Egal wie gründlich der Täter sein mag: Spuren werden immer hinterlassen.
Egal wie gründlich der Täter sein mag: Spuren werden immer hinterlassen.
Wissenschaftsdoku: Der Mythos vom perfekten Mord
Machbarkeits-Studie mit Protagonisten, deren Geschäft das Töten ist
Ein Mensch stirbt einen gewaltsamen Tod - aber der Täter bleibt auf immer unentdeckt. In der Kriminalliteratur ein häufig bemühtes Faszinosum.
Wie es ist möglich, eine Leiche spurlos verschwinden zu lassen? Welche Tötungsart hinterlässt die wenigsten Anhaltspunkte auf eine Gewalttat? Kann ein Mann mittlerer Statur ein 90 Kilogramm schweres Mordopfer unbemerkt in einen Wald schaffen und mitten in einem See versenken? Lässt sich der Körper einer 1,85m großen Leiche von Laienhand zerlegen? Oder mit Chemikalien auflösen?

Wie lässt sich ein Mord erkennen, wenn Täter und Opfer in keinerlei Beziehung zueinander standen? Oder umgekehrt, wenn der Täter das Opfer so gut kannte, dass er einen Unfall oder Erkrankung vortäuschen konnte? Wie intensiv werden alltäglich scheinende Todesfälle überhaupt unter die Lupe genommen?

Tatsächlich nimmt in Deutschland die Zahl der rechtsmedizinischen Untersuchungen stetig ab, viele Hausärzte bescheinigen gerade bei älteren Menschen oft automatisch einen natürlichen Tod. Und ist der Totenschein erst ausgestellt, sucht niemand mehr nach einem Gewalttäter. Eine Studie der Universität Münster kommt zu dem Schluss: Jedes Jahr wird in rund 11.000 Fällen fälschlicherweise eine natürliche Todesursache diagnostiziert. Gute Chancen für einen unentdeckten Mord.



Ein Film von Klaus Kastenholz
Die Doku zeigt Wissenschaft und Wirklichkeit hinter dem in der Krimi-Literatur oft bemühten Mythos vom perfekten Mord: Im wahren Leben führt immer eine Spur zum Täter - ob die Ermittler diese erkennen und zu deuten wissen, steht auf einem anderen Blatt.





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Immer donnerstags um 20.15 Uhr
Wissenschaft am Donnerstag
© APscobel: Lust am Krimi
Wieviel Realität steckt in der Fiktion?