemeinsam mit einigen Gleichgesinnten hat er einen Verein gegründet, der sich insbesondere der Erforschung und dem Schutz der Manta Rochen in Polynesien widmet.

Dem Schutze und Erhalt einer ganz anderen Sache hat sich Kevin Havata verschrieben. Kevin ist Choreograf für traditionellen polynesischen Tanz und leitet eine Tanzgruppe. Kevin ist Mahu. Er wurde wie in vielen polynesischen Familien üblich, als ältester Sohn, traditionell nach einem weiblichen Rollenbild erzogen. Diskriminierende Erfahrungen sind ihm fremd. Noch heute lebt Kevin bei seinen Eltern, die ihn bei seiner Arbeit unterstützen.

Die Perlenfarm der Laughlins ist ein Familienunternehmen, drei Generationen arbeiten mit. Die Konkurrenz ist für die kleinen Farmer hart. Für die meisten Einheimischen ist Perlenschmuck unerschwinglich. Bis Ende der 1990er Jahre gab es 40 Familien, die von der Perlenzucht auf Tahaa lebten, heute gibt es gerade noch sieben Farmen. Bei aller Abgeschiedenheit auf den Inseln lieben die Polynesier die Geselligkeit, Bars und Restaurants gibt es kaum, also spielt sich das soziale Leben meist auch im Privaten mit gutem Essen, Gesängen und mit Barbecue ab.


(ARD/NDR)


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16:29
VPS 16:25

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Reisen in ferne Welten: Die Marquesas

Vergessene Inseln der Südsee

Film von Stephan Düfel

Ganzen Text anzeigenMitten im Südpazifik, fast vier Flugstunden von Tahiti entfernt, liegen die Marquesas-Inseln. Die 14 Inseln gehören zu Französisch-Polynesien und sind spärlich bevölkert.

Die rund 9000 Marquesas bekommen nur selten Besuch. Die Inseln entsprechen so gar nicht dem ...
(ARD/SR)

Text zuklappenMitten im Südpazifik, fast vier Flugstunden von Tahiti entfernt, liegen die Marquesas-Inseln. Die 14 Inseln gehören zu Französisch-Polynesien und sind spärlich bevölkert.

Die rund 9000 Marquesas bekommen nur selten Besuch. Die Inseln entsprechen so gar nicht dem Südseeklischee: Statt auf blaue Lagunen und weiße Palmenstrände treffen die wenigen Touristen auf ein raues Meer, felsige Küsten und schroffe, grüne Berge.

Touristisch ist die Region kaum erschlossen, auf allen Inseln zusammen gibt es gerade mal zwei Hotels. Veränderungen geschehen hier langsam. Internet gibt es erst seit einigen Jahren und Fernsehen seit Mitte der 1980er-Jahre.

Berühmte Männer hat es im Laufe der Zeit auf die Marquesas verschlagen: Der Chansonnier Jacques Brel und der Maler Paul Gauguin sind beide auf dem kleinen Friedhof der Insel Hiva Oa beerdigt. Herman Melville, Autor des Romans "Moby Dick", floh 1842 von einem Walfänger auf die Insel Nuku Hiva und lebte ein paar Wochen unter den Einheimischen. Damals waren die Bewohner noch gefürchtete Kannibalen. Durch den Einfluss der Missionare hat sich die Weltanschauung der Ureinwohner radikal verändert. Aus dem sexuell freizügigen und kannibalischen Inselvolk wurden strenggläubige Christen. Erst vor knapp 30 Jahren hat ihnen die Kirche wieder erlaubt, ihre alte Sprache zu sprechen, sich wie ihre Vorfahren den ganzen Körper zu tätowieren und alte Tänze und Rituale zu pflegen.

Filmemacher Stephan Düfel trifft auf seiner Reise von Insel zu Insel unterschiedliche Menschen. Zum Beispiel einen jungen Mann, der die erste Pizzeria auf den Marquesas eröffnet hat, nachdem er einen Film über einen italienischen Koch im Fernsehen gesehen hat. Tief im Dschungel von Ua Pou begegnet Düfel einem deutschen Aussteiger, der gemeinsam mit seiner einheimischen Ehefrau fernab des Dorflebens versucht, alles, was sie zum Leben benötigen, selbst zu erzeugen - von Essen über Alkohol bis hin zu Strom.

Moderne Errungenschaften wie Autos, Kühlschränke, Waschpulver, Limonaden oder Fertigessen bekommen die Inselbewohner alle drei Wochen von einem Frachtschiff aus Tahiti geliefert. Die "Aranui" hat außerdem bis zu 200 Passagiere an Bord - Touristen, die auf der zweiwöchigen Schiffsreise versuchen, die geheimnisvollen Marquesas-Inseln ein wenig kennenzulernen.


(ARD/SR)


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17:13
VPS 17:10

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Der Südpazifik (1/4)

Unterwegs auf den entlegensten Inselparadiesen

Film von Huw Cordey

Deutsche Bearbeitung: Martin Mészáros

(aus der ORF-Reihe "Universum")

Ganzen Text anzeigenEin Meer, 20 000 Inseln, ein Viertel der weltweiten Wasserfläche: der Pazifik. Die Faszination der Südsee ist auch 230 Jahre nach James Cooks Entdeckungsreisen ungebrochen.

Die Dokumentation rekonstruiert, wie das Leben die winzigen Flecken Land inmitten des ...
(ORF)

Text zuklappenEin Meer, 20 000 Inseln, ein Viertel der weltweiten Wasserfläche: der Pazifik. Die Faszination der Südsee ist auch 230 Jahre nach James Cooks Entdeckungsreisen ungebrochen.

Die Dokumentation rekonstruiert, wie das Leben die winzigen Flecken Land inmitten des gewaltigen Ozeans erreichen und besiedeln konnte und zeigt die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt, die sich auf den verschiedenen Inseln der Südsee entwickelt hat.

So gar nicht dem Klischee von der Südseeinsel entspricht etwa Macquarie, der südlichste Außenposten des Südpazifiks. Die Insel wirkt zwar einsam, ist aber alles andere als verlassen. Zu bestimmten Zeiten des Jahres herrscht hier mehr Aktivität als auf jeder anderen Insel im Pazifik. Dann versammeln sich dort 60 000 See-Elefanten und Hunderttausende Haubenpinguine. Die Pinguine bekommen erstmals seit sieben Monaten festen Boden unter die Füße - es ist das einzige Festland, das diese Pinguine jemals betreten.

Viele der Inseln im Südpazifik sind unvorstellbar weit abgelegen, manche sind Tausende Kilometer vom nächsten Kontinent entfernt - und Hunderte Kilometer von der nächstgelegenen Insel. Aber überall haben Tiere die gewaltigen Wasserflächen überwunden und selbst das winzigste und am weitesten abgeschiedene Eiland besiedelt. Auf vielen kleinen Inseln haben sie sich zu höchst eigenwilligen Wesen weiterentwickelt, etwa zum größten wirbellosen Landtier der Welt. Die größten Exemplare des Palmendiebs, eines Riesen-Einsiedlerkrebses, wiegen vier Kilogramm und erreichen einen Beinspannweite von einem Meter.

Am weitesten von allen Kontinenten entfernt liegen die Hawaii-Inseln. Hier haben sich in der Isolation unglaubliche Schrullen der Natur herausgebildet: Fruchtfliegen, die ihre Partnerinnen mit kunstvollen Menuetten zu umgarnen versuchen oder sich wie Büffel Kopf gegen Kopf mit Rivalen messen. Oder eine Fleisch-fressende Schmetterlingsraupe, die in ihrem selbst gebastelten Versteck auf Beute lauert.

Getrennt durch die großen Wasserflächen haben auch Menschen auf vielen Inseln ganz eigenständige Lebensweisen entwickelt - mit ganz eigenen Sitten und Gebräuchen, von denen einige höchst extravagant wirken. In einem der spektakulärsten Rituale der Welt stürzen sich die Bewohner der Insel Pentecost kopfüber von 30 Meter hohen Türmen, wobei ihre Leben nur an einer um die Knöchel geschlungenen Liane hängt. Sie sind die Erfinder des Bungeejumpings.
Auf der winzigen Salomonen-Insel Anuta leben 300 Menschen auf einem Stück Land von einem halben Quadratkilometer Größe - es ist eines der am dichtesten besiedelten Gebiete der Welt. Diese beengten Umstände haben die Bewohner zu einem einzigartig kreativen Umgang mit der Natur gezwungen - und ein inspirierendes Beispiel für den behutsamen Umgang mit natürlichen Ressourcen geschaffen.


(ORF)


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17:57
VPS 17:55

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Der Südpazifik (2/4)

Ein Meer von Vulkanen

Film von Chiara Bellati und Huw Cordey

Deutsche Bearbeitung: Martin Mészáros

(aus der ORF-Reihe "Universum")

Ganzen Text anzeigenVulkanismus ist im Südpazifik allgegenwärtig. Der vermeintlich Stille Ozean befindet sich im permanenten geologischen Umbruch. Die Auswirkungen sind weitreichend.

So ermöglichen es die kühlen Lavagrotten von Galapagos beispielsweise Pinguin-Küken, am Äquator ...
(ORF)

Text zuklappenVulkanismus ist im Südpazifik allgegenwärtig. Der vermeintlich Stille Ozean befindet sich im permanenten geologischen Umbruch. Die Auswirkungen sind weitreichend.

So ermöglichen es die kühlen Lavagrotten von Galapagos beispielsweise Pinguin-Küken, am Äquator aufzuwachsen. Und die Großfußhühner auf den Salomon-Inseln nutzen die Erdwärme, um ihre Eier ausbrüten zu lassen.

Bilder aus Flug- und Unterwasserkameras zeigen alle Stufen im Leben einer Südseeinsel – von ihrer spektakulären Entstehung als Feuerberg bis zu ihrem sanften Verschwinden inmitten eines Atolls.

Zu den sensationellsten Bildern dieser Folge gehören die Aufnahmen von der Entstehung einer neuen Insel in der Nähe der Salomonen. "Wir hatten das große Glück, die ersten Flugaufnahmen von einem Unterwasservulkan zu machen" sagt Filmautor Huw Cordey. "Denn dieser Vulkan befand sich so knapp unter der Wasseroberfläche, dass bei einem Ausbruch Fontänen aus Gas und Gestein in die Luft geschossen werden."

Bisher ungesehene Vulkanismus-Bilder gelangen dem Team auch unter Wasser: Wenn die Lavaströme des hawaiianischen Kilauea-Vulkans ins Meer tropfen, erstarrt das flüssige Gestein unter Wasser schlagartig. Austretende Gase und die innere Spannung lassen das Gestein unter Zuckungen zerbersten, das in seiner Transformation plötzlich wirkt wie ein Lebewesen.


(ORF)


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18:40
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Der Südpazifik (3/4)

Blaue Weiten

Film von Marc Brownlow und Huw Cordey

Deutsche Bearbeitung: Sabine Holzer

(aus der ORF-Reihe "Universum")

Ganzen Text anzeigenDie Dokumentation durchmisst die gigantischen Distanzen des Südpazifiks: abertausende Kilometer von offenem, oft windstillem Ozean.

Abseits der Südseeinseln mit ihren Korallenriffen kommen nur Langstreckenspezialisten zurecht - Pottwale, Hochseehaie, ...
(ORF)

Text zuklappenDie Dokumentation durchmisst die gigantischen Distanzen des Südpazifiks: abertausende Kilometer von offenem, oft windstillem Ozean.

Abseits der Südseeinseln mit ihren Korallenriffen kommen nur Langstreckenspezialisten zurecht - Pottwale, Hochseehaie, Schwarzfuß-Albatrosse, Meeresschildkröten legen im Lauf eines Jahres tausende, manchmal zehntausende Kilometer zurück, mit unheimlicher Präzision.

Wie hilflos diese Dimensionen uns Menschen machen können, vermittelt auf dramatische Weise das Schicksal der Besatzung des Walfangschiffs "Essex", das als Vorbild für die berühmteste Hochsee-Geschichte überhaupt diente - "Moby Dick".

Am 23. Februar 1821 wurde ein kleines Rettungsboot mit zwei halbtoten Männern vor der Küste Chiles gefunden. Sie hatten eine Odyssee von fast 7000 Kilometern quer durch den Südpazifik hinter sich, nachdem ihr Schiff, die "Essex", von einem riesigen Pottwal gerammt und versenkt wurde. Vor dem Hintergrund ihrer spannenden Irrfahrt zeigt der dritte Teil der Südpazifik-Serie, welche abenteuerlichen Methoden Tiere anwenden, um in den endlosen südpazifischen Wasserwelten nicht unterzugehen.

Denn der größte Teil des Pazifiks besteht aus einer Art Meereswüste. In vielen Gebieten des offenen Ozeans verhindert die Temperaturschichtung des Wassers, dass Nährstoffe und Plankton aus der Tiefe zur Oberfläche aufsteigen. Dadurch sind in riesigen Gebieten kaum größere Meeresbewohner anzutreffen, wie auch die Schiffbrüchigen der "Essex" feststellen mussten, als sie wochenlang vergeblich versuchten, auch nur einen Fisch zu fangen.

Doch in der Nacht ändert sich das. Jeden Abend setzt sich die größte Wanderungsbewegung der Natur in Gang - aus der Tiefe zur Oberfläche. Es ist ein Schauspiel, das seinesgleichen sucht: Unzählige Wesen merkwürdigster Gestalt schweben durch das dunkle Wasser. Durchschnittlich ist der Pazifik mehr als vier Kilometer tief, was ihn nicht nur zum tiefsten Meer der Erde macht, sondern auch ständig die Entdeckung neuer Arten mit sich bringt, die meisten aus der Tiefsee.

Da so große Gebiete Wasserwüste sind, versammelt sich an den wenigen günstigen Stellen umso mehr Leben. Inseln wie Galapagos, die nährstoffreichen Tiefenströmungen im Weg stehen und sie dadurch zur Oberfläche leiten, bieten Nahrungsgrundlagen für eine Vielzahl ungewöhnlicher Bewohner. Aber das sind die besonders begünstigten Ausnahmen: Über weite Strecken des Pazifiks reicht schon die schiere Existenz einer Insel, um zahlreiche Besucher anzulocken. Die French Frigate Shoals etwa sind kaum einen Kilometer lang, dienen aber 300 000 Seevögeln als Brutplatz.

Regisseur Huw Cordey beeindruckte besonders die Unberührtheit vieler Flecken des riesigen pazifischen Raumes und die damit verbundenen filmischen Herausforderungen: "Wir waren ständig in Booten unterwegs, drei Tage bis zu den French Frigate Shoals, sieben Tage, um zur Macquarie-Insel zu kommen, zehn Tage, um die Insel Anuta zu erreichen. Logistisch war das kaum mit etwas zu vergleichen, das ich als Naturfilmer bisher erlebt habe."


(ORF)


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19:27
VPS 19:25

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Der Südpazifik (4/4)

Reif für die Inseln

Film von Marc Brownlow und Huw Cordey

Deutsche Bearbeitung: Sabine Holzer

(aus der ORF-Reihe "Universum")

Ganzen Text anzeigenDie Inseln des Südpazifiks zählen zu den entlegensten Orten der Erde, die oft durch tausende Kilometer Ozean vom nächsten Festland getrennt sind.

Dennoch tummeln sich selbst auf den entferntesten Atollen fremdartige Geschöpfe, die die Naturforscher jahrhundertelang ...
(ORF)

Text zuklappenDie Inseln des Südpazifiks zählen zu den entlegensten Orten der Erde, die oft durch tausende Kilometer Ozean vom nächsten Festland getrennt sind.

Dennoch tummeln sich selbst auf den entferntesten Atollen fremdartige Geschöpfe, die die Naturforscher jahrhundertelang vor ein Rätsel stellten. "Der Südpazifik - Reif für die Inseln" erzählt faszinierende Geschichten von bizarren Inselbewohnern.

Sie haben außergewöhnliche Anpassungen entwickelt, und glückliche Zufälle erlebt, die erlaubten, dass das Leben selbst die fernsten Küsten erobern konnte.

Egal wie abgelegen manche Inseln sind, sie alle wurden im Laufe der Zeit kolonisiert - zuerst von Pflanzen und Tieren, dann von Menschen, die hier heute noch oft auf traditionelle Weise leben. Mit 16 000 Kilometern ist der Südpazifik mehr als doppelt so breit wie der Atlantik. Viele der Pioniere, die es bis auf die östlichsten Inseln schafften, brachen weit im Westen auf, die meisten von Neuguinea. Dreimal so groß wie Großbritannien ist Neuguinea, die größte tropische Insel der Welt - und auch die tierreichste.

Hier leben etwa ein Zwanzigstel aller Insektenarten der Erde, an die 300 Säugetierarten und rund 300 Reptilien-Arten. Auch das Leistenkrokodil ist auf Neuguinea heimisch, und von hier brachen die Reptilien vor Millionen Jahren nach Osten auf und erreichten die Salomonen. Für jedes andere Tier wäre die 100 Kilometer lange Strecke auf dem offenen Meer ein unüberwindbares Hindernis. Für die Leistenkrokodile jedoch nicht. Die Salzwasserkrokodile, wie sie auch genannt werden, gehören zu den größten und auch kräftigsten Schwimmern. Einige Exemplare wurden bereits 1000 Kilometer vom nächsten Land entfernt auf hoher See gesichtet.

Selbst für Fische ist der offene Ozean oft eine unüberbrückbare Barriere. Erwachsene Tiere können nur selten neue Riffe kolonisieren, aber auch die Fische haben eine Lösung gefunden. Wenn sie sich zu Tausenden versammeln, um zu laichen, reißen die Strömungen Myriaden von befruchteten Eiern mit sich, die an weit entfernten Riffen wieder angespült werden.

Östlich der Salomonen vergrößern sich die Entfernungen zwischen den einzelnen Inseln beträchtlich. Zwischen den Salomonen und der nächsten Inselgruppe - Fidschi, Samoa und Tonga - liegen anderthalbtausend Kilometer. Trotz der isolierten Lage ist auf Fidschi fast die Hälfte der Pflanzen heimisch, die auch auf den Salomonen zu finden ist. Die tierischen Eroberer waren hier schon weniger erfolgreich. Nur eine Handvoll Fledermäuse hat es auf dem Luftweg bis hierher geschafft, auch die Vogelwelt ist weniger artenreich. Trotzdem leben hier zwei Froscharten, Tausendfüßer und der Fidschileguan, der wohl eindrucksvollste Bewohner der Insel. Sie waren wohl Opfer von Tsunamis und landeten als Schiffbrüchige in der Isolation.

Vor weniger als 2000 Jahren revolutionierten schließlich die Menschen die Verbreitung von Pflanzen und Tieren. Sie brachen von den Salomonen mit ihren Segelbooten ins große Unbekannte auf, mit sich führten sie Nutztiere, Pflanzen, die sie an neuen Ufern kultivieren wollten, und tierische blinde Passagiere. Die Polynesier besiedelten nun weit entfernte Inseln im Südpazifik wie Hawaii, Neuseeland und die Osterinseln, mehr als 11 000 Kilometer von Neuguinea entfernt. Sie sollten die Natur des Südpazifiks für immer verändern.


(ORF)


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20:16
VPS 20:15

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Wunderbares Thailand - Naturjuwel im Südosten Asiens

Film von Steve Cole, Lara Bickerton und James Hemming

Deutsche Bearbeitung: Doris Hochmayr

(aus der ORF-Reihe "Universum")

Sprecher: Gregor Seeberg

Ganzen Text anzeigenTraumhafte Strände, pittoreske Kalksteinfelsen, märchenhafte Gewässer und artenreiche Urwälder: Die atemberaubende Schönheit Thailands übertrifft das Klischee bunter Werbekampagnen.

Ein eindrucksvolles Porträt eines Landes, das nicht zwischen Tradition und ...
(ORF)

Text zuklappenTraumhafte Strände, pittoreske Kalksteinfelsen, märchenhafte Gewässer und artenreiche Urwälder: Die atemberaubende Schönheit Thailands übertrifft das Klischee bunter Werbekampagnen.

Ein eindrucksvolles Porträt eines Landes, das nicht zwischen Tradition und Moderne stehen will, sondern moderne Tradition zu leben versucht. Dabei ist die Natur Untertan im ursprünglichen Wortsinn: ein nützlicher Partner, für den Verantwortung übernommen wird.

Hinter der Fassade des bekannten Klischees als exotisches Feriendomizil entpuppt sich Thailand als spirituelles Land. Hier koexistieren Tradition und Fortschritt, kooperieren Mensch und Tier, eröffnen sich unerwartete Wege, die Natur und Zivilisation nicht als Gegensätze erscheinen lassen. Thailand strotzt nur so vor imposanten Naturschauplätzen: Dichte Urwälder bieten paradiesische Lebensbedingungen für schier unzählige Tier- und Pflanzenarten, kilometerlange Strände mit weißem Sand und Mangrovenwaldküsten dominieren den Süden des Landes.

Malerische Gebirgslandschaften und unberührte Wälder im Norden bieten wiederum einen Rückzugsort für seltene Großsäuger wie Leoparden oder Sambarhirsche. Fruchtbare Felder und üppiges Grünland geben dem Zentrum des südostasiatischen Königreiches seine unverkennbare Note. Hier liegt auch die pulsierende Hauptstadt Bangkok.

Der Film von Steve Cole, Lara Bickerton und James Hemming gibt einen umfassenden Einblick in das thailändische Königreich. Begegnungen mit der artenreichen Tierwelt in faszinierenden Naturkulissen zeigen Thailand als wahrhaftiges Naturparadies - zu sehen sind unter anderem seltene Aufnahmen von den letzten wildlebenden Tigern und Elefanten außerhalb der Schutzzonen, die farbenprächtige fluoreszierende Unterwasserwelt bei Nacht oder Brydewale und rosa Delfine beim Fischfang im Thailändischen Golf.

Ganz gleich ob Mensch oder Tier, ob Stadt oder Land - alles und jedes leistet durch seine bestimmte Wesensart einen Beitrag zum Ganzen, im mehrheitlich von Buddhisten bewohnten Land. Kann ein Riesengecko im Wohnzimmer wirklich nützen? Kann der Ameisenbefall einer Obstplantage keine Plage darstellen? Kann die Invasion eines Affenclans im heiligen Klostergarten willkommen sein? Wenn es nach thailändischer Sichtweise geht: durchaus.

Der Idealfall ist ein Weg der Kooperation: Und so arbeiten etwa Fischer tagtäglich mit Delfinen zusammen, Bauern helfen Weberameisen bei der Ausdehnung ihres Imperiums auf der eigenen Plantage und brauchen so kaum Insektenvertilgungsmittel. Gärtnerinnen sammeln in Höhlen den Dung der Mauersegler und säubern im Gegenzug die Niststätten der Vögel. 95 Prozent aller Thailänder bekennen sich zum Theravada-Buddhismus.

Tausende Tempel und Statuen in Stadt und Land zeigen, dass Spiritualität nicht bloß als abgehobener Gedanke existiert, sondern durch die alltägliche Praxis der eigenen Handlungsweise zur Basis des Zusammenlebens werden kann. Es zählt die pragmatische Übereinkunft zwischen Mensch, Tier und Natur: Gutes zu tun oder zumindest Schaden zu vermeiden.


(ORF)


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21:56
VPS 21:55

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Seychellen - Ein Meer von Farben

Film von Werner Zips und Angelica V. Marte

Erstausstrahlung

Ganzen Text anzeigenVielfalt gilt auf den Seychellen als größter Wert - nicht nur bei der faszinierenden Tierwelt. Auf der Inselgruppe im Indischen Ozean ist kulturelle Diversität das zentrale Motto.

Die Seychellen sind weit mehr als ein bloßer Urlaubstraum aus Sonne, Strand, Meer und ...
(ORF/3sat)

Text zuklappenVielfalt gilt auf den Seychellen als größter Wert - nicht nur bei der faszinierenden Tierwelt. Auf der Inselgruppe im Indischen Ozean ist kulturelle Diversität das zentrale Motto.

Die Seychellen sind weit mehr als ein bloßer Urlaubstraum aus Sonne, Strand, Meer und Farben. Der überaus vitale Inselstaat bietet ein wahres "Mosaik der Weltbevölkerung". In diesem doppelten Sinn spiegelt auch die Gesellschaft der
"Seychellois" ein Meer von Farben.

Unbeirrt von der Hitze des Feuers hält Ilris Marie seine „Tambour Moutya“ über die Flammen. Damit wird die Bespannung aus Ziegenhaut gestimmt. Die Trommel soll Stakkato-artige Klänge hervorbringen. Ihr schweißtreibender Rhythmus symbolisiert den afrikanischen Herzschlag des Inselarchipels. Der zahnlose Altmeister genießt sichtlich den Moment der Aufmerksamkeit. Jetzt ist er wieder der Star seiner Jugendtage: "Die Moutya-Trommel hat mir viel Verehrung eingebracht", sagt er verschmitzt am nächsten Tag am türkisblauen Strand.

Wer die Tänze am Vorabend verfolgt hat, kann sich vorstellen, worauf Ilris anspielt. Beim Musikfestival auf Praslin, der zweitgrößten Seychelleninsel, dominieren zwar die neuen Musikstile wie der allgegenwärtige Reggae und Sega, die karibische und europäische Elemente in sich aufnehmen, aber die alten Traditionen aus der Sklaverei heizen die Stimmung immens auf. Hier wird deutlich, dass die Seychellen weit mehr sind als ein bloßer Urlaubstraum im Indischen Ozean.

Vielfalt gilt auf den Seychellen als eigentliche Existenzgrundlage. Staat und Gesellschaft sind auf diesem Fundament aufgebaut. Das symbolisiert schon die mehrfarbige Nationalflagge. Der Stolz auf ein friedliches und glückliches Zusammenleben wird in vielen Gesprächen deutlich. Er eint die Angehörigen der alten Elite, wie den Minister für Tourismus, mit den Rastas vom kleinen Ort La Misère, wie den Reggae-Star Jahrimba, dessen Vorfahren zum Teil von der ehemals versklavten afrikanischen Bevölkerung abstammen.

Selbst während der fast vier Jahrzehnte währenden autokratischen Herrschaft der „Seychelles Peoples United Party“ blieb das Prinzip der kulturellen Einheit unangetastet. Seit den ersten freien Wahlen im Jahr 2016 besteht aber auch Hoffnung auf eine politische Vielfalt und eine echte Mehrparteiendemokratie.

Den kritischen Stimmen der Künstler verdankt sich dieser neugewonnene Mut der Zivilgesellschaft zu einem guten Teil. Vor allem die lokale Spielweise des karibischen Reggaes hat zu einer kreolischen Aufbruchsstimmung beigetragen. Viele sehen darin eine Rückbesinnung auf das einende Element einer spezifischen Identität als "Seychellois". "Einheit in Vielfalt" gilt auf den Seychellen nicht bloß als offizielles Staatsmotto. Sie wird von der Gesamtbevölkerung als Grundlage der friedlichen Koexistenz und wirtschaftlichen Entwicklung verstanden. Damit kann der Inselarchipel als Beispiel dafür dienen, dass ein fruchtbarer Umgang mit Vielfalt nicht bloß als Last oder Problem verstanden werden kann, sondern als wahrer Aktivposten. Der Fokus liegt auf dem Gemeinsamen, nicht auf dem Trennenden. Das zeigt sich besonders beim wichtigsten und größten Kultur-Fest des Landes - dem jährlichen Festival Kreol.

Eine Woche lang beherrschen die unterschiedlichen Musikstile, Tanzformen und kulinarischen Köstlichkeiten das Leben auf den Inseln. Die mitreißenden Rhythmen der unterschiedlichen Kulturen relativieren das Klischeebild einer nur aus Wellen, türkisblauen Ufern an einsamen Stränden und romantischen Granitfelsen bestehenden Inselwelt. Zugleich spiegelt sich die auch aus Sicht der „Seychellois“ "paradiesische", natürliche, nachhaltige Vielfalt mit ihrer tropischen und marinen Tierwelt selbstredend in Musik und Tanz wider. Sie gehört zum Komplex der Kreol-Kultur, die ebenso wie die Sprache Kreol, afrikanische und europäische Einflüsse vereint.

Die Basis der sogenannten Nationsbildung ist die aus mehreren kulturellen Traditionen geformte kreolische Kultur. Das Festival Kreol fördert diese integrative Identität aller „Seychellois“ und das dazugehörige Selbstbewusstsein.

Solche Feste bieten dementsprechend Plattformen für soziale Integration. Sie betonen das Verbindende zwischen allen ethnischen Gruppen, ohne die unterschiedlichen Erfahrungen zu leugnen. Im Gegenteil, diese Unterschiede werden im Rahmen des Gemeinsamen zusammen gefeiert. Damit liefern die Seychellen ein Beispiel dafür, dass Diversität ein wertvolles Gut ist. Das hat viel mit ihrer Geschichte zu tun, die ein einzigartiges Konglomerat an eingewanderten ethnischen Gruppen hervorgebracht hat. Verschiedenheit soll auf den Seychellen den Zusammenhalt stärken und Entwicklung ermöglichen. Tierwelt und Naturschauspiele des Archipels gehören ebenso zu diesem "Meer von Farben" wie die unterschiedlichen musikalischen, religiösen und kulturellen Traditionen.


(ORF/3sat)


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22:48
VPS 22:45

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Madagaskar

Film von Mike Gunton

Deutsche Bearbeitung: Andrea Lehner

(aus der ORF-Reihe "Universum")

Ganzen Text anzeigenMadagaskar, eine geologisch "alte" Insel nahe dem afrikanischen Kontinent, ist ein Land mit tropischen Regenwäldern, in Nebel eingehüllten Gebirgen und Dornbuschsavannen.

Durch die geografische Isolation beherbergt Madagaskar einzigartige Tierarten wie Lemuren, ...
(ORF)

Text zuklappenMadagaskar, eine geologisch "alte" Insel nahe dem afrikanischen Kontinent, ist ein Land mit tropischen Regenwäldern, in Nebel eingehüllten Gebirgen und Dornbuschsavannen.

Durch die geografische Isolation beherbergt Madagaskar einzigartige Tierarten wie Lemuren, Tenreks und Madagassische Flusspferde. Es werden immer noch neue Arten entdeckt, doch ihr Lebensraum ist bedroht. Der Film zeigt, was Madagaskar so einzigartig macht.

Er führt zunächst in den Osten der Insel, von den hohen dramatischen Gebirgsformationen über üppige und schwer zugängliche Regenwälder zum tropischen Palmenbestand an der Küste des Indischen Ozeans, wo sich eine beeindruckende Artenvielfalt findet.

Im Unterschied zum Osten ist der Süden Madagaskars extrem trocken. Die Überlebensstrategien von Fauna und Flora sind daher besonders einfallsreich.


(ORF)


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0:18
VPS 00:15

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Wunderbares Thailand - Naturjuwel im Südosten Asiens

Film von Steve Cole, Lara Bickerton und James Hemming

Deutsche Bearbeitung: Doris Hochmayr

(aus der ORF-Reihe "Universum")

Sprecher: Gregor Seeberg

Ganzen Text anzeigenTraumhafte Strände, pittoreske Kalksteinfelsen, märchenhafte Gewässer und artenreiche Urwälder: Die atemberaubende Schönheit Thailands übertrifft das Klischee bunter Werbekampagnen.

Ein eindrucksvolles Porträt eines Landes, das nicht zwischen Tradition und ...
(ORF)

Text zuklappenTraumhafte Strände, pittoreske Kalksteinfelsen, märchenhafte Gewässer und artenreiche Urwälder: Die atemberaubende Schönheit Thailands übertrifft das Klischee bunter Werbekampagnen.

Ein eindrucksvolles Porträt eines Landes, das nicht zwischen Tradition und Moderne stehen will, sondern moderne Tradition zu leben versucht. Dabei ist die Natur Untertan im ursprünglichen Wortsinn: ein nützlicher Partner, für den Verantwortung übernommen wird.

Hinter der Fassade des bekannten Klischees als exotisches Feriendomizil entpuppt sich Thailand als spirituelles Land. Hier koexistieren Tradition und Fortschritt, kooperieren Mensch und Tier, eröffnen sich unerwartete Wege, die Natur und Zivilisation nicht als Gegensätze erscheinen lassen. Thailand strotzt nur so vor imposanten Naturschauplätzen: Dichte Urwälder bieten paradiesische Lebensbedingungen für schier unzählige Tier- und Pflanzenarten, kilometerlange Strände mit weißem Sand und Mangrovenwaldküsten dominieren den Süden des Landes.

Malerische Gebirgslandschaften und unberührte Wälder im Norden bieten wiederum einen Rückzugsort für seltene Großsäuger wie Leoparden oder Sambarhirsche. Fruchtbare Felder und üppiges Grünland geben dem Zentrum des südostasiatischen Königreiches seine unverkennbare Note. Hier liegt auch die pulsierende Hauptstadt Bangkok.

Der Film von Steve Cole, Lara Bickerton und James Hemming gibt einen umfassenden Einblick in das thailändische Königreich. Begegnungen mit der artenreichen Tierwelt in faszinierenden Naturkulissen zeigen Thailand als wahrhaftiges Naturparadies - zu sehen sind unter anderem seltene Aufnahmen von den letzten wildlebenden Tigern und Elefanten außerhalb der Schutzzonen, die farbenprächtige fluoreszierende Unterwasserwelt bei Nacht oder Brydewale und rosa Delfine beim Fischfang im Thailändischen Golf.

Ganz gleich ob Mensch oder Tier, ob Stadt oder Land - alles und jedes leistet durch seine bestimmte Wesensart einen Beitrag zum Ganzen, im mehrheitlich von Buddhisten bewohnten Land. Kann ein Riesengecko im Wohnzimmer wirklich nützen? Kann der Ameisenbefall einer Obstplantage keine Plage darstellen? Kann die Invasion eines Affenclans im heiligen Klostergarten willkommen sein? Wenn es nach thailändischer Sichtweise geht: durchaus.

Der Idealfall ist ein Weg der Kooperation: Und so arbeiten etwa Fischer tagtäglich mit Delfinen zusammen, Bauern helfen Weberameisen bei der Ausdehnung ihres Imperiums auf der eigenen Plantage und brauchen so kaum Insektenvertilgungsmittel. Gärtnerinnen sammeln in Höhlen den Dung der Mauersegler und säubern im Gegenzug die Niststätten der Vögel. 95 Prozent aller Thailänder bekennen sich zum Theravada-Buddhismus.

Tausende Tempel und Statuen in Stadt und Land zeigen, dass Spiritualität nicht bloß als abgehobener Gedanke existiert, sondern durch die alltägliche Praxis der eigenen Handlungsweise zur Basis des Zusammenlebens werden kann. Es zählt die pragmatische Übereinkunft zwischen Mensch, Tier und Natur: Gutes zu tun oder zumindest Schaden zu vermeiden.


(ORF)


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1:58
VPS 01:55

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Der Südpazifik (1/4)

Unterwegs auf den entlegensten Inselparadiesen

Film von Huw Cordey

Deutsche Bearbeitung: Martin Mészáros

(aus der ORF-Reihe "Universum")

Ganzen Text anzeigenEin Meer, 20 000 Inseln, ein Viertel der weltweiten Wasserfläche: der Pazifik. Die Faszination der Südsee ist auch 230 Jahre nach James Cooks Entdeckungsreisen ungebrochen.

Die Dokumentation rekonstruiert, wie das Leben die winzigen Flecken Land inmitten des ...
(ORF)

Text zuklappenEin Meer, 20 000 Inseln, ein Viertel der weltweiten Wasserfläche: der Pazifik. Die Faszination der Südsee ist auch 230 Jahre nach James Cooks Entdeckungsreisen ungebrochen.

Die Dokumentation rekonstruiert, wie das Leben die winzigen Flecken Land inmitten des gewaltigen Ozeans erreichen und besiedeln konnte und zeigt die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt, die sich auf den verschiedenen Inseln der Südsee entwickelt hat.

So gar nicht dem Klischee von der Südseeinsel entspricht etwa Macquarie, der südlichste Außenposten des Südpazifiks. Die Insel wirkt zwar einsam, ist aber alles andere als verlassen. Zu bestimmten Zeiten des Jahres herrscht hier mehr Aktivität als auf jeder anderen Insel im Pazifik. Dann versammeln sich dort 60 000 See-Elefanten und Hunderttausende Haubenpinguine. Die Pinguine bekommen erstmals seit sieben Monaten festen Boden unter die Füße - es ist das einzige Festland, das diese Pinguine jemals betreten.

Viele der Inseln im Südpazifik sind unvorstellbar weit abgelegen, manche sind Tausende Kilometer vom nächsten Kontinent entfernt - und Hunderte Kilometer von der nächstgelegenen Insel. Aber überall haben Tiere die gewaltigen Wasserflächen überwunden und selbst das winzigste und am weitesten abgeschiedene Eiland besiedelt. Auf vielen kleinen Inseln haben sie sich zu höchst eigenwilligen Wesen weiterentwickelt, etwa zum größten wirbellosen Landtier der Welt. Die größten Exemplare des Palmendiebs, eines Riesen-Einsiedlerkrebses, wiegen vier Kilogramm und erreichen einen Beinspannweite von einem Meter.

Am weitesten von allen Kontinenten entfernt liegen die Hawaii-Inseln. Hier haben sich in der Isolation unglaubliche Schrullen der Natur herausgebildet: Fruchtfliegen, die ihre Partnerinnen mit kunstvollen Menuetten zu umgarnen versuchen oder sich wie Büffel Kopf gegen Kopf mit Rivalen messen. Oder eine Fleisch-fressende Schmetterlingsraupe, die in ihrem selbst gebastelten Versteck auf Beute lauert.

Getrennt durch die großen Wasserflächen haben auch Menschen auf vielen Inseln ganz eigenständige Lebensweisen entwickelt - mit ganz eigenen Sitten und Gebräuchen, von denen einige höchst extravagant wirken. In einem der spektakulärsten Rituale der Welt stürzen sich die Bewohner der Insel Pentecost kopfüber von 30 Meter hohen Türmen, wobei ihre Leben nur an einer um die Knöchel geschlungenen Liane hängt. Sie sind die Erfinder des Bungeejumpings.
Auf der winzigen Salomonen-Insel Anuta leben 300 Menschen auf einem Stück Land von einem halben Quadratkilometer Größe - es ist eines der am dichtesten besiedelten Gebiete der Welt. Diese beengten Umstände haben die Bewohner zu einem einzigartig kreativen Umgang mit der Natur gezwungen - und ein inspirierendes Beispiel für den behutsamen Umgang mit natürlichen Ressourcen geschaffen.


(ORF)


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2:42
VPS 02:40

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Der Südpazifik (2/4)

Ein Meer von Vulkanen

Film von Chiara Bellati und Huw Cordey

Deutsche Bearbeitung: Martin Mészáros

(aus der ORF-Reihe "Universum")

Ganzen Text anzeigenVulkanismus ist im Südpazifik allgegenwärtig. Der vermeintlich Stille Ozean befindet sich im permanenten geologischen Umbruch. Die Auswirkungen sind weitreichend.

So ermöglichen es die kühlen Lavagrotten von Galapagos beispielsweise Pinguin-Küken, am Äquator ...
(ORF)

Text zuklappenVulkanismus ist im Südpazifik allgegenwärtig. Der vermeintlich Stille Ozean befindet sich im permanenten geologischen Umbruch. Die Auswirkungen sind weitreichend.

So ermöglichen es die kühlen Lavagrotten von Galapagos beispielsweise Pinguin-Küken, am Äquator aufzuwachsen. Und die Großfußhühner auf den Salomon-Inseln nutzen die Erdwärme, um ihre Eier ausbrüten zu lassen.

Bilder aus Flug- und Unterwasserkameras zeigen alle Stufen im Leben einer Südseeinsel – von ihrer spektakulären Entstehung als Feuerberg bis zu ihrem sanften Verschwinden inmitten eines Atolls.

Zu den sensationellsten Bildern dieser Folge gehören die Aufnahmen von der Entstehung einer neuen Insel in der Nähe der Salomonen. "Wir hatten das große Glück, die ersten Flugaufnahmen von einem Unterwasservulkan zu machen" sagt Filmautor Huw Cordey. "Denn dieser Vulkan befand sich so knapp unter der Wasseroberfläche, dass bei einem Ausbruch Fontänen aus Gas und Gestein in die Luft geschossen werden."

Bisher ungesehene Vulkanismus-Bilder gelangen dem Team auch unter Wasser: Wenn die Lavaströme des hawaiianischen Kilauea-Vulkans ins Meer tropfen, erstarrt das flüssige Gestein unter Wasser schlagartig. Austretende Gase und die innere Spannung lassen das Gestein unter Zuckungen zerbersten, das in seiner Transformation plötzlich wirkt wie ein Lebewesen.


(ORF)


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3:26
VPS 03:25

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Der Südpazifik (3/4)

Blaue Weiten

Film von Marc Brownlow und Huw Cordey

Deutsche Bearbeitung: Sabine Holzer

(aus der ORF-Reihe "Universum")

Ganzen Text anzeigenDie Dokumentation durchmisst die gigantischen Distanzen des Südpazifiks: abertausende Kilometer von offenem, oft windstillem Ozean.

Abseits der Südseeinseln mit ihren Korallenriffen kommen nur Langstreckenspezialisten zurecht - Pottwale, Hochseehaie, ...
(ORF)

Text zuklappenDie Dokumentation durchmisst die gigantischen Distanzen des Südpazifiks: abertausende Kilometer von offenem, oft windstillem Ozean.

Abseits der Südseeinseln mit ihren Korallenriffen kommen nur Langstreckenspezialisten zurecht - Pottwale, Hochseehaie, Schwarzfuß-Albatrosse, Meeresschildkröten legen im Lauf eines Jahres tausende, manchmal zehntausende Kilometer zurück, mit unheimlicher Präzision.

Wie hilflos diese Dimensionen uns Menschen machen können, vermittelt auf dramatische Weise das Schicksal der Besatzung des Walfangschiffs "Essex", das als Vorbild für die berühmteste Hochsee-Geschichte überhaupt diente - "Moby Dick".

Am 23. Februar 1821 wurde ein kleines Rettungsboot mit zwei halbtoten Männern vor der Küste Chiles gefunden. Sie hatten eine Odyssee von fast 7000 Kilometern quer durch den Südpazifik hinter sich, nachdem ihr Schiff, die "Essex", von einem riesigen Pottwal gerammt und versenkt wurde. Vor dem Hintergrund ihrer spannenden Irrfahrt zeigt der dritte Teil der Südpazifik-Serie, welche abenteuerlichen Methoden Tiere anwenden, um in den endlosen südpazifischen Wasserwelten nicht unterzugehen.

Denn der größte Teil des Pazifiks besteht aus einer Art Meereswüste. In vielen Gebieten des offenen Ozeans verhindert die Temperaturschichtung des Wassers, dass Nährstoffe und Plankton aus der Tiefe zur Oberfläche aufsteigen. Dadurch sind in riesigen Gebieten kaum größere Meeresbewohner anzutreffen, wie auch die Schiffbrüchigen der "Essex" feststellen mussten, als sie wochenlang vergeblich versuchten, auch nur einen Fisch zu fangen.

Doch in der Nacht ändert sich das. Jeden Abend setzt sich die größte Wanderungsbewegung der Natur in Gang - aus der Tiefe zur Oberfläche. Es ist ein Schauspiel, das seinesgleichen sucht: Unzählige Wesen merkwürdigster Gestalt schweben durch das dunkle Wasser. Durchschnittlich ist der Pazifik mehr als vier Kilometer tief, was ihn nicht nur zum tiefsten Meer der Erde macht, sondern auch ständig die Entdeckung neuer Arten mit sich bringt, die meisten aus der Tiefsee.

Da so große Gebiete Wasserwüste sind, versammelt sich an den wenigen günstigen Stellen umso mehr Leben. Inseln wie Galapagos, die nährstoffreichen Tiefenströmungen im Weg stehen und sie dadurch zur Oberfläche leiten, bieten Nahrungsgrundlagen für eine Vielzahl ungewöhnlicher Bewohner. Aber das sind die besonders begünstigten Ausnahmen: Über weite Strecken des Pazifiks reicht schon die schiere Existenz einer Insel, um zahlreiche Besucher anzulocken. Die French Frigate Shoals etwa sind kaum einen Kilometer lang, dienen aber 300 000 Seevögeln als Brutplatz.

Regisseur Huw Cordey beeindruckte besonders die Unberührtheit vieler Flecken des riesigen pazifischen Raumes und die damit verbundenen filmischen Herausforderungen: "Wir waren ständig in Booten unterwegs, drei Tage bis zu den French Frigate Shoals, sieben Tage, um zur Macquarie-Insel zu kommen, zehn Tage, um die Insel Anuta zu erreichen. Logistisch war das kaum mit etwas zu vergleichen, das ich als Naturfilmer bisher erlebt habe."


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4:13
VPS 04:10

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Der Südpazifik (4/4)

Reif für die Inseln

Film von Marc Brownlow und Huw Cordey

Deutsche Bearbeitung: Sabine Holzer

(aus der ORF-Reihe "Universum")

Ganzen Text anzeigenDie Inseln des Südpazifiks zählen zu den entlegensten Orten der Erde, die oft durch tausende Kilometer Ozean vom nächsten Festland getrennt sind.

Dennoch tummeln sich selbst auf den entferntesten Atollen fremdartige Geschöpfe, die die Naturforscher jahrhundertelang ...
(ORF)

Text zuklappenDie Inseln des Südpazifiks zählen zu den entlegensten Orten der Erde, die oft durch tausende Kilometer Ozean vom nächsten Festland getrennt sind.

Dennoch tummeln sich selbst auf den entferntesten Atollen fremdartige Geschöpfe, die die Naturforscher jahrhundertelang vor ein Rätsel stellten. "Der Südpazifik - Reif für die Inseln" erzählt faszinierende Geschichten von bizarren Inselbewohnern.

Sie haben außergewöhnliche Anpassungen entwickelt, und glückliche Zufälle erlebt, die erlaubten, dass das Leben selbst die fernsten Küsten erobern konnte.

Egal wie abgelegen manche Inseln sind, sie alle wurden im Laufe der Zeit kolonisiert - zuerst von Pflanzen und Tieren, dann von Menschen, die hier heute noch oft auf traditionelle Weise leben. Mit 16 000 Kilometern ist der Südpazifik mehr als doppelt so breit wie der Atlantik. Viele der Pioniere, die es bis auf die östlichsten Inseln schafften, brachen weit im Westen auf, die meisten von Neuguinea. Dreimal so groß wie Großbritannien ist Neuguinea, die größte tropische Insel der Welt - und auch die tierreichste.

Hier leben etwa ein Zwanzigstel aller Insektenarten der Erde, an die 300 Säugetierarten und rund 300 Reptilien-Arten. Auch das Leistenkrokodil ist auf Neuguinea heimisch, und von hier brachen die Reptilien vor Millionen Jahren nach Osten auf und erreichten die Salomonen. Für jedes andere Tier wäre die 100 Kilometer lange Strecke auf dem offenen Meer ein unüberwindbares Hindernis. Für die Leistenkrokodile jedoch nicht. Die Salzwasserkrokodile, wie sie auch genannt werden, gehören zu den größten und auch kräftigsten Schwimmern. Einige Exemplare wurden bereits 1000 Kilometer vom nächsten Land entfernt auf hoher See gesichtet.

Selbst für Fische ist der offene Ozean oft eine unüberbrückbare Barriere. Erwachsene Tiere können nur selten neue Riffe kolonisieren, aber auch die Fische haben eine Lösung gefunden. Wenn sie sich zu Tausenden versammeln, um zu laichen, reißen die Strömungen Myriaden von befruchteten Eiern mit sich, die an weit entfernten Riffen wieder angespült werden.

Östlich der Salomonen vergrößern sich die Entfernungen zwischen den einzelnen Inseln beträchtlich. Zwischen den Salomonen und der nächsten Inselgruppe - Fidschi, Samoa und Tonga - liegen anderthalbtausend Kilometer. Trotz der isolierten Lage ist auf Fidschi fast die Hälfte der Pflanzen heimisch, die auch auf den Salomonen zu finden ist. Die tierischen Eroberer waren hier schon weniger erfolgreich. Nur eine Handvoll Fledermäuse hat es auf dem Luftweg bis hierher geschafft, auch die Vogelwelt ist weniger artenreich. Trotzdem leben hier zwei Froscharten, Tausendfüßer und der Fidschileguan, der wohl eindrucksvollste Bewohner der Insel. Sie waren wohl Opfer von Tsunamis und landeten als Schiffbrüchige in der Isolation.

Vor weniger als 2000 Jahren revolutionierten schließlich die Menschen die Verbreitung von Pflanzen und Tieren. Sie brachen von den Salomonen mit ihren Segelbooten ins große Unbekannte auf, mit sich führten sie Nutztiere, Pflanzen, die sie an neuen Ufern kultivieren wollten, und tierische blinde Passagiere. Die Polynesier besiedelten nun weit entfernte Inseln im Südpazifik wie Hawaii, Neuseeland und die Osterinseln, mehr als 11 000 Kilometer von Neuguinea entfernt. Sie sollten die Natur des Südpazifiks für immer verändern.


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5:01
VPS 05:00

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Seychellen - Ein Meer von Farben

Film von Werner Zips und Angelica V. Marte

Ganzen Text anzeigenVielfalt gilt auf den Seychellen als größter Wert - nicht nur bei der faszinierenden Tierwelt. Auf der Inselgruppe im Indischen Ozean ist kulturelle Diversität das zentrale Motto.

Die Seychellen sind weit mehr als ein bloßer Urlaubstraum aus Sonne, Strand, Meer und ...
(ORF/3sat)

Text zuklappenVielfalt gilt auf den Seychellen als größter Wert - nicht nur bei der faszinierenden Tierwelt. Auf der Inselgruppe im Indischen Ozean ist kulturelle Diversität das zentrale Motto.

Die Seychellen sind weit mehr als ein bloßer Urlaubstraum aus Sonne, Strand, Meer und Farben. Der überaus vitale Inselstaat bietet ein wahres "Mosaik der Weltbevölkerung". In diesem doppelten Sinn spiegelt auch die Gesellschaft der
"Seychellois" ein Meer von Farben.

Unbeirrt von der Hitze des Feuers hält Ilris Marie seine „Tambour Moutya“ über die Flammen. Damit wird die Bespannung aus Ziegenhaut gestimmt. Die Trommel soll Stakkato-artige Klänge hervorbringen. Ihr schweißtreibender Rhythmus symbolisiert den afrikanischen Herzschlag des Inselarchipels. Der zahnlose Altmeister genießt sichtlich den Moment der Aufmerksamkeit. Jetzt ist er wieder der Star seiner Jugendtage: "Die Moutya-Trommel hat mir viel Verehrung eingebracht", sagt er verschmitzt am nächsten Tag am türkisblauen Strand.

Wer die Tänze am Vorabend verfolgt hat, kann sich vorstellen, worauf Ilris anspielt. Beim Musikfestival auf Praslin, der zweitgrößten Seychelleninsel, dominieren zwar die neuen Musikstile wie der allgegenwärtige Reggae und Sega, die karibische und europäische Elemente in sich aufnehmen, aber die alten Traditionen aus der Sklaverei heizen die Stimmung immens auf. Hier wird deutlich, dass die Seychellen weit mehr sind als ein bloßer Urlaubstraum im Indischen Ozean.

Vielfalt gilt auf den Seychellen als eigentliche Existenzgrundlage. Staat und Gesellschaft sind auf diesem Fundament aufgebaut. Das symbolisiert schon die mehrfarbige Nationalflagge. Der Stolz auf ein friedliches und glückliches Zusammenleben wird in vielen Gesprächen deutlich. Er eint die Angehörigen der alten Elite, wie den Minister für Tourismus, mit den Rastas vom kleinen Ort La Misère, wie den Reggae-Star Jahrimba, dessen Vorfahren zum Teil von der ehemals versklavten afrikanischen Bevölkerung abstammen.

Selbst während der fast vier Jahrzehnte währenden autokratischen Herrschaft der „Seychelles Peoples United Party“ blieb das Prinzip der kulturellen Einheit unangetastet. Seit den ersten freien Wahlen im Jahr 2016 besteht aber auch Hoffnung auf eine politische Vielfalt und eine echte Mehrparteiendemokratie.

Den kritischen Stimmen der Künstler verdankt sich dieser neugewonnene Mut der Zivilgesellschaft zu einem guten Teil. Vor allem die lokale Spielweise des karibischen Reggaes hat zu einer kreolischen Aufbruchsstimmung beigetragen. Viele sehen darin eine Rückbesinnung auf das einende Element einer spezifischen Identität als "Seychellois". "Einheit in Vielfalt" gilt auf den Seychellen nicht bloß als offizielles Staatsmotto. Sie wird von der Gesamtbevölkerung als Grundlage der friedlichen Koexistenz und wirtschaftlichen Entwicklung verstanden. Damit kann der Inselarchipel als Beispiel dafür dienen, dass ein fruchtbarer Umgang mit Vielfalt nicht bloß als Last oder Problem verstanden werden kann, sondern als wahrer Aktivposten. Der Fokus liegt auf dem Gemeinsamen, nicht auf dem Trennenden. Das zeigt sich besonders beim wichtigsten und größten Kultur-Fest des Landes - dem jährlichen Festival Kreol.

Eine Woche lang beherrschen die unterschiedlichen Musikstile, Tanzformen und kulinarischen Köstlichkeiten das Leben auf den Inseln. Die mitreißenden Rhythmen der unterschiedlichen Kulturen relativieren das Klischeebild einer nur aus Wellen, türkisblauen Ufern an einsamen Stränden und romantischen Granitfelsen bestehenden Inselwelt. Zugleich spiegelt sich die auch aus Sicht der „Seychellois“ "paradiesische", natürliche, nachhaltige Vielfalt mit ihrer tropischen und marinen Tierwelt selbstredend in Musik und Tanz wider. Sie gehört zum Komplex der Kreol-Kultur, die ebenso wie die Sprache Kreol, afrikanische und europäische Einflüsse vereint.

Die Basis der sogenannten Nationsbildung ist die aus mehreren kulturellen Traditionen geformte kreolische Kultur. Das Festival Kreol fördert diese integrative Identität aller „Seychellois“ und das dazugehörige Selbstbewusstsein.

Solche Feste bieten dementsprechend Plattformen für soziale Integration. Sie betonen das Verbindende zwischen allen ethnischen Gruppen, ohne die unterschiedlichen Erfahrungen zu leugnen. Im Gegenteil, diese Unterschiede werden im Rahmen des Gemeinsamen zusammen gefeiert. Damit liefern die Seychellen ein Beispiel dafür, dass Diversität ein wertvolles Gut ist. Das hat viel mit ihrer Geschichte zu tun, die ein einzigartiges Konglomerat an eingewanderten ethnischen Gruppen hervorgebracht hat. Verschiedenheit soll auf den Seychellen den Zusammenhalt stärken und Entwicklung ermöglichen. Tierwelt und Naturschauspiele des Archipels gehören ebenso zu diesem "Meer von Farben" wie die unterschiedlichen musikalischen, religiösen und kulturellen Traditionen.


(ORF/3sat)


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HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Wettkampf der Museen - die Medicis vom Arabischen Golf

Film von Frank Eggers

Erstausstrahlung

Ganzen Text anzeigenArchitektur war immer ein Mittel, mit dem man Eindruck schinden kann. Ein Mittel, das die eigene Größe zum Ausdruck bringt. Das nutzten die Herrscher früher genau so wie heute.

Eine neue Dimension erreicht der Wettlauf um das größte, schönste, beste Gebäude der ...

Text zuklappenArchitektur war immer ein Mittel, mit dem man Eindruck schinden kann. Ein Mittel, das die eigene Größe zum Ausdruck bringt. Das nutzten die Herrscher früher genau so wie heute.

Eine neue Dimension erreicht der Wettlauf um das größte, schönste, beste Gebäude der Welt gerade am Persischen Golf: Dort geht es nicht mehr um Schlösser, Kathedralen, Moscheen oder Wolkenkratzer. Die neuen Prestigeobjekte sind Museen.

Und mit ihnen geht es um die großartigste Kunst der Welt.

Wie im Florenz der Renaissance wird in den reichen Emiraten am Golf in Kunst und Prunkbauten investiert. Koste es, was es wolle: Die Eröffnung des Louvre Abu Dhabi, gebaut vom französischen Stararchitekten Jean Nouvel, setzte im November den Höhepunkt des Wettlaufs in diesem Jahr. Ein Museum, dessen Architektur größte Anerkennung verdient.

Schon nächstes Jahr wird im Nachbar-Emirat Katar ein weiteres Museum der Superlative öffnen. Ersonnen hat das ebenso einzigartige Gebäude - wieder Jean Nouvel. Es ist dabei ganz anders als der Louvre Abu Dhabi, der eine Riesenkuppel besitzt und von fern aussieht wie ein Riesenraumschiff, aus der Nähe aber sich als Oasenstadt mit vielen Einzelgebäuden entpuppt. Das National Museum von Katar dagegen sieht aus wie eine gewaltige Wüstenrose. Sie umrahmt ein historisches Gebäude, das schon früher als Museum gedient hat. Moderne und Tradition sollen auch hier einander auf vorteilhafte Art begegnen.

Der französische Architekt gilt seit seinem "Institute du monde arabe" als Experte für stilvolle Orientalistik am Bau. Auch für die einmalige Skyline von Katars Hauptstadt Doha hat er einen Wolkenkratzer geliefert, der seinesgleichen nicht findet. Verantwortlich für den kulturellen Boom in Doha ist Sheikha Al Mayassa bint Hamad al Thani. Sie gehört zur herrschenden Familie des absolutistischen Staates Katar. Die Hoheit gilt als die vielleicht mächtigste Frau der internationalen Kunstszene. Sie investiert jedes Jahr Hunderte von Millionen Euro in neue Museen, Kunstwerke für die Sammlungen Katars und in den Unterhalt der heimischen Künstlerszene.

Richard Serra zum Beispiel hat für Katar ein monumentales Landart-Projekt realisiert: East West/West East. Es deutet einen Weg an, denn Katar möchte mit Kunst und Museen Verbindungen schaffen, Brücken bauen, Dialoge in Gang bringen. Der amerikanisch-chinesische Architekt Ieoh Ming Pei hatte mit dem vor knapp zehn Jahren eröffneten Museum für islamische Kunst in Doha das erste dieser weltweit aufsehenerregenden Großprojekte am Golf vollendet. Jean Nouvels National Museum wird Ende 2018 eröffnet werden. Es soll das kommende Jahr in der Kunst so prägen wie jetzt die Eröffnung des Louvre Abu Dhabi. Man darf gespannt sein.

Doch auch in Abu Dhabi plant man weitere Museen, unter anderem ein von Frank Gehry entworfenes Guggenheim-Museum und ein National Museum aus der Hand des Stararchitekten Norman Foster. Aber ob das wirklich alles zustande kommt, steht in den Sternen. Noch immer ist mit den seit Jahren geplanten Bauten nicht begonnen worden.

Der Wettlauf der Medicis vom Golf um die große Kunst erfährt Brisanz dadurch, dass Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate derzeit eine Krise durchmachen. Grund dafür sind auch gegenseitige Vorwürfe, man unterstütze den Terrorismus. Diesen Sommer wurden die diplomatischen Beziehungen zwischen den Nachbarländern eingestellt. Die Medicis vom Golf bauen mit ihren Museen Brücken in die Welt. Aber sie selbst reden zur Zeit nicht miteinander.