Kultur
Der Kampf gegen Kindesmissbrauch via Webcam
Die Themen der "Kulturzeit" vom 08.04.2026: Kampf gegen Pädokriminelle, Wiener Aktionismus Museum, Salzburger Festspiele, der Musikagent Peter Schimmelpfennig und Zeichnerin Veronika Günther.
- Produktionsland und -jahr:
-
Deutschland 2026
- Datum:
- Verfügbar
- weltweit
- Verfügbar bis:
- bis 08.04.2027
Die Themen der Sendung:
Kindesmissbrauch via Webcam - Der Kampf gegen Pädokriminelle
Es ist ein internationales Phänomen, das die Polizei beschäftigt: Die Taten der Pädokriminellen. Viele Männer im Westen, auch in der Schweiz, treten beispielsweise mit Familien in den Philippinen in Kontakt, schicken Geld, damit die Kinder vor der Webcam missbraucht werden. Doch wer sind die Täter? Und was tun die Behörden in den Philippinen, um die Kinder besser zu schützen?
Neueröffnung des Wiener Aktionismus Museums
Vor zwei Jahren wurde in Wien das "Wiener Aktionismus Museum" kurz WAM gegründet. Nach monatelanger Umbauphase wurde es nun von Klaus Albrecht Schröder wiedereröffnet. Und zwar mit einer Ausstellung des Frühwerks von Hermann Nitsch - ursprüngliche Pläne für eine Retrospektive zum Werk des Künstlers und Sexualstraftäters Otto Muehl hat Schröder revidiert. Bereits 2025 haben sich die Wiener Festwochen kritisch mit der Täterkunst Otto Muehls auseinandergsetzt. Seitdem wird im deutschsprachigen Feuilleton erneut darüber diskutiert, wie man mit der Kunst eines Mannes umgehen soll, der Minderjährige missbraucht hat.
Salzburger Festspiele erhalten erstmals Schauspielchefin
Es ist eine ironische Volte wie für die Theaterbühne gemacht: Markus Hinterhäuser hat seinen Job als gefeierter Intendant der Salzburger Festspiele letztlich verloren, weil er eine neue Schauspielchefin holen wollte, ohne Genehmigung des Festspiel-Kuratoriums. Genau diese Frau, die ehemalige Burgtheater-Direktorin Karin Bergmann, wird jetzt nicht Schauspiel-Chefin, sondern Hinterhäusers Nachfolgerin. In der über 100jährigen Geschichte der Salzburger Festspiele ist sie die erste Frau an der Spitze.
Dealer zwischen den Systemen – die Geschichte von Peter Schimmelpfennig
Die Puhdys, City oder Karat, einige Rockbands aus der DDR verkauften ihre Platten auch im Westen und gingen dort sogar auf Tour. Möglich gemacht hat das der westdeutsche Peter Schimmelpfennig. In den 1970er Jahren erkannte der Musikmanager das Potential der deutschsprachigen Rockmusik aus der DDR und schaffte es, mit der staatlichen Schallplattenfirma "Amiga" Verträge auszuhandeln, um die Musik im Westen zu veröffentlichen. Jetzt erzählt er die ganze Geschichte im Buch "Der Doppelagent" und fügt der deutsch-deutschen Musikgeschichte ein weiteres, spannendes Kapitel hinzu.
Die Zeichnerin Veronika Günther
Jeden Morgen ein Bild – schnell, intuitiv, ohne Zögern. Mehr als 9000 Zeichnungen im kleinen DIN-A6-Format hat Veronika Günther über sechs Jahre geschaffen: ein visueller Bewusstseinsstrom zwischen Erinnerung und Wirklichkeit. Flüchtige kleine Szenen, mit wenigen präzisen Strichen, ohne Punkt und Komma hingeworfen. Bildfetzen aus Massenmedien mischen sich mit sexuellen Fantasien, Alltagsgegenstände mit Porträts von Musikern, Sportlern oder Psychoanalytikern. Veronika Günther ist eine Entdeckung!