Altes Farbfoto von einer jungen Frau mit sorgfältig frisierten kurzen blonden Locken, stark geschminkten Lippen, die ein schulterfreies bordeauxfarbenes Satinkleid trägt und sich bei Aus- oder Einsteigen in ein Cabriolet mit ausgebreiteten Armen auf Frontscheibe und Tür stützt.

Kultur

Marilyn Monroe zum 100. Geburtstag

Die Themen der "Kulturzeit" vom 01.06.2026: Wiener Festwochen vs. Peter Thiel - Gespräch mit Milo Rau, Wim Wenders/Nastassja Kinski - Gespräch mit Jenni Zylka, Marilyn Monroe, Verner Panton, James Krüss.

Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2026
Datum:
Sendetermin
01.06.2026
19:23 - 20:00 Uhr

Die Themen der Sendung:

Wiener Festwochen laden Tech-Milliardär Thiel wieder aus - Gespräch mit Milo Rau

Die Wiener Festwochen haben den umstrittenen US-Milliardär Peter Thiel nach heftigen Debatten ausgeladen. Das teilte die Festival-Leitung mit. Thiel sollte ursprünglich an einem Diskussionsabend am 7. Juni teilnehmen. Geplant war eine öffentliche Debatte zum Thema "Armageddon und Antichrist? Von der Theologie zur Realpolitik" mit dem katholischen Theologen und Thiel-Kenner Wolfgang Palaver. Wie die österreichische Nachrichtenagentur Kathpress weiter berichtet, hatte es in den vergangenen Tagen in den Medien, aus den eigenen Reihen der Festwochen und in der Öffentlichkeit heftige Kritik an der Entscheidung gegeben, Thiel eine Plattform in Wien zu bieten. "Ich nehme die kritischen Stimmen sehr ernst. Aus meiner Verantwortung für das Gesamtprogramm musste ich mich leider gegen die geplante Veranstaltung mit Peter Thiel entscheiden, obwohl ich diese extrem spannend und im Rahmen der Republic of Gods thematisch konsequent gefunden hätte", erklärte Festivalleiter Milo Rau am 30. Mai. Wir sprechen mit ihm. 

Wim Wenders zur Nacktszene mit 13-jähriger Nastassja Kinski - Gespräch mit Jenni Zylka

Regisseur Wim Wenders hat sich zu einer umstrittenen Nacktszene aus seinem preisgekrönten Film "Falsche Bewegung" aus dem Jahr 1975 geäußert. Die Schauspielerin Nastassja Kinski ist in dem Film als 13-Jährige mit nacktem Oberkörper zu sehen. "Das würde ich heute nie mehr so machen", sagte Wenders nun in Berlin, wo er beim Deutschen Filmpreis mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet wurde. Der "Süddeutschen Zeitung" hatte Kinski kürzlich gesagt: "Obwohl ich mit 13 noch nicht so viel wusste, habe ich schon gemerkt, dass das nicht in Ordnung war." Dem Bericht zufolge versucht sie seit Jahren, die Szene aus dem Film entfernen zu lassen.

Es sei ein schwieriges Kapitel in seinem Leben, sagte der 80-Jährige auf der Bühne. "Ich weiß heute mehr, viel mehr. Es gibt andere Sensibilitäten, wir leben in einer völlig anderen Welt als vor 50 Jahren". Seinem damaligen jungen Ich könne er keinen Vorwurf machen. Er habe einen Film in seiner Zeit gemacht. Doch es ergebe sich eine Frage, die "euch alle" angehe, sagte Wenders an die Filmschaffenden im Publikum gerichtet: "Wie geht man mit Filmerbe um?" Dürfe und solle man eine Szene schneiden, wenn sie einer Schauspielerin - "die ich sehr verehrt habe und verehre" - weh tue? "Kann man einen Film im Nachhinein kürzen?" Er sei mit dieser Frage ziemlich allein. "Und ich bin auch ratlos", fügte der Regisseur hinzu. Es sei eine moralische Frage. Wenders bat die Deutsche Filmakademie um eine Diskussion zu diesem Thema, besonders mit jüngeren Leuten. Wir sprechen mit der Journalistin Jenni Zylka.

Zum 100. Geburtstag von Marilyn Monroe - Gespräch mit Jenni Zylka

Geboren am 1. Juni 1926 in Los Angeles als Norma Jeane Baker, verbrachte die spätere Marilyn Monroe ihre Kindheit in Heimen und Pflegefamilien. Bereits mit 16 Jahren heiratete sie zum ersten Mal. Nach Anfängen als Fotomodell ergatterte sie einen ersten Vertrag als Schauspielerin mit dem Filmstudio 20th Century Fox und wurde innerhalb weniger Jahre zum Weltstar. Mit nur 36 Jahren starb sie in ihrem Haus in Brentwood bei Los Angeles an einer Medikamenten-Überdosis. Wir sprechen mit der Journalistin Jenni Zylka über den Weltstar.

100 Jahre Verner Panton – Freigeist mit Flair für Farbe

Eine Designwelt – reich an Hinguckern: Verner Pantons (1926-1998) Möbel und Wohnwelten haben Kultstatus. Eine neue Ausstellung im Vitra Design Museum in Weil am Rhein zeigt die spielerischen Designs des Dänen, die mit damaligen Regeln brachen.

100 Jahre James Krüss - neue Dauerausstellung in München

"Wo der Mensch lacht, hat der Teufel seine Macht verloren." Sein Credo war: vor Verführbarkeit, vor Machtmissbrauch und Diktatur schützt nur das Erzählen. Also erzählte er. Mit Geschichten wie "Das verkaufte Lachen", "Mein Urgroßvater und ich", oder "Timm Thaler" wurde James Krüss zu einem der beliebtesten Jugendbuchautoren Deutschlands. Geboren auf der Insel Helgoland erlebte er seine große kreative Phase in den 1950ern und 1960ern in München, gefördert von Erich Kästner. Zu seinem 100. Geburtstag am 31. Mai eröffnete die Internationale Jugendbibliothek in München ihre neue Dauerausstellung.

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