Kultur

"Kulturzeit extra": Klima bewegt - Hoffnung für Mensch und Natur

Wie kann der Mensch die Klimakrise bewältigen? Influencerinnen zeigen, wie Klimaschutz Spaß machen kann. Im Studio begrüßen wir Darya Sotoodeh und Eckart von Hirschhausen.

Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2024
Datum:
Verfügbar
weltweit
Verfügbar bis:
bis 28.02.2026

Im "Kulturzeit"-Studio begrüßt Cécile Schortmann Darya Sotoodeh von Fridays for Future Deutschland und den Arzt und Moderator Eckart von Hirschhausen. Junge Influencerinnen oder Künstlerinnen werden die Klimakatastrophe nicht verhindern können. Doch sie sind ein wichtiger Mosaikstein im Kampf gegen Lethargie und Schockstarre. Es gibt unzählige Wege sich zu engagieren. "Gesunde Erde - Gesunde Menschen" propagiert Eckart von Hirschhausen. In einer monothematischen Sendung sucht "Kulturzeit extra: Klima bewegt" nach positiven Auswegen für Mensch und Natur.

Thomas Brussig "Meine Apokalypsen. Warum wir hoffen dürfen"

Heute an die Zukunft zu denken, bedeutet, an den Klimawandel zu denken, der als Klimakatastrophe, gar als Klimaapokalypse daherkommt. Die Angstmächtigkeit des Klimawandels ist absolut nachvollziehbar, die prophezeiten Verheerungen beispiellos. Doch die Menschheit war schon häufig mit apokalyptischen Bedrohungen konfrontiert, allein in den letzten 40 Jahren mit dem atomaren Wettrüsten, Aids, dem Ozonloch, BSE und nicht zuletzt Corona. Was haben die Menschen befürchtet? Was ist tatsächlich eingetreten? Worin unterscheidet sich der Klimawandel von vorherigen apokalyptischen Szenarien? Thomas Brussig plädiert in seinem klugen Debattenbuch für Augenmaß und Nüchternheit. Wenn wir das Unvermeidbare hinnehmen und unsere Anstrengungen und Ideen auf das Vermeidbare konzentrieren, lässt die Klimakrise noch Raum für Hoffnung und Zuversicht. "Wir balancieren zwar am Abgrund, aber darin sind wir, wie es scheint, ziemlich gut. Und vielleicht sollte genau dies auch unser Erfolgsgeheimnis als Menschheit bleiben: Fürchte jede Gefahr so, als könnte sie dich umbringen, dann wird schon alles gutgehen." Thomas Brussig, 1964 in Berlin geboren, hatte 1995 seinen Durchbruch mit dem Roman "Helden wie wir". Es folgten unter anderem "Am kürzeren Ende der Sonnenallee" (1999), "Wie es leuchtet" (2004) und "Das gibt’s in keinem Russenfilm" (2015). Seine Werke wurden in mehr als 30 Sprachen übersetzt. Thomas Brussig ist der einzige lebende deutsche Schriftsteller, der mit einem seiner literarischen Werke wie auch mit einem Kinofilm und einem Bühnenwerk ein Millionenpublikum erreichte.

Klimastreik "Wir Fahren Zusammen"

Fridays for Future Deutschland ruft gemeinsam mit Verdi zu einem deutschlandweiten Klimastreik am 1. März unter dem Motto "Wir Fahren Zusammen" auf. "Wir Fahren Zusammen" ist ein einzigartiges Bündnis, in dem die Klimabewegung mit den Beschäftigten im Nahverkehr und ihrer Gewerkschaft Verdi für bessere Arbeitsbedingungen und eine Verdopplung der ÖPNV-Kapazitäten bis 2030 kämpfen. "Die Forderungen der Beschäftigten sind auch unsere Forderungen! Wir alle wollen pünktlich und sicher zur Arbeit, zum Amt oder in die Schule kommen. Wie soll das gehen, wenn auf dem Land kein Bus mehr fährt und Menschen sich in die Bahnen quetschen müssen, weil Wissing und die FDP unseren Nahverkehr kaputt machen? Wir sagen als Beschäftigte, Fahrgäste und Klimaaktivist*innen: wenn sich das nicht ändert, streiken wir!", sagt Darya Sotoodeh von Fridays for Future.

"Wir haben teilweise neun Stunden Dienst ohne richtige Pause, viele Kolleg*innen sind krank oder geben den Beruf ganz auf", sagt Tina Nowak, Straßenbahnfahrerin aus Berlin "So kann das nicht weiter gehen! Wir haben gelernt, dass einfache Appelle nicht reichen, um wirklich etwas zu verändern. Wir müssen uns zusammentun und Dinge selbst in die Hand nehmen." Frank Werneke, Vorsitzender der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) sagt: "Die Erreichung der Klimaziele ist ohne eine echte Verkehrswende und eine nachhaltige und dauerhafte Stärkung des ÖPNV nicht möglich. Deswegen kämpfen Verdi und Fridays for Future gemeinsam: für eine soziale Ausgestaltung von Klimaschutz und Strukturwandel durch gute Arbeit, Tarifverträge, starke Betriebsräte und Unternehmensmitbestimmung." Anfang des Jahres ist die Friedenspflicht von über 90.000 Beschäftigten im öffentlichen Nahverkehr ausgelaufen. In 15 Bundesländern fangen die Tarifverhandlungen über die Arbeitsbedingungen an. Diese Verhandlungen sind essentiell für ein Gelingen der Verkehrswende. Bis 2030 werden 100.000 Beschäftigte fehlen, es fallen immer mehr Fahrten aus und Linien müssen gestrichen werden. Dieser Entwicklung muss jetzt durch bessere Arbeitsbedingungen und Investitionen in den ÖPNV entgegengewirkt werden.

How to fight - wie junge Künstler*innen auf Social Media die Massen bewegen

"Die Beziehung Mensch und Natur ist eine Entfremdete", sagt die Konzeptkünstlerin Swaantje Güntzel. Sie lotet in ihren Performances den Widerspruch aus zwischen ästhetischem Reiz und verstörenden globalen Fragen. Ein Schwerpunkt bildet das Thema Plastikmüll und Klimawandel. So inszenierte sie sich vor Caspar David Friedrichs "Eismeer" in der aktuellen Caspar-David-Friedrich-Schau in Hamburg in einem Meer aus Plastikflaschen. Bei der Frage, ob denn Kunst diese Aufgabe postulieren kann, kommt ein klares "Ja", insbesondere seitens der Kuratoren. Und doch sind solche politischen Statements in der Kunst nicht allen recht. Für frühere Müll-Performances wurde Güntzel beschimpft. Nun erreichen sie zahlreiche Ausstellungsanfragen.

Madeleine Alizadeh, in Social Media bekannt als @dariadaria, unterhielt von 2010 bis 2017 dariadaria.com, einen der meistgelesenen Blogs im deutschsprachigen Raum. Mit ihrem Fair-Fashion-Label Dariadéh setzt sie nun ganz auf Nachhaltigkeit.

Marie Nasemann, deutsches Ex-Model, Schauspielerin, Autorin, Podcasterin. Sie selbst bezeichnet sich gern als "Sinn- und Greenfluencerin". Auf ihrer Blogseite "Fairknallt" spricht sie über Nachhaltigkeit in der Mode, Good Clothes, Fair Pay und Umweltschutz.

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