Lehrperson hält Tablet in der Hand, im Hintergrund sind zwei Schultafeln zu sehen.

Kultur

KI und Schule - Warum sollen wir noch lernen?

Die Themen der Sendung vom 10.03.2026: KI und Schule, Buchhandlungspreis, "Freiwürfe mit einem Diktator", Timothée Chalamet und die Oper, Courbet in Wien.

Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2024
Datum:
Sendetermin
10.03.2026
19:24 - 20:00 Uhr

Die Themen der Sendung:

KI und Schule - Warum sollen wir noch lernen?

Da steht doch schon alles. Das ganze Wissen der Welt ist mit einem Prompt im KI-Programm zu erfragen. Brauchen wir da noch Schule? Wir sprechen mit Schulleitern und Lehrern. Seit das Carl-Fuhlrott-Gymnasium in Wuppertal den ersten Preis als Lernort für KI + Schule gewonnen hat, ist die KI in der Pädagogik nicht mehr wegzudenken. Der Soziologe Hartmut Rosa ist ein Gegner der KI an Schulen. Warum? Ist die KI vielleicht doch mehr als ein Spickzettel?

Sachsen: Wieviel Kultur bleibt nach den Kürzungen übrig?

Krise war immer, so viel steht fest. Aber so viel Krise wie zurzeit wohl kaum: Im Doppelhaushalt des Freistaates Sachsen fehlen 2,9 Milliarden Euro, es muss gespart werden, und zwar überall, also auch bei der Kultur. Museen mit mehr Schließtagen und weniger Ausstellungen, freie Kultureinrichtungen, die um Zuschüsse bangen. Und mindestens ein Theater, das um seine Existenz bangt: Im Theater Plauen-Zwickau sollen rund drei Millionen Euro eingespart werden. Das aber würde die Schließung mindestens einer Sparte bedeuten, sagt Intendant Dirk Löschner. Im Sommer 2025 haben mehr als 25.000 Theaterbesucher aus der Region eine Unterschriftenaktion zum Erhalt der Bühnen unterschrieben, aber welche Möglichkeiten hat die Politik angesichts der desaströsen finanziellen Situation des Landes und der Kommunen?

Weimer sagt Verleihung des Buchhandlungspreises ab

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) hat die Verleihung des Deutschen Buchhandlungspreises im Rahmen der Leipziger Buchmesse am 19. März abgesagt. Die Debatte um die Streichung von drei Jury-Vorschlägen drohe den Sinn der Veranstaltung "zunehmend zu überlagern", erklärte ein Sprecher Weimers in Berlin. Eine "angemessene Würdigung" der Preisträgerinnen und Preisträger scheine "kaum noch möglich", argumentierte demnach der parteilose Politiker. Die ausgewählten Buchhandlungen sollen Preisgeld und Urkunde auf direktem Wege erhalten, die Bekanntgabe der Hauptpreise solle in gesonderter Form erfolgen, hieß es. Die drei Buchhandlungen "The Golden Shop" (Bremen), "Rote Straße" (Göttingen) und "Zur schwankenden Weltkugel" (Berlin) waren aufgrund von "verfassungsschutzrelevanten Erkenntnissen" von der Nominiertenliste gestrichen worden.

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Wolfram Weimer und der Kulturkampf

Die Themen der Sendung vom 06.03.2026: Sebastian Guggolz zum Buchhandlungspreis, AfD-Kulturpolitik, syrischer Bürgermeister in Schwaben, 500 Jahre Frauen-Frage, Ella Maillart.

Tom Kummers Roman "Freiwürfe mit einem Diktator"

Tom Kummer schickt einen Berner Basketballcoach zu Diktator Kim Jong Un. Am 14. März 2026 erscheint Tom Kummers neuer Roman "Freiwürfe mit einem Diktator". Darin verarbeitet er die Zeit des nordkoreanischen Diktators Kim Jong Un in zwei Berner Internaten zu einem Roman. Kim Jong Un lebte in der Schweiz unter falschem Namen. Tom Kummer mischt Fiktion und Wahrheit zu einer Geschichte: Ihn interessiert die Beziehung zwischen Lehrer und Schüler und die Frage: Welche Spuren hat die Schweiz im Leben des späteren Diktators hinterlassen? Was literarisch gang und gäbe ist, anhand von Fakten zusammen mit Fiktion eine Geschichte zu erzählen, hat vor 25 Jahren als Journalismus einen großen Medienskandal ausgelöst. Kummer veröffentlichte damals erfundene Interviews mit Stars in verschiedenen renommierten deutschsprachigen Magazinen. Jahrelang wurden diese gefälschten Interviews von Kummer gedruckt, geglaubt und gut verkauft.

Timothée Chalamet und die Oper

Mit einer Bemerkung über angeblich mangelndes Interesse an Oper und Ballett hat Hollywood-Star Timothée Chalamet für Empörung gesorgt. Große Opernhäuser reagieren nun mit einer Mischung aus Witz und Kritik auf die Äußerung des Oscar-Anwärters. Chalamet, der für seine Rolle als ehrgeiziger Tischtennisspieler in dem Film "Marty Supreme" als bester Hauptdarsteller nominiert ist, ließ sich in einer knapp 90-minütigen Gesprächsrunde mit seinem Kollegen Matthew McConaughey unter anderem über die Zukunft der Kinobranche und das Interesse von Zuschauern an Filmen aus. In diesem Zusammenhang sagte Chalamet, dass er nicht in Bereichen wie Ballett oder Oper arbeiten wolle - "Dinge, bei denen man sagt, 'Hey, erhaltet diese Sache am Leben, obwohl sich niemand mehr dafür interessiert'". Der Schauspieler fügte schnell hinzu, dass er größten Respekt für die "Ballett- und Opernleute da draußen" habe und witzelte, dass er nun in der Zuschauergunst wohl abgesackt sei.

Und tatsächlich gab es von der Opern- und Ballettwelt Gegenwind. Von der New Yorker Metropolitan Opera bis zu den großen Opernhäusern in Europa - alle konterten mit schlagfertigem Humor. Die Wiener Staatsoper verlinkte auf Instagram die Äußerung von Chalamet und startete eine Umfrage auf der Straße - "Sind Oper und Ballett den Leuten wirklich egal?". Auch die Royal Opera in London ging kreativ in die Offensive. Das Opernhaus unterlegte die Worte des Schauspielers mit einem temporeichen Video von Proben und Aufführungen, mit dem Hinweis, dass sich hier jeden Abend Tausende versammeln würden.

Courbet-Ausstellung im Leopold Museum in Wien

Das Leopold Museum in Wien präsentiert die bisher größte Einzelausstellung des französischen Malers Gustave Courbet in Europa. Neben seiner revolutionären Maltechnik sorgt besonders die provokative Wahl seiner Motive für Aufmerksamkeit und unterstreicht Courbets Bedeutung als einer der einflussreichsten Maler des 19. Jahrhunderts.

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