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NANO Doku: Waldbrände: Leben mit dem Feuer
Mehr als eine Million Hektar Wald gingen 2025 in Flammen auf, auch 2026 litt Europa unter schweren Bränden. Trotz moderner Technik bleiben viele Feuer kaum beherrschbar. Wie lernen wir, mit ihnen zu leben?
- Produktionsland und -jahr:
-
2026
- Datum:
- Sendetermin
- 12.11.2026
- 20:15 - 21:00 Uhr
300.000 Evakuierte und Hunderttausende Hektar verbrannte Landschaft: Der Sommer 2026 hat gezeigt, wie verwundbar Europa gegenüber Waldbränden geworden ist - vor allem im Süden! Doch inzwischen brennen auch in Deutschland immer häufiger Wälder und Landschaften.
Extreme Hitze, Dürre und trockene Böden verschärfen die Brandgefahr. Von Gegenfeuern bis zu klimaresilienten Wäldern entwickeln Forschende neue Konzepte. Denn Löschen allein reicht nicht mehr.
Wind, Gelände und Vegetation
In Spanien kämpft die Waldbrandspezialeinheit BRIF an vorderster Front gegen Großbrände. Statt auf direkte Löschangriffe zu setzen, entziehen die Einsatzkräfte dem Feuer den Brennstoff - mit Gegenfeuern und Verteidigungslinien, also gezielt angelegten oder natürlichen Schneisen ohne brennbares Material.
Alexander Held vom European Fire Institute in Bonn zeigt, wie sich Feuerwehren in Deutschland in Zukunft besser auf Vegetationsbrände einstellen können. Wer Feuer bekämpfen will, muss zunächst Wind, Gelände und Vegetation lesen können. Doch wirksame Feuerökologie beginnt viel früher – bevor es überhaupt zu Extremfeuern kommt.
Kontrollierte Feuer zur Prävention
In Spanien sollen dazu gezielt sogenannte Brennstoff-Lücken geschaffen werden: Bereiche, in denen trockenes Gras, Gestrüpp und andere leicht brennbare Vegetation reduziert werden. In Portugal werden kontrollierte Feuer zur Prävention eingesetzt. In Deutschland untersucht Pierre Ibisch von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde, wie klimaresistente Laubmischwälder die Brandgefahr senken und wie sich verbrannte Wälder künftig erholen können.
Die "NANO Doku" erzählt von einer neuen Realität: Vegetationsbrände werden zur dauerhaften Aufgabe von Feuerwehr, Forstwirten, Ökologen, Landwirtschaft und Gesellschaft. Mit dem Feuer leben zu lernen, heißt, es besser zu verstehen, klüger zu löschen und dafür zu sorgen, dass aus einem Funken kein Extrembrand wird.