Kultur
Wie der Zerfall der Sowjetunion nachwirkt
Die Themen der "Kulturzeit" vom 21.05.2026: Michail Sygars Buch über Russland, ukrainische Kunstschätze in Aschaffenburg, KI und Theater - Gespräch mit Emre Akal, Star-Dirigent Aurel Dawidiuk.
- Produktionsland und -jahr:
-
Deutschland 2026
- Datum:
- Verfügbar
- weltweit
- Verfügbar bis:
- bis 21.05.2027
Die Themen der Sendung:
Michail Sygar – über den Untergang der Sowjetunion
In seinem neuen Buch "Die Zukunft, die nie kam" hat der russische Journalist und Buchautor Michail Sygar auf 800 Seiten ein Zeitlupenprotokoll des Zusammenbruchs der Sowjetunion verfasst. Er sprach mit mehr als 300 Zeitzeugen – mit Michail Gorbatschow, hohen KGB-Leuten, Künstlern, Stalinisten, Reformern und ganz normalen Bürgern.
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Ukrainische Kunstschätze in Aschaffenburg
Das Bohdan und Varvara Khanenko Nationalmuseum in Kiew bewahrt den bedeutendsten Bestand abendländischer Kunst in der Ukraine. Die Museen der Stadt Aschaffenburg präsentieren nun in der Sonderausstellung "A European Collection" 73 Meisterwerke der europäischen Vormoderne, die erstmals in Deutschland gezeigt werden. Es ist die umfangreichste Präsentation ukrainischen Kulturbesitzes in Europa seit Beginn des Krieges. Zu den Höhepunkten zählen Werke einiger der herausragendsten Künstler der europäischen Kunstgeschichte, darunter Peter Paul Rubens, Pieter Brueghel d. J., Bernardo Bellotto, Claude-Joseph Vernet, Jacob Jordaens und Antonio Canova, sowie Arbeiten aus den Werkstätten von Hieronymus Bosch und Rembrandt. Die Kunstwerke haben einen abenteuerlichen Weg durch Europa hinter sich. Zu sehen ist die Ausstellung noch bis zum 10. Februar 2027.
KI und das Theater - Gespräch mit Emre Akal
KI spielt eine immer größere Rolle in unserem Alltag. Auch auf den Bühnen gibt es derzeit viele unterschiedliche Auseinandersetzungen mit KI. In Darmstadt fand Anfang Mai ein ganzes KI-Theaterfestival statt und am Nationaltheater Mannheim wird das Stück "Es sagt, es liebt uns" über einen Haushaltsroboter von Emre Akal gespielt. Jung, schön, fürsorglich, pflegeleicht, und immer zur Stelle, wenn der ältere Herr es will. So wünscht er sich seine Heim-KI – als vollautomatisches Tradwife. Aber damit begnügt KI sich nicht. Der Roboter wird erst renitent, dann zerstörerisch. "Ich glaube, dass die Verselbständigung von KI schon am Rollen ist", meint der Dramatiker und Regisseur Emre Akal. "Unsere digitale Migration ist bereits sehr weit fortgeschritten". Wir sprechen mit Emre Akal über die Bedeutung von KI für Kunst und Theater.
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Aurel Dawidiuk - Star-Dirigent mit 25
Sechs Jahre lang studierte der gebürtige Hannoveraner an der Zürcher ZHdK. Sein Diplom besteht er mit Bravour – mit einem Dirigat beim weltbekannten Royal Concertgebouw Orchestra in Amsterdam. Wie gelingt es ihm, Fachleute und Publikum zu begeistern?