Wissen
Wegwerfmode: Das Problem wird immer größer
Der reiche Norden kauft billig, der arme Süden leidet unter Ausbeutung und Klimafolgen. Auf der Nachhaltigkeitskonferenz in Hamburg debattieren über 100 Nationen über Klimaschutz, Lieferketten und globale Fairness.
- Produktionsland und -jahr:
-
Deutschland 2026
- Datum:
- Sendetermin
- 30.06.2026
- 18:30 - 19:00 Uhr
NANO Themen
Wie die armen Länder für den Klimawandels zahlen
Während in Hamburg auf der Nachhaltigkeitskonferenz über Klimaschutz und globale Gerechtigkeit diskutiert wird, kämpfen Arbeiter in indischen Textilfabriken längst mit den Folgen der Erderwärmung. Extreme Hitze macht die Arbeit immer belastender und zeigt, wie ungleich die Auswirkungen des Klimawandels verteilt sind. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wer den Umbau zu einer nachhaltigeren Welt bezahlen soll. Politik, Wirtschaft und internationale Organisationen suchen nach Antworten. Doch reichen die bisherigen Anstrengungen aus?
Altkleiderkrise in Europa: Neue EU-Regeln verschärfen das Entsorgungsproblem
Immer mehr Textilmüll überfordert Europas Entsorgungssysteme: In Deutschland hat sich die Menge binnen kurzer Zeit mehr als verdoppelt. Ab Juli 2026 dürfen große Modekonzerne unverkaufte Ware nicht mehr vernichten – doch wohin mit den Massen? Second-Hand-Märkte, Spenden und Recycling stoßen an Grenzen. Kommunen zahlen inzwischen drauf, Container verschwinden, Müllberge wachsen. Experten warnen: Die Kreislaufwirtschaft droht am Ansturm billiger Mode zu scheitern.
Kurzlebige Mode, lange Folgen
(ZDF) Ultra Fast Fashion treibt den Konsum an und verkürzt die Lebensdauer von Kleidung drastisch. Große Mengen ungetragener oder unverkäuflicher Ware landen im Müll. Forschende und Behörden arbeiten an Lösungen wie einem digitalen Produktpass, der Transparenz zu Herkunft, Material und Umweltbilanz schafft. Ziel ist es, Qualität sichtbar zu machen, Ressourcen zu schonen und nachhaltigere Kaufentscheidungen zu fördern. Kampf gegen die Krebspest (ORF) Er war einst in fast jedem Bach zu Hause – heute kämpft der Steinkrebs ums Überleben. Eine eingewanderte Krebsart und ein tödlicher Krankheitserreger haben den seltenen Bewohner vieler Gewässer nahezu verdrängt. Im niederösterreichischen Ybbstal versuchen Forschende nun, dem bedrohten Krebs eine zweite Chance zu geben. Dafür bringen sie die Tiere an streng ausgewählte, geschützte Orte. Eine Rettungsmission für eine Art, die still und fast unbemerkt aus unserer Natur verschwindet.