Wissen
Brauchen Jugendliche wirklich ein Social-Media-Verbot?
TikTok, Insta, Snapchat: Alltag für viele, Risiko für manche. Die Politik fordert ein Verbot für unter 14-Jährige. Ist das die Lösung oder nur ein schneller Ausweg? Braucht es strikte Regeln oder klügere Plattformen?
- Produktionsland und -jahr:
-
Deutschland 2025
- Datum:
- Verfügbar in
- D / CH / A
- Verfügbar bis:
- bis 26.02.2031
NANO Themen
Suchtgefahr durch Social Media: Brauchen wir ein Verbot für Jugendliche?
Die politische Debatte über ein mögliches Social Media-Verbot für Minderjährige gewinnt in Deutschland deutlich an Dynamik. Die SPD fordert klare Altersgrenzen: ein Verbot für Kinder unter 14 Jahren und eine eingeschränkte „Light-Version“ für Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren. Die Expertenkommission zum Jugendschutz, eingesetzt von der Bundesregierung, reagiert hingegen zurückhaltend und mahnt zu differenzierten Lösungen. Wir haben einen Jugendlichen, eine Wissenschaftlerin und einen Medienpädagogen gefragt, was sie von einem Social Media-Verbot halten.
Science Date mit Bildungsforscher Olaf Köller
Prof. Olaf Köller, renommierter Bildungsforscher und Pisa-Experte, erklärt im Science Date, warum Reformen im deutschen Schulsystem häufig nur im Schneckentempo vorankommen. Gemeinsam mit Yve Fehring taucht er in aktuelle Bildungsfragen ein: die Rolle von Künstlicher Intelligenz im Unterricht, die Ziele des Startchancenprogramms und die wachsende Diskrepanz zwischen sinkenden Leistungen und stabilen Noten. Privat beweist er norddeutsche Gelassenheit: Jeden Morgen springt er in die Kieler Förde – selbst bei nur elf Grad Wassertemperatur.
Die Schulbildung geht den Bach runter
Bildungsforscher Olaf Köller weiß, warum Schulreformen schleppend vorankommen, Noten trotz sinkender Leistungen gleich bleiben - und wie Schule 2050 aussehen könnte.
Erinnerungsarbeit bei Demenz
Bis 2060 rechnen Experten in Deutschland mit rund 2,5 Millionen Demenzkranken – nach Krebs ist Demenz schon heute die zweithäufigste Diagnose. Forscher sind ständig auf der Suche nach neuen Werkzeugen um Pflegern und Betroffenen den Alltag zu erleichtern. Zahlreiche Studien zeigen: Erinnerungsarbeit ist eine wirkungsvolle Methode um Demenzkranke zu stabilisieren. Doch „klassische“ Methoden, wie Fotoalben anschauen, alte Volkslieder hören und singen, Gegenstände aus der Kindheit berühren und betrachten, sind sehr zeitaufwendig und nicht immer verfügbar. Durch den Einsatz von digitaler Technik soll sich das ändern.
Wut im Straßenverkehr - ein psychologisches Experiment
Aggression und Gereiztheit im Alltag nehmen spürbar zu: 84 Prozent der Menschen berichten von mehr Verrohung und häufiger eskalierenden Konflikten. Besonders im Straßenverkehr zeigt sich diese Entwicklung deutlich – Dashcam-Videos dokumentieren, wie schnell Impulskontrolle verloren gehen kann. In einem Experiment mit künstlichen Verkehrshindernissen wird sichtbar, wie unterschiedlich Menschen auf Stress reagieren und wie leicht sich Wut „anstecken“ kann. Gleichzeitig werden die körperlichen Stressreaktionen deutlich, die langfristig die Gesundheit belasten können.
Immer mehr Wut – Warum sind wir so aggressiv?
Wut mobilisiert, macht Missstände sichtbar und verändert unser Zusammenleben stärker, als vielen bewusst ist. Doch was passiert, wenn Wut zur Norm wird?