Wissen

Wissenschaft unter Trump: Ein Jahr voller Kürzungen und Zensur

Trumps Feldzug gegen die etablierte Wissenschaft zeigt sich in gestrichenen Budgets, politischer Einflussnahme auf Forschungsergebnisse und der Entlassung führender Wissenschaftler. Wie gravierend sind die Auswirkungen?

Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2025
Datum:
Verfügbar
weltweit
Verfügbar bis:
bis 20.01.2031

NANO Themen

Ein Jahr Trump – Auswirkungen auf Forschung und Klimaschutz

Seit seinem Amtsantritt greift Donald Trump massiv in die Wissenschaftspolitik ein. Er bezeichnet den Klimawandel als Schwindel, kürzt Mittel für NOAA, NASA und die Klimaforschung und treibt den Austritt aus dem Pariser Klimaabkommen sowie aus dem Weltklimarat IPCC voran. Große Universitäten geraten durch Kürzungsdrohungen wegen angeblicher ideologischer Indoktrinierung unter Druck. Die Forschungsfreiheit wird durch eine Schwarze Liste eingeschränkt, die Begriffe wie „Rassismus“, „Feminismus“, „Frau“ und „weiblich“ aus offiziellen und wissenschaftlichen Texten verbannt. Viele Wissenschaftler verlassen die USA. Kritische Führungskräfte der Gesundheitsbehörde CDC werden entlassen oder treten zurück.

Mit Gesprächsgast: Cathryn Clüver Ashbrook

Künstliche Haut: Firma Cutiss

Guus van Eck erlitt 2014 als Achtjähriger schwere Verbrennungen dritten Grades auf 50 Prozent seines Körpers. Nach über 50 Operationen erhält er als erster Patient im Kinderspital Zürich im Labor gezüchtete Ersatzhaut aus eigenen Zellen. Diese „Denovoskin“ wächst mit und verursacht kaum Narben. Die von Cutiss entwickelte Haut ist noch nicht zugelassen, wurde aber bereits bei mehreren Patienten getestet und gilt als möglicher Durchbruch in der Behandlung schwerer Brandverletzungen. Heute lebt Guus wieder selbstständig und ermutigt andere Betroffene.

Gender Health Gap

Die Gender Health Gap beschreibt, dass die Medizin häufig auf Männer ausgerichtet ist, wodurch Frauen öfter falsch oder zu spät behandelt werden. Medikamente sind für sie oft zu hoch dosiert, Symptome werden schneller abgetan und Herzinfarkte bei Frauen wegen anderer Anzeichen später erkannt. Christina Pingel erlebte dies selbst: Ihre Herzprobleme wurden trotz familiärer Vorbelastung jahrelang nicht ernst genommen, bis ein schwerer Herzklappenfehler diagnostiziert und operiert wurde. Ärztin Sabine Oertelt‑Prigione fordert deshalb mehr geschlechtersensible Medizin.

EU-Verfahren bremsen Start-ups

Immer häufiger landen Lebensmittel in unseren Regalen, die falsch etikettiert, gestreckt oder sogar komplett gefälscht sind. Sie tragen Gütesiegel, Herkunftsangaben oder Bio-Labels, doch dahinter steckt oft minderwertige Ware aus dem Ausland. Für lokale Landwirte bedeutet das jährliche Verluste von acht bis zwölf Milliarden Euro. Verbraucher zahlen für Qualität, erhalten aber häufig das Gegenteil – mit möglichen Folgen für Gesundheit und Umwelt. Doch gegen diesen Betrug formiert sich Widerstand: Forscher, Institutionen und Initiativen wie Coldiretti setzen auf neue Technologien wie DNA-Analysen und einen digitalen Produktpass, um mehr Transparenz zu schaffen.

Polarlichter in Deutschland und der Schweiz

Am Abend des 19. Januar 2026 war ein spektakuläres Polarlicht bis in die Schweizer Alpen zu sehen, das in Rot, Grün, Blau und Lila leuchtete. Ein solches Licht entsteht, wenn geladene Teilchen eines Sonnensturms auf das Magnetfeld der Erde treffen und in der Atmosphäre auf Sauerstoff- und Stickstoffteilchen stoßen. Normalerweise reicht das Polarlichtoval nur bis in den Norden Deutschlands. Bei besonders starken Sonnenstürmen jedoch wird das Magnetfeld zusammengedrückt, sodass sich das Oval weiter nach Süden verlagert und das grüne Licht auch in südlicheren Regionen sichtbar wird.

Moderation: Gregor Steinbrenner

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