Kultur
Ostdeutschland: Abschied von der Demokratie?
Die Themen der "Kulturzeit" vom 10.02.2026: Jana Hensel im Gespräch über ihr Buch "Es war einmal ein Land", Berlinale Retrospektive, Norbert Gstreins "Im ersten Licht", Günther Uecker.
- Produktionsland und -jahr:
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Deutschland 2024
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Die Themen der Sendung:
"Es war einmal ein Land" - Gespräch mit Jana Hensel
Die Demokratie kam 1990 nach Ostdeutschland als Hoffnung auf bessere Zeiten. Heute verabschieden sich viele Ostdeutsche von ihr, beobachtet Jana Hensel in ihrem neuen Buch "Es war einmal ein Land". Wir sprechen mit der Autorin und Journalistin, die selbst zu DDR-Zeiten in Leipzig aufgewachsen ist, und 2002 mit dem autobiografischen Buch "Zonenkinder" über die DDR-Jugend nach der Wende bekannt wurde.
Berlinale Retrospektive "Lost in the 90s"
Die Berlinale 2026 widmet ihre Retrospektive dem Kino der 1990er Jahre - einem filmhistorischen Jahrzehnt des kreativen Schubs. Mit dem Ende des Kalten Krieges und dem Mauerfall begannen Filmemacherinnen und Filmemacher aus Ost und West einander gegenseitig zu entdecken - gleichzeitig beginnen neue Medien wie Video und Musiksender wie MTV den Markt neu aufzurollen - plötzlich ist im Kino alles möglich.
Mehr zur Berlinale
Norbert Gstreins Roman "Im ersten Licht"
Damit Adrian im Ersten Weltkrieg nicht eingezogen wird, verletzt ihn der Vater absichtlich mit einer Axt am Bein, um ihn kriegsuntauglich zu machen. Im Salzkammergut hilft Adrian in einer Villa, in der Versehrte des Ersten Weltkriegs untergebracht sind und wird zum Zeugen dessen, was Krieg aus den Menschen macht. Später wird er Lehrer für Geschichte und entwickelt eine obsessive Neugier für ehemalige Soldaten, während er sich selbst die Schuld des Daheim-Gebliebenen gibt. Über die Kriegsverbrechen im Zweiten Weltkrieg im Osten ist er früh informiert, schweigt jedoch. Widerstand bleibt ihm fremd. Norbert Gstrein verhandelt in seinem neuen Roman die Frage der Schuld und ob man zum Täter werden könnte.
Günther Uecker "Die Verletzlichkeit der Welt"
"Die Poesie wird mit dem Hammer gemacht" - im Arp Museum Bahnhof Rolandseck widmet sich eine Ausstellung dem Werk von Günther Uecker, dem 2025 gestorbenen Nagelkünstler und Humanisten