Die Freiheitsstatue - eine Frau mit Sternenkrone hält eine Fackel hoch - vor verschwommener US-Flagge

Kultur

"Kulturzeit" vom 13.01.2026: USA - von der Demokratie zur Technokratie?

Die Themen der Sendung: "Control. Alt. Delete" - Teil 1: Ayn Rand, "Der amerikanische Weckruf" - Gespräch mit Cathryn Clüver Ashbrook, die Klubszene nach der Tragödie von Crans-Montana, Theatertreffen.

Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2024
Datum:
Sendetermin
14.01.2026
06:20 - 07:00 Uhr

Die Themen der Sendung:

"Control. Alt. Delete" - Teil 1: Ayn Rand

Die Reihe "Control. Alt. Delete" widmet sich drei Vordenkern, deren Ideen den Einfluss der Tech-Branche auf die US-Politik und den fortschreitenden Abbau demokratischer Strukturen maßgeblich geprägt haben: Ayn Rand, René Girard und Curtis Yarvin. Im Silicon Valley sind die Romane von Ayn Rand (1905-1982) Kult. Die russischstämmige Autorin prägt bis heute die Tech-Eliten Kaliforniens - eine Branche, die einst Fortschritt und Freiheit versprach. Doch heute herrscht rund um San Francisco eine Ideologie, die demokratische Verfahren durch technologische Lösungen ersetzen will.

"Der amerikanische Weckruf" - Gespräch mit Cahryn Clüver Ashbrook

Als am 4. Juli 1776 Delegierte der 13 Kolonien die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten erklärten und damit die USA gründeten, war Demokratie eine radikale Idee. Die Unterzeichnung der US-amerikanischen Unabhängigkeitserklärung gilt als Wendepunkt. Weg vom König, hin zur Herrschaft des Volkes. Aus Untertanen wurden mündige Bürger. Nach elf Jahren Bürgerkrieg war auch die Verfassung erkämpft. Seit 1787 steht darin als Ziel: "Leben, Freiheit und das Streben nach Glück". 1787 soll Benjamin Franklin auf die Frage "Was ist es denn geworden, eine Republik oder eine Monarchie?" geantwortet haben: "Eine Republik, wenn ihr sie bewahren könnt". Genau das steht jetzt, zum 250. Geburtstag der USA, in Frage. Zeit für einen Weckruf, findet Cathryn Clüver Ashbrook. In ihrem Buch "Der amerikanische Weckruf" zeigt die transatlantische Politik-Expertin die Mechanismen auf, mit denen die zweite Trump-Administration die US-amerikanische Demokratie aushöhlt. Muster, die auch in Europa Einzug halten, weil die Illusion der automatisch stabilen liberalen Demokratie blind macht für Angriffe von innen. Wir sprechen mit der Autorin.

Mehr zur USA

Die Klubszene nach der Tragödie von Crans-Montana

Das Jahr 2026 hat mit einer Tragödie begonnen. In der Silvesternacht sind in der Schweiz 40 Menschen ums Leben gekommen, fast 120 wurden teils schwer verletzt. Bei der Katastrophe war eine Bar im Skiort Crans-Montana am frühen Neujahrsmorgen in Brand geraten, und viele junge Menschen konnten sich nicht mehr oder nur schwer verletzt nach draußen retten. In der Schweiz stand das Wochenende im Zeichen gemeinsamer Trauer. Bei einer offiziellen Gedenkfeier kamen Freunde und Angehörige der Opfer zu Wort. Nachdem die Bars und Tanzlokale am Tag der Trauer geschlossen blieben, kehrt nun das Nachtleben zurück in den Alltag. Wie gehen junge Menschen und Club-Betreiber mit den Ereignissen um?

Die Shortlist für das Berliner Theatertreffen

Zum zweiten Mal in Folge ist die österreichische Choreografin Florentina Holzinger zum Berliner Theatertreffen eingeladen worden. Sie zeigt dort ihre bildgewaltige Bühnenproduktion "A Year without Summer", wie die Jury des Theatertreffens, dem Gipfeltreffen der deutschsprachigen Bühnen, in Berlin mitteilte. Holzinger ist bekannt für spektakuläre Performances und sorgt seit Jahren für Aufsehen in der Theaterwelt. Sie arbeitet oft mit nackten Frauenensembles. Ihre Produktion "A Year without Summer" handelt von Themen wie Selbstoptimierung und Unsterblichkeit.

Die nächste Ausgabe des Theatertreffens ist vom 1. bis zum 17. Mai geplant. Eine Jury stellte die ihrer Meinung nach zehn bemerkenswertesten Inszenierungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vor, die nach Berlin eingeladen werden, dazu gehören neben "A Year without Summer" auch "Der Hauptmann von Köpenick" (Regie und Bühne: Sebastian Hartmann, Staatstheater Cottbus), "Die Glasmenagerie" (Regie: Jaz Woodcock-Stewart, Theater Basel), "Die Welt im Rücken" (Regie: Lucia Bihler, Schauspiel Stuttgart), "Fräulein Else" (Regie: Leonie Böhm, Volkstheater Wien), "Il Gattopardo" (Regie: Pinar Karabulut, Schauspielhaus Zürich), "Mephisto" (Regie: Jette Steckel, Münchner Kammerspiele), "Serotonin" (Regie: Sebastian Hartmann, Hans Otto Theater, Potsdam) "Three Times Left is Right" (Studio Julian Hetzel in Koproduktion mit Wiener Festwochen, Freie Republik Wien und Schauspiel Leipzig in Zusammenarbeit mit De Balie, Spring Performing Arts Festival und Theater Utrecht), "Wallenstein" (Regie: Jan-Christoph Gockel, Münchner Kammerspiele).

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