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Grafik Video
Erst stirbt das Gehirn, danach folgen die restlichen Organe des Körpers
Tod auf Raten
Nach dem Gehirn folgen die anderen Organe
Das Gehirn ist das erste Organ, das stirbt, wenn das Herz aufhört, mit Sauerstoff beladenes Blut durch den Körper zu pumpen: Es hat immerhin den höchsten Verbrauch.
Bleibt der Sauerstoff aus, fallen innerhalb von wenigen Sekunden alle Sinneswahrnehmungen aus, das Bewusstsein erlischt. Nach 10 bis 15 Minuten ist der Hirntod irreversibel, die Neuronen sind abgestorben. Weitere 10 bis 20 Minuten später sterben auch die Zellen des Herzgewebes, die der Leber und der Lunge.

Nach ein bis zwei Stunden setzen die Nieren aus, nur der Magen-Darm-Trakt arbeitet weiterhin. Da die Muskeln erschlaffen, entleert sich die Blase und die Augen werden starr. Sie sprechen nicht mehr auf Lichtreize an und werden milchig. Da der Blutkreislauf still steht, kann das Kohlendioxid in gelöster Form als Kohlensäure nicht mehr abtransportiert werden - die Muskelzellen übersäuern, die Muskelfasern verzahnen sich - nach zwei bis zehn Stunden ist die Totenstarre eingetreten.

Da auch keine Wärme mehr produziert wird, kühlt der Körper jede Stunde um etwa ein Grad Celsius aus, die Haut wird blasser. Die Venen treten hervor. Das Blut folgt der Schwerkraft und sammelt sich an den tiefer gelegenen Stellen der Haut: Leichenflecken werden sichtbar. Nach 24 Stunden stellen auch Magen und Darm ihre Arbeit ein. Durch die zersetzende Wirkung der Verdauungssäfte beginnt der Körper, sich von innen heraus aufzulösen.

Glossar
Hirntod
Der Hirntod ist eine in der Medizin verwendete Todesdefinition bei Menschen, deren Kreislauf mit künstlichen Mitteln aufrechterhalten wird.