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Das Festival beweist, dass man mit typischen "Alpen"-Instrumenten weit mehr machen kann als Ländler spielen!
Fünf Mal Alpentöne – exklusiv
Das Festival "Alpentöne" in Altdorf im Kanton Uri war ein Stelldichein der virtuosen und innovativen Musik aus dem ganzen Alpenbogen. Wir zeigen fünf exklusive Konzertausschnitte.
Das Helena Rüegg Ensemble
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Helena Rüeggs eigene Komposition "S’Vreneli un s’Hansjoggeli" stützt sich auf das wohl bekannteste Schweizer Volkslied ("Guggisbärglied"). Multi-Instrumentalist Albin Brun spielt Löffel und Saxophon, Kristina Brunner Cello.

In Bruns Komposition "Tau" begegnen sich sein Schwyzerörgeli und Helena Rüeggs Bandoneon, wiederum mit dem Cello von Kristina Brunner.

Anja Lechner und Alireza Mortazavi
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Alireza Mortazavis Instrument ist das iranische Hackbrett "Santur". Der Iraner traf in der Altdorfer Kirche Sankt Martin zum ersten Mal mit der deutschen Cellistin Anja Lechner zusammen, die für ihre musikalischen Grenzgänge bekannt ist.

Das Wechselspiel der filigranen Hackbrettklänge mit den dynamischen Klangkaskaden des Cellos sorgten für einen begeisternden, meditativen Moment des Festivals.

Die Formation "Pago Libre" und das Alpentöne-Blasorchester
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Der russische Hornist/Alphornist Arkady Shilkloper war einer der heimlichen Stars des Festivals. Sein Duo mit Bassist Tom Götze: eine Parforce-Leistung an der Grenze des Spielbaren auf dem Alphorn. Der gemeinsame Auftritt der Formation "Pago Libre" und dem Alpentöne-Blasorchester war ein Höhepunkt der "Alpentöne 2017".

Dafür sorgte Komponist und Pianist John Wolf Brennan mit seiner zwischen Groove und Hintersinn oszillierenden Komposition. Der irischstämmige Luzerner brachte Alpenklänge, Klischees, Witz und irische Roots zu einer verblüffenden und höchst unterhaltenden Mischung zusammen.

Den Schlusspunkt setzte die Riesenformation mit irischen Gästen und ihren traditionellen Instrumenten. Und natürlich mit Christian Zehnders Vokalakrobatik zwischen Jodel und Obertongesang.

Das Herbert Pixner Projekt
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Bei seinem Auftritt in Altdorf räumte der Südtiroler Herbert Pixner buchstäblich ab. Das schiere Tempo von einigen Stücken liess das Publikum sprachlos zurück. Auch die sehr volksnahe Mischung von Ländler, Gipsy-Jazz und Italo-Western-Soundtrack begeisterte.

Das Herbert Pixner Projekt schafft das Kunststück, Alpenidylle und Fernweh zu einer eigenen Klangwelt zu verschmelzen. Gewöhnungsbedürftig für Volksmusikfans: die knallharten E-Gitarren-Galoppaden neben Harfe, Akkordeon und Klarinette.

Outi Pulkkinen, Nadja Räss und Mariana Sadovska
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Stimmenpower hoch drei: Die Finnin Pulkkinen, die Schweizerin Räss, die Ukrainerin Sadovska füllen Ohren und Säle auch solo. Was die drei Stimmakrobatinnen in ihrem Trio machen, ist vergnügliche, archaisch klingende Überwindung von Sprachgrenzen.

Hier dominieren Klänge, Worte spielen keine Rolle. Das Lied "Wimmage", eine Komposition des Schweizer Örgelimeisters Markus Flückiger, ist eine Hommage an den finnischen Joik-Sänger Wimme Saari.

Dieser Artikel erschien zuerst auf www.srf.ch.