Zeichen von Dollar, Yen, Pfund und Euro aufgemalt aus Wand © ap
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Mit immer höheren Zöllen wirft Donald Trump eifrig Sand ins Getriebe des Welthandels.
Abschied vom Welthandel?
Erst Zoll dann Krieg
Über den Pazifik hinweg belegen sich China und die USA mit Zöllen. Über den Ärmelkanal hinweg streiten sich Großbritannien und der Kontinent über die Wirtschaftsbeziehungen nach dem Brexit.
Und über den Atlantik hinweg scheint ein Handelskrieg nur aufgeschoben zu sein. Neue Zollschranken und Handelsbarrieren belasten internationale Warenströme, Wirtschaftsverflechtungen lösen sich. Auch der politische Ton wird rauer. Da braut sich was zusammen.

Nationale Abschottung, erpresserische Forderungen und Sanktionsdrohungen treten an die Stelle von offenen Märkten und weltweiter Zusammenarbeit. Wirtschaftliche, politische und selbst militärische Fragen verschwimmen zu einer unübersichtlichen Gemengelage. Ist das alles nur ein vorübergehender Sturm? Oder stecken wir schon in einem weltweiten Wirtschaftskrieg? Die Globalisierung als Wirtschaftsmodell scheint jedenfalls am Ende. Doch was kommt danach?

Ein Dorn im Auge Donald Trumps: das wachsende <b>Handelsbilanzdefizit mit China</b>. Trump möchte die Wettbewerbsfähigkeit chinesischer Produkte mit Strafzöllen dämpfen. Von wegen "America first". Das wachsende Handelsbilanzdefizit mit China ist Donald Trump ein Dorn im Auge.
Die <b>Handelsbilanz der USA mit Europa</b> ist ebenfalls negativ. Strafzölle auf Stahl und Aluminium würden europäische Exporte in die USA verteuern und das Ungleichgewicht abbauen. © Hans Böckler Stiftung Die Hans Böckler Stiftung hat auf Basis von WTO-Daten die wichtigsten Import-und Exportnationen gegenübergestellt. Weltgrößter Exporteur ist China, weltgrößter Importeur die USA

Interviews

Protektionismus wird sich negativ auswirken
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Nach vier bis acht Jahren Trump könnte die US-Wirtschaft ihre Innovationskraft, für die sie heute weltweit bewundert wird, einbüßen, sagt Laura von Daniels von der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin.
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Kritik an Trumps Zollpolitik
Donald Trump © reuters
Unter den US-Konzernen formiert sich Widerstand gegen die Handelspolitik von Donald Trump. Mit ihren Wahlkampfspenden spielen sie eine wichtige Rolle im politischen Washington. Über den Handelsstreit und die Folgen sprach 3sat-makro mit Laura von Daniels.
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Berichte aus der Sendung

Auge um Auge, Zoll um Zoll
In einer elektronischen Patientenakte könnten ärztliche Befunde, Untersuchungsergebnisse und verschriebene Medikamente gespeichert werden.
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Der alte Partner USA ist nicht mehr das, was er mal war. Im momentanen Wirtschaftskrieg scheint Trump der größte Streittreiber zu sein und der Umgang mit ihm wird für die Staats- und Regierungschefs zur Geduldsprobe.

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Trump und die Türkei
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Bis dato waren sie Verbündete. Doch mit gezielten Strafzöllen hat Trump die krisengeschüttelte Türkei noch mehr geschwächt. Erdogan sagt den USA den Kampf an und droht sich vom Westen abzuwenden.
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Es geht auch ohne die USA
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Der Handelskrieg zwischen den beiden Mächtigen USA und China geht in die nächste Eskalationsstufe. Doch China gibt sich unabhängig und gelassen. Statt auf Trump, setzt man auf neue Geschäftspartner.
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Jetzt auch noch Krieg ums Gas
© Hyundai Heavy Industries
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Gas aus Putins Russland oder nicht? Europa ist sich nicht einig. Eine Steilvorlage für Trump. Denn der will im Überfluss vorhandenes US-Gas nach Europa verkaufen und setzt dabei auf seinen Partner Polen.
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Die Geschichte wiederholt sich
© reuters
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Importverbote, Finanzsanktionen, Zölle und Embargos - alles schon mal dagewesen. Handelskonflikte haben eine lange Geschichte, denn einen Zusammenhang zwischen Politik und Wirtschaft gab es immer.
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Sendedaten
makro
Abschied vom Welthandel?
Freitag, 28. September 2018,
21.00 Uhr

Wiederholung Sonntag 6.15 Uhr
Mediathek
© dpa[>> Alle Videos auf einen Blick]
Wirtschaftskrieg
© swpReden Sie mit!
Kurzfristig geht Trumps Handelsstrategie scheinbar auf. Der amerikanischen Wirtschaft geht es gut. Und langfristig? Diskutieren Sie mit Laura von Daniels!
Studiogast
Dr. Laura von Daniels
Laura von Daniels ist stellvertretende Leiterin der Forschungsgruppe Amerika bei der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin. Thematische Schwerpunkte ihrer Arbeit sind u.a. die US-Währungspolitik, Handelspolitik und Finanzmarktregulierung.
Archiv
Trumps Strafzölle
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Handel mit Hindernissen