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Bei hirntoten Menschen schlägt das Herz noch, aber die Hirnfunktionen sind verloren.
Hirntod
Das unwiderrufliche Ende aller Hirnfunktionen
Der Hirntod ist eine in der Medizin verwendete Todesdefinition bei Menschen, deren Kreislauf mit künstlichen Mitteln aufrechterhalten wird.
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Der Philosoph Ralf Stoecker beschäftigt sich mit der Frage "Was ist der Tod?"
Gemeint ist das unwiderrufliche Ende aller Funktionen des Großhirns, des Kleinhirns und des Hirnstamms aufgrund von weiträumig absterbenden Nervenzellen. Diese Definition beruht auf einem 1968 veröffentlichten Konzept der "Harvard Medical School". Vorher galt ein Mensch als tot, wenn seine Atmung und Herztätigkeit stillstanden. Durch die Entwicklung der Ersten Hilfe, der künstlichen Beatmung und anderer intensivmedizinischer Techniken wurde deutlich, dass diese Definition nicht mehr trägt.

Gegner des Hirntod-Konzepts gehen davon, dass das menschliche Empfindungsvermögen mit dem Hirntod noch nicht erloschen ist. Auch untergeordnete Strukturen seien zu Wahrnehmungen von Schmerz- und Berührungsreizen fähig. Um so problematischer wäre damit eine Organentnahme. Die Feststellung des Hirntods gilt als Voraussetzung für eine Organentnahme und Transplantation.

Sterben Schritt für Schritt
Tod auf Raten
Das Gehirn ist das erste Organ, das stirbt, wenn das Herz aufhört, mit Sauerstoff beladenes Blut durch den Körper zu pumpen: Es hat immerhin den höchsten Verbrauch.