Kultur
Wie KI den Krieg verändert
Die Themen der Sendung vom 01.04.2026: Kriegsführung mit Chatbots, wann kippen Demokratien? - Gespräch mit Hauke Hartmann, Ungarn vor dem Machtwechsel, Ausstellung "Sex Work".
- Produktionsland und -jahr:
-
Deutschland 2026
- Datum:
- Sendetermin
- 01.04.2026
- 19:24 - 20:00 Uhr
Die Themen der Sendung:
Kriegsführung mit KI
Immer mehr KI-Systeme werden nicht nur im Alltag genutzt, sondern auch im Krieg. Große Sprachmodelle wie ChatGPT oder Claude werden genutzt, um riesige Datenmengen auszuwerten, Einsatzorte zu identifizieren und Entscheidungsprozesse zu beschleunigen. Der Beitrag wirft einen Blick auf die aktuellen Entwicklungen und beschäftigt sich mit den ethischen Fragestellungen.
Israel, USA, Ungarn - wann kippen Demokratien und warum? - Gespräch mit Hauke Hartmann
Der Trend zu autoritären Machtstrukturen wächst weiter. Länder wie USA, Ungarn oder Israel scheinen zunehmend demokratische Prozesse abzubauen. Doch was führt zum Sturz der Demokratie? Wann kippen demokratische Strukturen? Der BTI Transformation Index analysiert seit 2003 Transformationsprozesse zur rechtsstaatlichen Demokratie und sozialpolitisch flankierten Marktwirtschaft. Die erhobenen Daten fließen in die Erarbeitung strategischer Empfehlungen für die Steuerung von Transformationsprozessen ein. Die Beratung und Qualifizierung von Akteuren und Unterstützungsorganisationen soll dazu beitragen, Demokratie und Marktwirtschaft weltweit zu stärken. Wir sprechen mit dem langjährigen Leiter des Projekts, Hauke Hartmann.
Ungarn vor dem Machtwechsel?
In Ungarn wird im April gewählt. Und es könnte für Viktor Orbán erstmals seit 16 Jahren eng werden. Der Langzeit-Ministerpräsident liegt in allen unabhängigen Umfragen deutlich hinter seinem Herausforderer Péter Magyar. Ein Machtwechsel, den viele Kulturschaffende durchaus herbeisehnen dürften, immerhin hat Orbán einen intellektuellen Kahlschlag zu verantworten, samt Gleichschaltung staatlicher Bühnen und Museen. Wir haben in Budapest mit Orbán-skeptischen und Orbán-begeisterten Kulturschaffenden gesprochen.
Ausstellung "Sex Work" über die Kulturgeschichte der Sexarbeit in Bonn
Dirnen, Kurtisanen und Nackttänzerinnen spielten in der bildenden Kunst lange Zeit vorrangig eine Rolle als Motiv, wurden allenfalls als Musen wahrgenommen. Die Ausstellung "Sex Work" in der Bonner Bundeskunsthalle unternimmt einen Perspektivwechsel und erzählt die Kulturgeschichte der Sexarbeit gemeinsam mit einem Kollektiv forschender Sexarbeiter*innen, orientiert an einem zentralen Prinzip: nichts über uns ohne uns. Die Schau zeigt, dass Sexarbeiter*innen auch eine schöpferische, künstlerische Rolle einnehmen, ermöglicht historische und aktuelle Einblicke und lädt so dazu ein, neue Perspektiven auf ein von Vorurteilen und Tabus geprägtes Thema zu gewinnen.