Kultur
"System Epstein": Macht und Missbrauch
Die Themen der Sendung: Jeffrey Epstein und Misogynie, Tricia Tuttle und Berlinale, Annett Gröschner im Gespräch, Ernst Thälmann-Straßen.
- Produktionsland und -jahr:
-
Deutschland 2024
- Datum:
- Sendetermin
- 04.03.2026
- 06:20 - 07:00 Uhr
Die Themen der Sendung:
"System Epstein": Macht, Misogynie und institutionelles Versagen
Prominente Namen, geschwärzte Täter, ungeschützte Opfer: Die Veröffentlichung der Epstein-Akten wirft viele Fragen auf. Warum wurden die Stimmen der vielen Frauen, die schon lange von dem Missbrauchsnetzwerk Jeffrey Epsteins berichteten, nicht gehört? Warum werden offenbar weiterhin mächtige Männer geschützt, die in den Files vorkommen? Für den Investigativ-Journalisten Barry Levine und die Philosophin Kate Manne ist der "Fall Epstein" ein Symptom für ein allgegenwärtiges System aus Frauenhass und patriarchaler Gewalt.
Das perfide Netzwerk des Jeffrey Epstein
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Berlinale-Chefin Tuttle bleibt
Berlinale-Intendantin Tricia Tuttle hat in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur angekündigt, ihre Arbeit bei der Berlinale fortsetzen zu wollen. Zuvor war heftig über die Zukunft der Intendantin und des Festivals selbst diskutiert worden. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hatte der "Rheinischen Post" gesagt, Tuttle habe von sich aus ihre Zukunft bei der Berlinale infrage gestellt. Tuttle bestätigte, dass "über die Möglichkeit meiner einvernehmlichen Kündigung" gesprochen worden sei.
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Mainzer Stadtschreiberin Annett Gröschner im Gespräch
Die Mainzer Stadtschreiberin Annett Gröschner ist mit zwei Kolleginnen, Peggy Mädler und Wenke Seemann, auf eine entschleunigte Reise durch Deutschland gegangen. Nur mit Regionalzügen fuhren sie von Frankfurt an der Oder nach Mainz am Rhein. Dabei erkundeten sie, was dieses Land zusammenhält und polarisiert – eine Bestandsaufnahme der Gegenwart in Ost und West und eine lyrische Entdeckungsreise. Wir sprechen mit ihr über ihre Reiseeindrücke und ihr Jahr als Stadtschreiberin in Mainz.
Wie unsterblich ist Ernst Thälmann? - Ostdeutschlands Thälmann-Straßen sollen verschwinden
"Thälmann vor allen - Deutschlands unsterblicher Sohn", heißt es in dem bekannten Arbeiterkampflied. Es wird seit 35 Jahren nicht mehr gesungen. Mit dem Ende der DDR verschwand auch der einstige KPD-Vorsitzende aus den Schulbüchern, dem öffentlichen Gedenken und wohl auch aus den Köpfen der Menschen. Doch auf vielen Straßen und Plätzen hält sich der Name Ernst Thälmann seit mehr als 35 Jahren beharrlich. Warum eigentlich? Das fragt sich die SED-Opferbeauftragte des Bundestages, Evelyn Zupke, und startete eine Initiative zur Umbenennung jener Straßen und Plätze, die Namen von Ernst Thälmann, Wilhelm Pieck oder Otto Grotewohl tragen. Die ständige Präsenz dieser Namen würde bei den Opfern der SED-Herrschaft schmerzhafte Erinnerungen auslösen, so Zupke. Was aber hat Ernst Thälmann mit den Opfern der SED-Diktatur zu tun? Das fragen sich vermutlich manche Bürgermeister. Die Umbenennung von Straßen ist kommunale Angelegenheit, und es wird interessant zu erfahren, wie Bürgermeister und Bewohner vor Ort auf die Initiative der SED-Opferbeauftragten reagieren.