Wissen
Beschützer des Mittelmeers
Im Mittelmeer suchen Meeresforscher nach den letzten Rückzugsorten bedrohter Arten. Sie kartieren bedrohte Korallenriffe; Aktivisten kämpfen derweil für neue Meeresschutzgebiete und zeigen, wie sich dort Fischbestände und ganze Ökosysteme erholen können.
- Datum:
- Verfügbar
- weltweit
- Verfügbar bis:
- bis 05.11.2031
- Ton
- UT
„Natürlich ist ein Meeresschutzgebiet keine Grenze, die das Klima aufhalten kann, aber mit diesen Gebieten können wir zumindest den menschlichen Einfluss ausschalten.“
Unterwasserwelten im Hitzestress
Das Mittelmeer erwärmt sich rund 20 Prozent schneller als der globale Durchschnitt. Steigende Wassertemperaturen und sinkender Sauerstoffgehalt bedrohen die Artenvielfalt von Korallenriffen bis hin zu Fischen und Delfinen. Am Fuß des Vesuvs und im Meeresschutzgebiet Punta Campanella dokumentieren Wissenschaftstaucher den Zustand empfindlicher Ökosysteme, die durch Überfischung, Ankerschäden und den Klimawandel extrem verwundbar geworden sind.
Allianz für die Meere: Streit um No-Go-Zonen
Um das Aussterben von Arten zu stoppen, fordern internationale Umweltorganisationen wie die Blue Marine Foundation und Greenpeace die weltweite Initiative „30x30“: Bis zum Jahr 2030 sollen mindestens 30 Prozent der Ozeane unter absoluten Schutz gestellt werden. Doch der Weg dorthin ist schwer. Während einige Aktivisten den direkten Konfrontationskurs suchen, setzen andere auf den Dialog mit lokalen Fischern, um nachhaltige Kompromisse zwischen Naturschutz und Existenzen zu finden.
Patrouillen gegen den Lärm der Touristen
Weiter nördlich, im weltberühmten Schutzgebiet der Cinque Terre nicht weit von La Spezia, treffen Naturpark-Grenzen auf die Realität des Massentourismus. Millionen Besucher und unzählige Motorboote erzeugen eine massive Unterwasser-Lärmbelastung, die die Orientierung und Kommunikation von Delfinen zerstört. Hier greift die Organisationen Sea Shepherd ein: Mit ehrenamtlichen Patrouillen klären sie Bootsführer vor Ort auf und kämpfen gegen illegale Durchfahrten in den streng geschützten Zonen.
Überlebensinseln für die Zukunft
Obwohl Meeresbiologen warnen, dass Meeresschutzgebiete durch mangelnde Überwachung und fehlende Ressourcen oft zu bloßen „Paper Parks“ zu verkommen drohen, bleibt die Mission der Water Warriors alternativlos. Die ausgewiesenen Meeresschutzgebiete bilden die letzten Rückzugsorte, in denen die Resilienz der Natur gestärkt wird und das Mittelmeer eine reale Chance bekommt, sich zu erholen.
Water Warriors
Die Wasser-Krise ist da – aber die Retter stehen bereit. Ob Ernte-Erfolge ohne Wasser, der Schutz unserer Meere oder neues Trinkwasser aus dem Meer: In der Türkei, Italien und Israel zeigen ...