In dem computer generierten Bild ist die Bronzestatue eines stolz da stehenden Mannes zu sehen, vor einer futuristischen dunklen Stadt und dem Leuchtschriftzug Curtis Yarvin.

Kultur

Königreich USA? Curtis Yarvins radikale Ideen

Die Themen der Sendung: Reihe "Control. alt. Delete" - Teil 2: Curtis Yarvin, Proteste im Iran - Gespräch mit Kristin Helberg, Julian Barnes "Abschied(e)", Oulu - Europäische Kulturhauptstadt 2026.

Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2025
Datum:
Sendetermin
19.01.2026
19:22 - 20:00 Uhr

Die Themen der Sendung:

"Control. Alt. Delete" - Teil 3: Curtis Yarvin

Die Reihe "Control. Alt. Delete" widmet sich drei Vordenkern, deren Ideen den Einfluss der Tech-Branche auf die US-Politik und den fortschreitenden Abbau demokratischer Strukturen maßgeblich geprägt haben: Ayn Rand, René Girard und Curtis Yarvin. Der rechtslibertäre Blogger Curtis Yarvin propagiert eine "CEO-Monarchie": einen Staat ohne Verfassung und Wahlen, in dem Konzern-Chefs das Sagen haben. Unproduktive seien unerwünscht.

Iran - waren die Proteste vergeblich? Gespräch mit Kristin Helberg

Bei den Massenprotesten im Iran sind Aktivisten zufolge fast 4000 Menschen ums Leben gekommen. Das Menschenrechtsnetzwerk HRANA mit Sitz in den USA verifizierte bislang 3919 Tote, wie aus einem Bericht der Aktivisten hervorgeht. Weitere knapp 9000 Todesfälle würden noch untersucht. Neben 3685 getöteten Demonstranten kamen demnach auch 178 Sicherheitskräfte ums Leben. Das Internet im Iran bleibt unterdessen den elften Tag in Folge gesperrt. Nur langsam dringen weitere Aufnahmen und Videos nach außen, die das volle Ausmaß der brutalen Niederschlagung der Massenproteste vom 8. und 9. Januar zeigen. Ein vielfach geteiltes Video in den sozialen Netzwerken zeigt schreiende und fliehende Demonstranten in einem belebten Teil der Hauptstadt Teheran, als staatliche Repressionskräfte das Feuer auf die Menge eröffnen. Die tatsächliche Zahl der getöteten Demonstranten könnte Berichten zufolge deutlich höher liegen.

Während die Proteste zurzeit verstummt sind, melden die Sicherheitsbehörden Festnahmen mutmaßlicher "Protestführer". In der zentralen Wüstenprovinz Jasd berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim, die den Revolutionsgarden nahe steht, über die Verhaftung von "Anführern und terroristischen Akteuren der Unruhen". Mehr als 24.000 Menschen seien im Rahmen der aktuellen Protestwelle festgenommenem worden, berichtete HRANA. Auch das Critical Threats Project (CTP) berichtete über eine großangelegte Verhaftungskampagne. Der Staat setze seine Repressionen fort "und verstärkt sie sogar noch, um jegliche Protestaktivitäten zu verhindern", hieß es in der Analyse. Wir sprechen mit der Nahost-Expertin Kristin Helberg über die Lage im Iran.

Julian Barnes "Abschied(e)"

Im Nordwesten Londons lebt Julian Barnes seit Jahrzehnten in einer beschaulichen Gegend. Eine gewisse Melancholie liegt hier in der Luft, zugleich Heiterkeit. Beides ist aus dem Werk von Julian Barnes nicht wegzudenken. "Von meiner Grundstimmung her bin ich fröhlich - meine Natur ist optimistisch: aber die Welt macht einen melancholisch, vor allem zur Zeit", sagt er. "Die Unvermeidbarkeit des Älterwerdens und des baldigen Todes ist auch nicht unbedingt etwas, das ich begrüße." Womit man inmitten des neuen Buches von Julian Barnes wäre: "Abschied (e)". Der heute 80-Jährige beschäftigt sich darin mit der Endlichkeit des Lebens auf unterschiedlichsten Ebenen, auch seine Krebserkrankung kommt zur Sprache - er hat Leukämie: dies sei zwar "unheilbar, aber beherrschbar", schreibt er und fügt hinzu: "das klingt doch wie das Leben selbst, nicht wahr?" Wir haben Julian Barnes zuhause in London besucht.

Europäische Kulturhauptstadt Oulu

Das nordfinnische Oulu hat das Jahr als europäische Kulturhauptstadt offiziell eröffnet. Trotz Schneefalls und Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt verfolgten zahlreiche Besucher die Eröffnungsfeier auf dem Marktplatz. Der finnische Präsident Alexander Stubb schlug in seiner Eröffnungsrede einen Slogan für die Kulturhauptstadt vor: "Oulu - sogar noch cooler als man denkt". Die Veranstaltung wurde per Livestream übertragen. Anschließend konnten die Besucher auf der Hauptbühne unter anderem ein Konzert auf Instrumenten aus Eis sowie den schreienden Männerchor Mieskuoro Huutajat erleben. Das Eröffnungsfestival in Oulu fand das ganze Wochenende über die gesamte Stadt verteilt statt. Unter anderem gab es ein Eishockey-Spiel, Akrobatik-Auftritte und die Premiere einer Oper über das Leben der Samen, die indigene Bevölkerung im hohen Norden Europas. Oulu mit seinen rund 220.000 Einwohnern gilt als nördlichste Großstadt der EU - es liegt etwa 600 Kilometer nördlich der finnischen Hauptstadt Helsinki. Die Stadt ist unter anderem bekannt für die Luftgitarren-Weltmeisterschaft, die dort jedes Jahr ausgetragen wird. Neben Oulu ist auch das slowakische Trencin seit dem Jahreswechsel europäische Kulturhauptstadt. Bei den Slowaken findet die feierliche Eröffnung etwas später statt, nämlich vom 13. bis 15. Februar.

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