© ORF/Franziska Mayr-Keber
Video online ab 28.8.2018, 6.00 UhrVideo online ab 28.8.2018, 6.00 Uhr
Ein Mann am Verhandlungstisch - der Rest online dazugeschaltet!
Digital, flexibel, überflüssig - Wer hat morgen Arbeit?
Die digitale Revolution bringt enorme gesellschaftliche Umbrüche. Die Erwerbsarbeit wird immer mehr durch Automatisierung und Robotisierung ersetzt. Wie reagieren wir auf die "Industrie 4.0"?
Die Digitalisierung erfasst ganze Industriezweige und verändert die Art und Weise, wie und wieviel wir in Zukunft arbeiten. Die Dokumentation verhandelt die tiefgreifenden Auswirkungen der Industrie 4.0 auf uns und unsere Jobs. Wer wird davon profitieren- und wer verlieren?

Arbeit auf der Couch oder im Kaffeehaus
© ORF/Franziska Mayr-Keber Die alte Stechuhr hat längst ausgedient!
Die alte Stechuhr hat längst ausgedient!
"9 to 5" war gestern. Genauso, wie sich auf Lebenszeit einer Firma zu verschreiben. Flexibilität und Mobilität sind heute Grundvoraussetzungen, die Grenzen zwischen Beruf, Berufung und Freizeit verschmelzen zusehends.

Gearbeitet wird immer öfter auf der Couch, im Kaffeehaus oder auf einem der neuen, flexiblen Arbeitsplätze. Expertinnen und Experten sprechen von einer Entgrenzung der Arbeit, die einerseits mehr Freiheit und Autonomie bringt, andererseits mehr Selbstkontrolle und Organisationstalent erfordert und den klassischen Angestellten zum Unternehmer im Unternehmen macht. Das steigert den Druck auf die Einzelnen.

Neue Geschäftsfelder durch Digitalisierung
© ORF/Franziska Mayr-Keber Clickworker im Garten mit Laptop und Gitarre - eine Art von Arbeitsidylle?
Clickworker im Garten mit Laptop und Gitarre - eine Art von Arbeitsidylle?
Gleichzeitig tun sich mit der Digitalisierung neue Geschäftsfelder und Verdienstmöglichkeiten für jeden auf: Via Online-Plattformen lassen sich zwischendurch das Schlafzimmer vermieten oder mit digitalen Minijobs durch "Clickworking" ein paar Cent dazuverdienen.

Faktum ist, 50% der heutigen Arbeitsplätze werden in den nächsten 20 Jahren automatisiert. Die Arbeit wird weniger. Diskutiert werden immer öfter Themen wie das "Grundeinkommen", oder die "Maschinensteuer". Davon betroffen sind längst nicht mehr Beschäftigte mit monotonen, rein körperlichen Aufgaben, sondern zunehmend klassische Wissensarbeiter, wie Ärzte, Universitätsprofessorinnen oder Journalistinnen.

Ansprüche der Zukunft: schnell, flexibel, optimiert
© ORF/Franziska Mayr-Keber Künstler Niki Passath bastelt einen Roboter, der malen kann - bringt sich hier der Künstler selbst um seine Arbeit?
Künstler Niki Passath bastelt einen Roboter, der malen kann - bringt sich hier der Künstler selbst um seine Arbeit?
Doch das ist erst der Anfang, geforscht wird längst an der Automatisierung in der Altenpflege, der Automatisierung von Gesprächen durch sogenannte "Chat-Bots", um so theoretisch auch Beziehungen an Roboter auslagern zu können.
Die Industrie befindet sich in einem rasanten Wandel: schnell, flexibel und optimierte Produktionsabläufe. Das sind die Ansprüche, die es zu bewerkstelligen gilt. Wie reagiert unsere Gesellschaft auf die vielbeschworene "Industrie 4.0"?
Und wer hat morgen überhaupt noch Arbeit?

Sendedaten
Dienstag, 28. August 2018
um 23.15 Uhr
Stereo, 16:9
Credits
Dokumentation von Constanze Griessler und Franziska Mayr-Keber, Österreich 2016
scobel
Unsere neue Arbeitswelt
Das visionäre Zauberwort lautet zurzeit "Industrie 4.0". Ziel dieses Projekts der deutschen Regierung und der Industrie ist die Vernetzung von digitalen Produktionsprozessen in "intelligenten" Fabriken. Dabei soll nicht nur die Automatisierung in Produktionsstätten voranschreiten, sondern es sollen auch flexiblere Produktionsweisen entstehen.

Donnerstag, 3. November 2016
um 21.00 Uhr
Davor um 20.15 Uhr:
Der Coaching-Wahn (Dokumentation)
Mehr zum Thema bei makro
Schöne neue Arbeitswelt?
Unser Arbeitsalltag wird sich durch Computer und Roboter stark verändern. Höherer Arbeitsdruck und flexiblere Arbeitszeiten sind schon heute an der Tagesordnung. Doch es entstehen auch Möglichkeiten.
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