Wissen
El Niño und das Extremwetter-Risiko
Das Wetterereignis El Niño kann 2026 besonders heftig ausfallen: Stürme, Dürren, Überschwemmungen. Fragen an den Klimaforscher Mojib Latif, der zurzeit an einem Extremwetterkongress teilnimmt.
- Produktionsland und -jahr:
-
Deutschland 2026
- Datum:
- Verfügbar
- weltweit
- Verfügbar bis:
- bis 23.09.2031
Themen
Super-El-Niño im Anmarsch: Drohen Uruguay schwere Überschwemmungen?
El Niño könnte in Uruguay in diesem Jahr für extreme Regenfälle und Überschwemmungen sorgen. Besonders gefährdet ist die Hauptstadt Montevideo, wo große Flächen versiegelt sind und Regenwasser kaum versickern kann. Die Stadt reagiert mit wasserdurchlässigem Straßenbelag, Rückhaltebecken und Regengärten, die Wasser aufnehmen und zurückhalten sollen. Ob diese Maßnahmen den erwarteten Wetterext-remen standhalten, bleibt jedoch ungewiss.
Extremwetterkongress in Hamburg
Heute beginnt in Hamburg der Extremwetterkongress. Fachleute aus Wissenschaft und Praxis beraten über die zunehmenden Risiken durch Hitzewellen, Starkregen, Hochwasser und weitere Wetterextreme. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Forschungsergebnisse sowie Strategien, mit denen sich Städte und Gesellschaft besser auf extreme Wetterereignisse vorbereiten können.
Gesprächsgast: Mojib Latif, Klimawissenschaftler und Präsident Akademie der Wissenschaften in Hamburg
Das Geheimnis des Regens: Forschende entschlüsseln Wolkenprozesse
Forschende des Max-Planck-Instituts in Göttingen haben mit einem speziellen Ballon-Observatorium untersucht, wie in eisfreien Wolken Regen entsteht. Mit Lasern und Hochgeschwindigkeitskameras entdeckten sie, dass sich die winzigen Wassertropfen in nur etwa ein Meter großen Bereichen konzentrieren. Dort stoßen sie häufiger zusammen und können so zu größeren Regentropfen wachsen. Die Ergebnisse sollen langfristig helfen, Wettervorhersagen und Klimamodelle zu verbessern. Weitere Messungen sind unter anderem in Amazonien, an der Ostsee und in Nordfinnland geplant.
Kampf gegen resistente Keime: Münchner Startup setzt auf synthetische Phagen
Die Entwicklung neuer Antibiotika gerät zunehmend ins Stocken. Gleichzeitig zählen Antibiotikaresistenzen laut WHO zu den größten Bedrohungen für die Menschheit. Deshalb kommt jetzt eine Idee zurück, die schon vor hundert Jahren da war: Bakterielle Infektionen mit sogenannten Bakteriophagen bekämpfen, indem sie die Bakterien befallen und abtöten. Nur: Muss so ein Phage dann auch auf das richtige Bakterium passen! An der Uniklinik Frankfurt wird genau daran geforscht.
Ausgebremst – wie ABS Fahrräder sicherer macht
Immer mehr Menschen verunglücken mit E-Bikes, insbesondere ältere Fahrerinnen und Fahrer. Eine häufige Ursache ist falsches oder zu starkes Bremsen. Ein Antiblockiersystem (ABS) könnte blockierende Räder verhindern und dadurch die Sicherheit erhöhen. Bislang ist die Technik jedoch nur bei wenigen Fahrrädern verfügbar.