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Von wegen gratis: Was uns KI wirklich kostet

USA und China teilen sich 90 % der KI-Server. Während wir ChatGPT nutzen, weichen in Virginia ganze Landstriche riesigen Rechenzentren. Weltweit schießt der Strom- und Wasserverbrauch in die Höhe. Wer zahlt den wahren Preis für den KI-Boom?

Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2026
Datum:
Verfügbar in
D / CH / A
Verfügbar bis:
bis 07.05.2031

NANO Themen

Daten-Boom in Nord-Virginia: Der Ressourcenhunger neuer Rechenzentren

Der KI-Boom treibt den Bau von Rechenzentren rasant voran. Besonders in Nord-Virginia nahe Washington, der weltweit größten Konzentration solcher Anlagen, sorgen die Projekte für Konflikte. Anwohner klagen über Lärm, den Verlust von Naturflächen und steigende Strompreise. Gleichzeitig benötigen KI-Rechenzentren enorme Mengen an Strom und Wasser, was laut Kritikern die Versorgung der Bevölkerung belastet. Befürworter verweisen dagegen auf hohe Steuereinnahmen und wirtschaftliche Vorteile.

China: Seltene Erden

Sie stecken in jedem Smartphone, jedem Flugzeug und jedem E-Auto: Ohne seltene Erden würde der Alltag der meisten von uns sehr anders aussehen. China baut 70 Prozent davon ab und verarbeitet sogar 90 Prozent. Deutschland deckt zwei Drittel seines Bedarfs seltener Erden aus China. Der Westen hat das jahrelang gerne so hingenommen, weil der Abbau teuer und auch schmutzig ist. So schmutzig, dass selbst China mittlerweile auf alternative Lösungen umsteigt. Korrespondent Jörg Endriß nimmt uns auf der Suche nach dem Abbau der seltenen Erden auf eine hindernisreiche Undercover-Reise mit, die an einem unerwarteten Ort endet.

Das weiße Gold der Altmark

Unter der Kleinstadt Salzwedel im Norden Sachsen-Anhalts liegt ein Schatz. Manche sprechen sogar schon vom Weißen Gold der Altmark, denn drei bis vier Kilometer tief lagert eine der größten Lithium-Ressourcen der Welt. 43 Millionen Tonnen Lithiumkarbonat-Äquivalent, schätzt die Firma Neptun Energie. Sie testet die Lithium-Gewinnung aus Tiefenwasser derzeit in einer Pilotphase. Der Rohstoff ist wesentlich zur Batterieherstellung und weltweit begehrt, aktuell finden 90 Prozent der Lithiumförderung in Südamerika, Australien und China statt.

Hilfe bei Huntington

Ein medizinischer Durchbruch gibt Hoffnung für Menschen mit der degenerativen Nervenkrankheit Huntington. Forschern und Medizinern ist es gelungen, den Krankheitsverlauf durch eine aufwendige Operation in Kombination mit einer Gentherapie um 75 Prozent zu verlangsamen. Für die Patientinnen und Patienten bedeutet das Jahre zusätzlicher Lebenszeit mit deutlich höherer Lebensqualität. Zudem besteht die Aussicht, dass die Krankheit mit diesem Verfahren langfristig sogar vollständig gestoppt werden kann.

"Grüner Teller": Geschirr aus Wasserpflanzen

Forscher der Universität für Bodenkultur (BOKU) entwickeln aus Schilf und anderen Wasserpflanzen eine nachhaltige Alternative zu Holz für Papier, Verpackungen und Geschirr. Die Pflanzen liefern Zellulose und könnten künftig auch in der Textilproduktion eingesetzt werden. Gleichzeitig leistet ihre Ernte einen wichtigen Beitrag zur ökologischen Pflege von Gewässern wie dem Neusiedler See oder der Alten Donau. Erste biologisch abbaubare Verpackungen sind bereits entstanden und sollen künftig auch beim Donauinselfest zum Einsatz kommen.

Moderation: Gregor Steinbrenner

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