Zwei DinA4 Blätter mit Daten und Fotos eines älteren Mannes liegen auf einem Tisch.

Kultur

"Kulturzeit" vom 04.02.2026: Das perfide Netzwerk des Jeffrey Epstein

Die Themen der Sendung: das System Jeffrey Epstein - Gespräch mit Daniel Laufer, Film "Coexistance, My Ass", Fotograf Benyamin Reich, Doku "Der Podcast-Boom", Ausstellung "Mehr Licht. Video in der Kunst".

Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2025
Datum:
Sendetermin
04.02.2026
19:21 - 20:00 Uhr

Die Themen der Sendung:

Das Sytem Jeffrey Epstein - Gespräch mit Daniel Laufer

Mehr als drei Millionen Seiten umfassen die neu frei gegebenen Epstein-Akten. Sie decken ein Netzwerk auf, dessen Dimensionen kaum zu fassen sind. Nicht nur Königshäuser, Mächtige aus Politik und Tech-Branche geraten immer mehr unter Druck. Die Enthüllungen bringen nun auch den ersten Deutschen in Bedrängnis: einen renommierten KI-Forscher aus Berlin, dessen Karriere in direkter Verbindung mit Jeffrey Epstein steht. Wie arbeitet man sich durch diesen Wust relevanter Informationen - und was offenbaren sie? Das fragen wir den deutschen Investigativ-Journalisten Daniel Laufer, der für Paper Trail Media arbeitet und gemeinsam mit "Spiegel", ZDF und "Standard" die Verbindung des deutschen KI-Forschers Joscha Bach zu Jeffrrey Epstein öffentlich gemacht hat.

Film "Coexistence, My Ass!"

Für ihren satirischen Blick auf das jüdisch-palästinensische Verhältnis in Israel wird Noam Shuster-Eliassi geliebt und gehasst. Nachdem sie den Glauben an den traditionellen Friedensaktivismus verlor, wandte sich die in einem zweisprachigen israelisch-palästinensischen Dorf aufgewachsene Shuster-Eliassi der Stand-up-Comedy zu. Fünf Jahre lang hat die libanesisch-kanadische Regisseurin Amber Fares die jüdische Stand-up-Comedienne und Aktivistin begleitet. Jetzt kommt ihre Doku in die Kinos.

Bildband "Jerusalem Berlin" von Benyamin Reich

Benyamin Reich fotografiert jüdische Traditionen und den Ausbruch daraus – in seiner alten Heimat Jerusalem und seiner neuen Berlin. Wie eine Suche nach seiner eigenen Identität muten die Schwarz-Weiß-Fotos an, mit denen Benyamin Reich das jüdische Leben in Jerusalem abbildet wie auch ästhetische Männerkörper in Berlin. Der Sohn eines angesehenen Rabbiners brach aus seinem jüdisch-orthodoxen Leben aus, um in Paris Kunst zu studieren; inzwischen lebt er in Deutschland und schafft mit dem Fotoband "Jerusalem Berlin" ein komplexes Porträt seiner Welt zwischen Religion und Säkularität.

Doku "Der Podcast-Boom"

Ob True Crime, Nachrichten oder persönliche Laber-Formate – Podcasts bieten Nähe, Authentizität und das Gefühl, quasi mit dabei zu sein. Über 60.000 Podcasts gibt es allein in Deutschland. Vor 20 Jahren wurden die wortlastigen Audio-Streams noch von Nerds im eigenen Wohnzimmer produziert, heute füllen die Stars der Branche mit "Live-Podcasts“ ganze Arenen. "True Crime Königin" Sabine Rückert staunt selbst, dass Tausende zu ihrem Podcast-Event "Zeit Verbrechen" kommen. Aber nicht nur in den Arenen: Auch zum Frühstück, auf dem Fahrrad oder vor dem Einschlafen: Podcasts sind zur ständigen Begleitung des Alltags geworden. Rund 34 Prozent der Menschen in Deutschland gaben 2025 an, sie zu nutzen. Vor acht Jahren waren es dagegen nur gut 13 Prozent. Suchen die Menschen in Zeiten von Social Media- und Informationsflut ganz bewusst nach langen, ruhigen Gesprächen?

Zwei Ausstellungen zu: "Mehr Licht. Video in der Kunst"

Videokunst sprengt Grenzen, spielt mit Wahrnehmungen, erzählt Geschichten – mal poetisch, mal radikal. Mit der Ausstellung "Mehr Licht. Video in der Kunst" wird im Aargauer Kunsthaus und im Kunstmuseum Solothurn gezeigt, welche Spuren diese Form der Kunst in der Schweiz hinterlassen hat.

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