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Machtkampf: Anthropic muss neue KI abschalten
Streit um Claude Mythos und Fable 5: Die US-Regierung wollte den Zugang zu den KI-Modellen für alle Nicht‑Amerikaner sperren. Darauf reagierte Anthropic mit einer weltweiten Blockade. Stecken wirklich nur Sicherheitsbedenken hinter der Entscheidung?
- Produktionsland und -jahr:
-
Deutschland 2026
- Datum:
- Verfügbar in
- D / CH / A
- Verfügbar bis:
- bis 17.06.2031
NANO Themen
Anthropics neues KI-Modell: Zwischen Sicherheitsgewinn und Cybergefahr
Die KI‑Modelle Claude Mythos und Claude Fable 5 des US‑Unternehmens Anthropic sorgen weltweit für Diskussionen. In Tests der US‑Regierung identifizierte Claude Mythos 5 bislang unentdeckte Schwachstellen in fremder Software – eine Fähigkeit, die sowohl zur Abwehr als auch für Cyberangriffe genutzt werden kann. Claude Fable 5, die öffentliche Version mit identischem Modellkern, sollte solche Risiken durch zusätzliche Sicherheitsfilter begrenzen. Aus Sorge vor nationalen Sicherheitsrisiken, ausgelöst durch einen entdeckten Jailbreak zur Umgehung der Fable‑5‑Schutzmechanismen, erließ die US‑Regierung eine Exportkontrolldirektive, die den Zugang für alle Nicht‑US‑Staatsbürger weltweit untersagte. Anthropic schaltete daraufhin die Modelle weltweit ab – auch in den USA, da eine technische Filterung nach Staatsangehörigkeit kurzfristig nicht möglich war. Der Fall verdeutlicht die enge Verknüpfung von KI mit Fragen der Sicherheit, Regulierung und geopolitischer Macht – und die Abhängigkeit Europas von US‑Technologie.
Mit Gesprächsgast: Dennis Kenji Kipker, Professor für IT-Sicherheitsrecht, Hochschule Bremen
Neue Plattform W Social – Europas Antwort auf X?
Aus Schweden kommt mit W Social eine neue Plattform, die als transparente europäische Alternative zu bestehenden Netzwerken antritt. Nutzer müssen sich einmalig verifizieren, können danach jedoch anonym bleiben – ein Ansatz gegen Bots und Fake-Accounts. Serverstandorte in Europa und klare Regeln sollen Vertrauen schaffen.
Der erste Biocomputer
Das Schweizer Startup FinalSpark hat Hautzellen zu Gehirnzellen umprogrammiert. Die Neuronen vermehren sich in einem Nährmedium und bilden selbstständig Verbindungen. Diese Gehirn-Organoide mit bis zu 50 000 Neuronen sind auf Microarrays festgewachsen. So können sie über einen klassischen Computer elektronisch angesteuert werden. Auf diesem Weg sollen Biocomputer entstehen, die mehr Daten verarbeiten können, echte Kreativität zeigen und gleichzeitig energiesparender sind als Computer auf Siliziumbasis. Die Hoffnung ist, damit die Vorteile des menschlichen Gehirns nachahmen zu können.