Die Webseite verwendet Cookies, um Ihnen ein bestmögliches Angebot zu präsentieren. Sie können der Verwendung von Cookies widersprechen. Nähere Informationen finden Sie hier.

Ein traditioneller Osterstriezel mit Ei von Maria Daxböck aus dem Pielachtal

Kultur

Feiern mit Osterbrot und Festtagsbraten - Bräuche und Kulinarik rund ums Osterfest

Anita Lackenberger begibt sich auf Spurensuche nach unterschiedlichen Ostertraditionen, deren kulturgeschichtlichen Hintergründen und den besten Osterspeisen zwischen dem bayerischen Oberfranken, Tirol, Niederösterreich und der Steiermark.

Produktionsland und -jahr:
Datum:

Für evangelische Christinnen und Christen beginnen die Osterfeierlichkeiten bereits am Karfreitag. Für Katholikinnen und Katholiken gilt an diesem Tag noch strenges Fasten. Eine Gemüse- oder Rahmsuppe ist da schon das Höchste der Gefühle, während die anderen bereits einen Festtagsbraten auf den Tisch stellen. Anita Lackenberger präsentiert eine Auswahl der interessantesten Gerichte und Geschichten rund um Ostern in unseren Breiten.

Die beschrifteten Eier von Ruth Gerharter aus Ramsau im Korb für den Karfreitag und Gründonnerstag
Die beschrifteten Eier für Gründonnerstag und Karfreitag von Ruth Gerharter aus Ramsau.
Quelle: ORF/Produktion West/Gerhard Mader

Im niederösterreichischen Mitterbach zum Beispiel frühstücken evangelische Familien am Karfreitag im Festgewand einen "Osterschober" und brechen anschließend zur Messe auf. Zu Mittag wird dann bereits etwa ein deftiger Schweinsbraten serviert.

Gründonnerstags- und Karfreitags-Eier werden gesammelt und an verschiedenen Stellen in Haus und Garten verteilt. Sie sollen das Anwesen schützen. Außerdem sind sie bis zum Karfreitag des nächsten Jahres haltbar. Vor allem die Kinder sind ganz begeistert, Eier aufschlagen zu können, die sich nach einer solch langen Zeit immer noch gut backen und fürs Osterbrot am Ostersamstag verwerten lassen.

Im Pielachtal serviert Maria Daxböck traditionell ein Osterbrot mit Osterschinken und dazu Eier
Osterbrot mit eingebackenem Schinken aus dem Pielachtal
Quelle: ORF/Produktion West/Gerhard Mader

Auch im katholischen Pielachtal werden auf diese Weise verschiedene Striezel (Bild oben) und Osterbrote gebacken. Jedes Haus hat sein eigenes Rezept. Manchmal wird ein selbst geselchter Osterschinken eingebacken und in die Weihe-Körbe gelegt. Am Karfreitag gibt es am besten nur eine Gemüse- oder Stosuppe.

Geschlemmt wird erst am Ostersamstag mit einer deftigen Jause, bei der frischer Schafskäse nicht fehlen darf. Von der ersten Frühlingskräuter-Milch schmeckt er am besten. Am Ostersonntag werden dann die Ostereier gesucht, anschließend wird ein Osterbraten serviert. Eine typisch evangelische Tradition am Karfreitag in der steirischen Ramsau sind geselchte Lamm-Ripperln mit Sauerkraut. In der schwer zugänglichen Bergregion waren die jungen Lämmer das erste Fleisch, das im Frühling zur Verfügung stand.

Der fertige Braten mit Beilage serviert im Gasthaus Rauscher in Mitterbach
Kalbsbraten von Stefan Rauscher aus Mitterbach.
Quelle: ORF/Produktion West/Gerhard Mader

In den Tiroler Alpen ist Ostern das erste Frühlingsfest. Noch sind die Bergspitzen weiß, oft reicht der Schnee weiterhin bis tief ins Tal. In der Karwoche werden Osterbrote und Osterzöpfe gebacken.
Zum Fest wird etwa in Gallzein im Bezirk Schwaz Tiroler Lammbraten genossen. Im bayrischen Oberfranken, zwischen Schwabach und Kammerstein, existieren evangelische und katholische Ostertraditionen. Vom Roggenbrot bis zur Schlachtschüssel ist dort vieles zu finden.

Meine Merkliste

Alle Inhalte auf Ihrer Merkliste sind noch mindestens 3 Tage verfügbar.

Sie haben derzeit keine Videos in Ihrer Merkliste

Sie können ein Video der Merkliste hinzufügen, indem Sie das "+" am Teaser oder Beitrag anwählen.

Live

Statische Headline

1h 7min