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NANO Talk: Leben im Multiversum – Gibt es uns unendlich oft?
Was bedeutet das für uns Menschen, wenn wir nur ein winziger Teil in einem Kosmos aus unzähligen Blasenuniversen wären? Nur Science-Fiction? Stephanie Rohde diskutiert mit ihren Gästen.
- Produktionsland und -jahr:
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Deutschland 2026
- Datum:
- Sendetermin
- 26.03.2026
- 21:00 - 22:00 Uhr
Weltbild auf den den Kopf gestellt
Unsere Welt scheint sehr viel größer und mannigfaltiger als wir bislang dachten. Neueste physikalische Berechnungen deuten darauf hin, dass unser Universum Teil einer weit größeren Struktur sein könnte. Was bedeutet das für uns Menschen, wenn wir nur ein winziger Teil in einem Kosmos aus unzähligen Blasenuniversen wären?
Lange galt die Multiversum-Theorie als Science-Fiction oder rechnerische Spekulation. Doch die theoretischen Hinweise verdichten sich. Und so steht unser Weltbild vor einer möglichen Zäsur, die unser Verständnis von Realität, Zufall und freiem Willen grundlegend verändern könnte.
Zufall oder freier Wille?
Auf den Menschen hat diese Vorstellung schon immer eine Faszination ausgeübt, die sich in zahlreichen Filmen und Serien zeigt. Denn in einem unendlichen Multiversum wäre es denkbar, dass Kopien von uns existieren, die an jedem Wendepunkt ihres Lebens andere Entscheidungen getroffen haben. Was wir als Zufall oder freien Willen erleben, könnte in Wahrheit Teil einer deterministischen Aufspaltung der Realität sein: Jede Wahl, die wir treffen, wird in einem anderen Zweig des Universums genau entgegengesetzt ausgeführt. So weit, so spekulativ.
Stephanie Rhode geht mit ihren Gästen der Frage nach, was die kosmologischen Gedankenexperimente für unser Selbstverständnis bedeuten. Was fasziniert uns an der Idee des Multiversums, das in so vielen Filmen und Serien neue Möglichkeiten unserer Existenz entwirft? Wenn die Expansion des Alls einem präzisen – wenn auch hochkomplexen – mathematischen Muster folgt, bleibt dann noch Raum für Geist, Freiheit und Verantwortung?