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Der Fall Guillou - Wie ein Richter digital entmündigt wurde

US-Sanktionen gegen Richter Nicolas Guillou vom Internationalen Strafgerichtshofs zeigen, wie riskant die Abhängigkeit von amerikanischen Plattformen ist. Doch wie erreichen wir digitale Feiheit?

Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2026
Datum:
Verfügbar in
D / CH / A
Verfügbar bis:
bis 28.04.2031

NANO Themen

Sanktionen gegen Richter : Der Fall Guillou

Nach Haftbefehlen des Internationalen Strafgerichtshofs gegen den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und seinen ehemaligen Verteidigungsminister Yoav Gallant setzten die USA mehrere Juristen des Internationalen Strafgerichtshofs, darunter Richter Nicolas Guillou, auf eine Sanktionsliste. Experten kritisieren das als Angriff auf die Unabhängigkeit der Justiz und warnen vor den Folgen der starken Abhängigkeit Europas von US-Technologie: Aufgrund von Gesetzen und Marktmacht können die USA den Zugang zu wichtiger digitaler Infrastruktur jederzeit entziehen.

Digitale Unabhängigkeit von den USA

Aus Sorge vor weiteren möglichen Sanktionen stellt der Internationale Strafgerichtshof schrittweise auf Open Source Software um, um technologische Abhängigkeiten zu verringern. Digitale Souveränität bedeutet dabei vor allem, einseitige Abhängigkeiten von einzelnen Staaten oder Konzernen zu vermeiden. Experten sehen ein zentrales Problem in der öffentlichen Beschaffung. Gleichzeitig wächst der Druck, gezielt in Schlüsseltechnologien zu investieren. Aber ein gemeinsamer europäischer Plan fehlt bislang.

Deepfakes von Schweizer Influencerinnen

Mehrere Schweizer Influencerinnen sind Opfer von KI generierten Pornovideos geworden. Da es bislang nur unzureichende Möglichkeiten gibt, solche Deepfakes effektiv zu verhindern oder schnell zu entfernen, gehen die betroffenen Frauen an die Öffentlichkeit und fordern besseren rechtlichen Schutz. In der Schweiz wird derzeit an einem neuen Bundesgesetz gearbeitet, das unter anderem die Meldung und Entfernung solcher Inhalte erleichtern soll. Der Fall zeigt, wie dringend klare Regeln und wirksame Schutzmechanismen im Umgang mit KI Missbrauch benötigt werden.

Wenn der Standard-Mann zum Risiko wird

Autounfälle lassen sich nicht immer vermeiden – schwere Verletzungen schon. Doch traditionelle Crashtest-Dummies sind fast immer männlich, starr und liefern nur begrenzt Daten. Frauen bleiben beim Insassenschutz oft außen vor. Die Grazer Unfallforscherin Corina Klug treibt daher den Einsatz virtueller Menschmodelle voran, um sichtbar zu machen wie Verletzungen entstehen und wie Sicherheitssysteme gezielt optimiert werden können – vor allem für Frauen. Ziel ihres aktuellen Forschungsprojekts: individuelle Schutzsysteme, die jede und jeden sicher ans Ziel bringen.

Ein Riese kehrt zurück: Sensationeller Urelefant aus Bayern

Mehr als zehn Millionen Jahre lag er im Boden verborgen – nun wird der spektakuläre Fund des Skeletts eines Urelefanten in Bayern erstmals zusammengesetzt. Ein niederländischer Spezialist rekonstruiert das gewaltige Skelett derzeit Knochen für Knochen im Urzeitmuseum Taufkirchen (Vils) . Der Fund gilt als eine der größten Entdeckungen dieser Art in Europa.

Moderation: Ingolf Baur

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