Wissen

NANO Talk: Kollaps des Wissens

KI und Bots fluten das Netz, Wahrheit wird unsichtbar. Stephanie Rohde diskutiert mit ihren Gästen, wie wir in einem Meer aus Manipulation und Überfluss noch verlässliche Urteile fällen.

Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2026
Datum:
Verfügbar
weltweit
Verfügbar bis:
bis 11.06.2031

Bots und KI produzieren Texte, Bilder und Interaktionen, die unseren Wirklichkeitsraum oft überzeugend abbilden – jedoch nur bis zu einem gewissen Punkt. Je stärker ihr Anteil wächst, desto mehr verlieren Informationen und damit das Internet an Qualität.

Dabei lässt sich die Qualität von Information immer schwerer bestimmen. Eine Unterscheidung zwischen richtig und falsch in einem Meer von künstlich erzeugten Informationen wird unmöglich. Wie verhalten wir uns, wenn das Internet nur noch ein bis zur Unkenntlichkeit verrauschtes Bild unserer Wirklichkeit darstellt?

Bots und KI erzeugen Inhalte im Überfluss

In digitalen Öffentlichkeiten wird der Wahrheitsgehalt von Informationen häufig an indirekten Parametern abgeleitet: über Sichtbarkeit, algorithmische Gewichtung und soziale Bestätigung. Die entscheidende Frage lautet daher nicht nur, was wahr ist, sondern auch, wie wir unter Bedingungen von Überfluss, Automatisierung und strategischer Manipulation noch zu verlässlichen Urteilen über den Wahrheitsgehalt gelangen können. Darüber diskutiert Stephanie Rohde mit ihren Gästen auf der phil.cologne.

Gäste

Martin Andree ist Medienwissenschaftler, Gründer und Manager im Bereich digitale Medien und Marketing. Er unterrichtet als außerplanmäßiger Professor mit Schwerpunkt digitale Medien an der Uni Köln. 2019 gründete er das Start-up AMP Digital Ventures, das sich auf KI-Applikationen und Data Analytics spezialisiert hat. 2025 erschien sein Buch „Krieg der Medien: Dark Tech und Populisten übernehmen die Macht“.

Anna-Verena Nosthoff ist Juniorprofessorin für Ethik der Digitalisierung an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und Ko-Direktorin des Critical Data Lab (Humboldt-Universität zu Berlin/Universität Oldenburg). Zu ihren Forschungsinteressen und -fokussierungen zählen die Macht von Big Tech, der digitale Strukturwandel der Öffentlichkeit sowie Formen des Technikautoritarismus bzw. des Technikfaschismus. Jüngste Monografie: “Kybernetik und Kritik. Eine Theorie digitaler Regierungskunst” (Suhrkamp, 2026). Zuvor war Nosthoff u.A. Research Fellow an der Princeton University, der London School of Economics and Political Science und am Weizenbaum-Institut.

Andreas Butz lehrt an der LMU München als Informatiker Mensch-Computer-Interaktion und leitet den gleichnamigen Masterstudiengang. Außerdem ist er seit 2014 Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz und seit 2018 dessen Vorsitzender.

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