Kultur

Belarussische Oppositionelle im Exil

Die Themen der "Kulturzeit" vom 24.04.2026: Maria Kalesnikava und die belarussische Opposition, Sarah Wedl-Wilson, "Affenliebe" - Literaturgespräch mit Jan Wiele, Anish Kapoor, Comicbuchtipps.

Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2026
Datum:
Verfügbar
weltweit
Verfügbar bis:
bis 30.08.2026

Die Themen der Sendung:

Maria Kalesnikova und die belarussische Opposition im Exil

Maria Kalesnikava ist eines der Gesichter der belarussischen Opposition gegen das Lukaschenko-Regime. Fünf Jahre lang saß die Bürgerrechtlerin in belarussischer Haft, bevor sie im Dezember 2025 mit anderen bekannten Oppositionellen freikam. Im Berliner Radialsystem hat die Musikerin nun bei einer Performance von ihrer Haft erzählt, während der sie lebensbedrohlich erkrankte. Nicht alle haben diese Haftbedingungen überlebt: Für mindestens neun politische Gefangene endete die Inhaftierung in Belarus mit dem Tod. Erfahrungen, die die belarussische Kunstszene aktuell verarbeitet. Wie die Exilkünstlerin Elena Rabkina, die vor ihrer Verhaftung das Land verließ. Ihre Werke sind in der Berliner PAKD-Galerie zu sehen. Andere belarussische Künstler gehen noch weiter und inszenieren Theateraufführungen in ehemaligen Gefängnissen – zum Beispiel in Vilnius – um ihre Haft besonders eindringlich erfahrbar zu machen. Nur im Ausland, wie Ende März in Warschau, trauen sich Belarussen noch zu demonstrieren, ihre Stimmen gegen die Diktatur in der Heimat zu erheben. Sie fordern die Freilassung der verbliebenen mehr als 800 politischen Gefangenen. Für die aktive belarussische Opposition bleibt der Kampf gegen die brutale Diktatur härter denn je.

Mehr zum Thema

Affäre um Fördermittel: Berlins Kultursenatorin Wedl-Wilson tritt zurück

Berlins parteilose Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson hat ihren Rücktritt verkündet. Sie tue dies aus Verantwortung für das Land und die Stadt, sagte sie in einem kurzen Statement. Zudem wolle sie Schaden "von dem so wichtigen Kampf gegen den zunehmenden Antisemitismus in Berlin" abwenden. Hintergrund ist eine Affäre um die Vergabe von Fördermitteln für Projekte gegen Antisemitismus, die auch vom Landesrechnungshof kritisiert wurde. Wedl-Wilson war seit 2023 Kulturstaatssekretärin in Berlin und übernahm den Posten der Senatorin nach dem Rücktritt ihres Amtsvorgängers Joe Chialo (CDU) im Mai 2025. Grüne und Linke werfen Wedl-Wilson und Chialo vor, Mittel nach unklaren Kriterien und auf Druck aus der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus vergeben zu haben. Seit Dezember 2025 beschäftigt sich ein Untersuchungsausschuss des Berliner Landesparlaments mit dem Thema. Zuletzt kritisierte auch der Rechnungshof die Vergabe von Fördermitteln und mahnte grundlegende Veränderungen an. Am 21. April entließ der Senat in dem Zusammenhang den Staatssekretär für gesellschaftlichen Zusammenhalt, Oliver Friederici (CDU). 

Lara Rüters "Affenliebe" im Literaturgespräch mit Jan Wiele

Lara Rüter hat wir ihre Ich-Erzählerin in dem Band "Affenliebe" in einem Primatenforschungsinstitut gearbeitet. Und dort viel nachgedacht über das Tier, mit dem wir 97 Prozent unserer Gene teilen. Was erfährt, wer unablässig auf Affen schaut, auch über sich selbst? Und wo verläuft diese Grenze zwischen uns und ihnen? Rüters Text ist auch Selbst-Reflexion und Selbst-Befragung. Ihre Beobachtung am Gehege sind oft Projektion eigener Erfahrung. Dichterin, die auf Affen schaut, nennt die Erzählerin ihr Verfahren. Was erhoffen wir uns von ihnen? Was haben Tiere, was uns fehlt? "Affenliebe" ist ein anspielungsreicher Essay über große Fragen und eine uralte, besondere Beziehung. Wir sprechen mit Literaturkritiker Jan Wiele über das Buch.

Anish Kapoor in Duisburg

Anish Kapoor zählt zu den visionärsten Künstlern unserer Zeit. Mit dem Wilhelm-Lehmbruck-Preis der Stadt Duisburg und des Landschaftsverbandes Rheinland wird nun sein wegweisendes Lebenswerk gewürdigt, das die Entwicklung der Kunst bis heute prägt. Aus diesem Anlass präsentiert das Lehmbruck Museum die umfangreichste Ausstellung von Kapoors Werken in Deutschland seit mehr als einem Jahrzehnt. Sie zeigt den Künstler und sein Werk in all seinen Facetten: von frühen Pigmentarbeiten über faszinierende Spiegelskulpturen bis hin zu monumentalen Installationen, die Körper, Raum und Bewusstsein miteinander verbinden. Die Ausstellung ist noch bis zum 30. August 2026 zu sehen.

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