Gert Scobel
Gert Scobel verrät uns seine Ansichten
Kolumnen - Gert Scobels Gedanken zu den Sendungsthemen

Wieder einmal liegen die Fakten auf dem Tisch
© dpa
"Klimafrust" - scobel am 16. November 2017
Seit Anfang der Woche wissen wir es. Anders als im letzten Jahr wird der CO2 Ausstoß bis Ende dieses Jahres um etwa zwei Prozent steigen. Das ist das fatale Ergebnis des Globalen Kohlenstoff Budgets, eines Reports, der von 76 Wissenschaftlern aus 15 Ländern nun zum 12. Mal herausgegeben wurde.
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Wir leben in einer Atmosphäre der Scham
Kolumne zur Sendung "Scham und Schuld"
Scham ist alles andere als ein pathologisches Gefühl - obwohl es nicht selten so dargestellt wird. Das Gegenteil ist der Fall. Pathologisch ist der Schamlose. Ihm oder ihr entgeht völlig dass es einen Unterschied zwischen den eigenen Wünschen, Verhaltensweisen oder Gefühlen und dem der anderen gibt.
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Irgendwo zwischen Phantasie, Fiktion und Tatsachen
Kolumne zur Sendung "Aufbruch ins All"
Wir blicken in die Sterne, weil wir uns selbst und unsere Herkunft verstehen wollen. Und wir wollen immer auch zu ihnen hinaus, um von uns selber abzulenken. Am Ende kommen wir, nach den Träumen von fernen Welten - und nach ihrer Beobachtung, dennoch und notgedrungen zur irdischen Realität zurück.
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Fleisch ist ein Stück Lebenskraft
Kolumne zur Sendung "Gier auf Tier"
Ich versuche es mal mit einer einfachen Frage: Brauchen wir Fleisch? Ich meine, abgesehen von karnivoren Heißhungerattacken? Viele werden sagen: Ja, natürlich.
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Wir sind direkte Nachfahren gewalttätiger Affen
Kolumne zur Sendung "Das große Artensterben"
Das schöne, aber auch problematische mit dem richtigen Leben ist, dass es nur einen Versuch gibt. Die Idee, man könne alles auf Anfang stellen und problemlos rebooten ist eine typische moderne Idee aus dem Digitalzeitalter.
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Die gute alte Tradition der Aufklärung
Kolumne zur Sendung "Die Macht der Deutung"
In der sogenannten künstlichen Intelligenz Forschung – einem Zweig der Forschung, der Robotik, Mathematik, Informatik, Technik, Biologie und andere Disziplinen zusammen bringt – stellte vor mehr als einem Jahrzehnt die sogenannte „embodied cognition“ die entscheidende Wende dar.
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Kolumne zur Sendung "Krankheit als Geschäft"
Das Grundproblem ist einfach und leicht zu verstehen. Es gibt Kriterien, nach denen man gewinnorientierte Firmen und Unternehmen ausrichtet; und es gibt Kriterien, die man braucht um zu entscheiden, welche Diagnose oder Therapie für welchen Typ von Krankheit am besten geeignet ist.
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Kolumne zur Sendung "Fakes & Fakten"
Diederik Stapel, ein niederländischer Sozialpsychologe und Autor vieler wissenschaftlicher Paper, gab 2011 zu, die Daten für zahlreiche in renommierten Fachzeitschriften erschienenen Veröffentlichungen erfunden zu haben.
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Kolumne zur Sendung "Demokratie im Stresstest"
Der Eindruck ist klar und eindeutig: Demokratien sind nicht nur in der Minderheit, was die Form politischer Gestaltung von Nationalstaaten angeht - sie sind weltweit auch enorm unter Druck geraten.
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Wir leben im Ungewissen und mit Unwissen
Kolumne zur Sendung "Vorsicht Prognose!"
Im Grunde sind Prognosen nichts anderes, als mehr oder minder gut geprüfte Erwartungen ... Ohne Erwartungen (wenn ich jetzt losfahre, werde ich pünktlich sein und gesund am Ziel ankommen), würde unser Leben ständig einen anderen Verlauf nehmen.
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Wie wäre es, wenn ich Dinge, die ich besitze, wirklich nutze?
Kolumne zur Sendung "Ich kaufe, also bin ich"
Im Grunde hören wir alle seit mehr als einem Jahrzehnt dieselben Analysen und Sätze. Wir nehmen dieselben Erkenntnisse immer wieder in uns auf und kommen zu denselben Schlussfolgerungen - ohne dass sich viel ändern würde.
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Alkohol ist ein profitables Wirtschaftsgut
Kolumne zur Sendung "Volksdroge Alkohol"
Wer die Widersprüchlichkeit einer Gesellschaft besser verstehen will, muss im Grunde nur ihren Alltag genau beobachten. Dabei fällt auf, dass Deutschland zu den Nationen gehört, die einen konstant hohen Anteil von Alkoholikern und Alkoholikerinnen haben - Menschen, die von Alkohol suchtabhängig sind.
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Im Verstehen komplexer Systeme stehen wir erst am Anfang
Kolumne zur Sendung "Schöne schreckliche Zukunft"
Über die Zukunft zu philosophieren hat eine ebenso lange Tradition, wie das Bemühen um eine Einschätzung der Vermögen des Menschen. Kann der Mensch seine Zukunft überhaupt planen? Soll er es? Über Fragen wie diese wird seit Jahrhunderten nachgedacht - mehr oder weniger erfolgreich.
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Was uns fehlt, ist eine gute Fehlerkultur
Kolumne zur Sendung "Aus Fehlern lernen?"
Fehler macht niemand gerne. Und doch können wir nicht anders. Wer versucht, Fehler um jeden Preis zu vermeiden, wird nicht nur rigide und unnahbar, sondern in aller Konsequenz unmenschlich. Es ist - wenn überhaupt - nur Maschinen möglich, keine Fehler zu machen: und das auch nur in Bereichen und mit einer Software, die sich überblicken lässt.
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Wir kreisen ein wenig verloren im Weltall
Kolumne zur Sendung "Das Dunkel der Astrophysik"
Manchmal hängen die Dinge auf eine ungeahnte Weise zusammen, so wie der Deutsche Buchpreis, die Astrophysik und der Urknall. Möglicherweise ist der Umstand, dass es so ist und (tatsächlich) alle Dinge zusammenhängen (auch wenn wir den Zusammenhang meist nicht erkennen), gar nicht so bemerkenswert, wie es scheint- und im Grunde einfacher zu verstehen, als man annimmt.
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Europas Angst vor dem nächsten Schritt
Kolumne zur Sendung "Reset Europa! Visionen für einen Neuanfang"
Vielleicht ist Immanuel Kants Idee vom Weltbürgertum auch für Europa zwar die richtige Vision, langfristig zumindest: aber es ist noch zu früh für diese Idee, die seit nunmehr 200 Jahren mehr und mehr Fuß gefasst hat in Europa - ohne bereits angekommen zu sein.
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Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es hinaus
Kolumne zur Sendung "Patient Wald"
Jeder scheint seine eigene Vorstellung vom Wald zu haben. Solche Vorstellungen sind geprägt von eigenen Erfahrungen - allen voran Kindheitserfahrungen, aber auch von Erzählungen, Mythen und Filmen. In David Lynch´s Kultserie Twin Peaks etwa spielt der Wald im Hintergrund mit - und ist, im wahrsten Sinn des Wortes, ein zwielichtiger, undurchsichtiger und dunkler Ort.
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Komplexe Probleme erfordern komplexe Antworten
Kolumne zur Sendung "Mit Blut gegen Krebs"
Krebs gehört zu den Erkrankungen, die ähnlich wie HIV bis heute tabuisiert werden. Immer noch fällt es vielen Menschen schwer, über ihre Krebserkrankung offen zu sprechen. Dabei handelt es sich bei Krebs um eine Erkrankung wie viele andere auch.
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Statt Angst zu haben, sollten wir etwas verändern
Kolumne zur Sendung "Die hysterische Gesellschaft"
Es gibt derzeit kaum einen Artikel oder ein Sachbuch, das ich zur Zeit in die Hand nehme, das keinen Verweis hat auf die Bodenlosigkeit, den Orientierungsverlust, die Komplexität und die mit Chaos und Unübersichtlichkeit verbundenen Erfahrungen der Angst.
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Licht in das Dunkel der Verzerrungen bringen
Kolumne zur Sendung "Wie frei sind meine Entscheidungen? "
Die meisten Menschen sind fest davon überzeugt, dass ihr Denken in richtigen Bahnen läuft, wenn sie es nur "logisch" genug anlegen. An dieser Ansicht, die sich im Grunde nur an die viel gepriesene Souveränität der Rationalität hält, wäre nicht viel auszusetzen - gäbe es nicht ein ganzes Arsenal von sogenannten "kognitiven Verzerrungen".
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Es lebt sich besser, wenn es überall fair zugeht
Kolumne zur Sendung "Tod des Feminismus"
Wenn ich überlege, welchen Wirbel eine Sendung über Emanzipation bereits Tage vor ihrer Ausstrahlung in den Köpfen mancher Männer auslöst, dann scheint eigentlich nur eine Schlussfolgerung möglich: Es müsste jeder Tag Weltfrauentag sein.
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Komplexe Probleme zusammen lösen
Kolumne zur Sendung "Gemeinsam zu neuen Erkenntnissen"
"Interdisziplinär" zu denken, zu forschen oder gar zu sein (was auch immer ein solches "interdisziplinäres Sein" ist), klingt gut, geradezu cool. Interdisziplinarität ist ein Modewort. Es zeigt die Richtung an, in der die Zukunft der Forschung zu finden sein wird.
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Viel zu viele besitzen viel zu wenig
Kolumne zur Sendung "Ungleiche Gesellschaft"
Es ist schwer zu verstehen und grenzt, zumindest bei einem als klugem und gebildeten Kopf bekannten Mann wie dem Bundesfinanzminister, an mutwillige mentale Sachbeschädigung: die im "Spiegel" geäußerte Behauptung, die Rede von der zunehmenden Ungleichheit sei eine mutwillige Übertreibung und erinnere an den Populismus von Donald Trump.
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Nach welchen Mythen wollen wir leben?
Kolumne zur Sendung "Die Unsterblichkeit der Mythen"
Machen Sie mal ein Experiment: Gehen Sie durch eine Stadt. Ihre Aufgabe ist es, zu beobachten, d.h. zu schauen und zu betrachten - sonst nichts. Sie werden feststellen, dass Sie statt lediglich etwas zu sehen, unentwegt in Gedankenwolken und Vorstellungen versinken. Und Sie werden feststellen, dass diese Gedanken mehr Macht haben, als Sie vermutet hätten.
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Auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt
Kolumne zur Sendung "Das Versprechen vom Glück"
Vor wenigen Jahren noch war Glück ein regelrechtes Modethema. Es war, als sei die Frage, was glücklich macht und zum guten Leben beiträgt, gerade neu entdeckt worden. Dabei gab es schon lange eine Reihe von wissenschaftlichen Erkenntnissen, von denen jedoch überraschend wenig Kenntnis genommen wurde.
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Sendedaten
"scobel"
Wissensmagazin immer donnerstags
um 21.00 Uhr in 3sat
Zitat Gert Scobel
"Ich begreife Fernsehen als ein Medium der Bildung, das auch dazu da ist, Erkenntnis zu vermitteln und Orientierung in einer zunehmend komplexeren Welt zu bieten."
(Gert Scobel)
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