Peter Schneeberger moderiert in der Woche vom 29. Mai bis zum 2. Juni 2017.
Peter Schneeberger moderiert in der Woche vom 29. Mai bis zum 2. Juni 2017.
"Kulturzeit" am 31.05.2017
Die Themen der Sendung im Überblick
"Kulturzeit", das werktägliche Fernsehfeuilleton der 3sat-Partner ARD, ZDF, ORF und SRF, berichtet aus Deutschland, Österreich und der Schweiz über das kulturelle Leben - montags bis freitags ab 19.20 Uhr.
Sendedaten
Kulturzeit: montags bis freitags
live um 19.20 Uhr
Virtuelles Erbe
© dpa
Eltern haben keinen Anspruch auf Zugang zum Facebook-Account ihres verstorbenen Kindes. Das hat das Berliner Kammergericht am 31. Mai 2017 in zweiter Instanz entschieden und sich damit gegen ein erstes Urteil des Landgerichts von 2015 gestellt. Geklagt hatte eine Mutter, deren Tochter 2012 an einem Berliner U-Bahnhof von einem einfahrenden Zug tödlich verletzt wurde. Die Eltern wollen klären, ob es sich um einen Suizid gehandelt haben könnte und fordern von Facebook Zugang unter anderem zu den Chat-Nachrichten. Doch der US-Konzern verweigert sich und beruft sich dabei unter anderem auf den Datenschutz. Wir sprechen mit Tobias Keber, Professor am Institut für digitale Ethik an der Hochschule der Medien in Stuttgart, über Medienrecht, Datenschutz und Hass im Netz.
Kulturzeit-Gespräch mit ...
© ZDF Video Tobias Keber, Institut Digitale Ethik
(31.05.2017)

Albert Speer
© dpa
Adolf Hitlers Lieblingsarchitekt Albert Speer konnte Menschen für sich einnehmen, war ein echter Nice Guy unter den Braunhemden. Obwohl er zu den engsten Vertrauten des Führers zählte, gelang es Speer, sich relativ unbeschadet in die Nachkriegszeit hinüberzuretten. Eine Ausstellung in Nürnberg und ein Buch des Historikers Magnus Brechtken beleuchten, wie Speer nach dem Krieg systematisch seine Schuld weggelogen hat. Gentlemen-Nazi nannten die Amerikaner den Mann, dem auch sie beim Nürnberger Prozess auf den Leim gingen. Magnus Brechtken analysiert den Mythos, den Speer um seine Person gesponnen hat und nimmt die beiden großen Speer-Bücher ins Visier. Er kritisiert Biografen wie Joachim Fest und Martin Kitchen, die "vielhundertseitige Bücher vorlegten", so Brechtken, und "immer noch meinten, ohne den Gang in die Archive auskommen zu können".
Buch
"Albert Speer: Eine deutsche Karriere"
von Magnus Brechtken
Siedler-Verlag 2017
ISBN-13: 978-3827500403

Ausstellung:
Albert Speer in der Bundesrepublik. Vom Umgang mit deutscher Vergangenheit"
Dokumentationszentrum Reichstagsgelände, Nürnberg
Bis 26.11.2017

Twin Peaks
© dpa
Als am 8. April 1990 der Pilotfilm von "Twin Peaks" erstmals im Fernsehen lief, sollte das das Medium für immer verändern: Die Geschichte eines Mordes in einer Kleinstadt nahe Seattle und die komplexe Aufklärung betraten in vielerlei Hinsicht Neuland - erzählerisch, dramaturgisch, ästhetisch und musikalisch mit dem betörenden Soundtrack von Angelo Badalamenti. 25 Jahre später läuft nun eine neue Staffel im Bezahlfernsehen Sky. Lynch führte diesmal bei allen 18 Folgen selbst Regie. Wir blicken auf die neue und alte Serie.

Der Kampf um den Wiener Heumarkt
© dpa
In der österreichischen Innenpolitik sorgt die Diskussion um ein Bauprojekt in Wien für gehörigen Wirbel: Die Wiener Grünen drohen daran zu zerbrechen, die Unesco stellt gar den Welterbestatus in Frage und die Wiener Bürgerinnen und Bürger laufen Sturm. All das, weil am Heumarkt - am Rande der mehrfach geschützten Wiener Innenstadt - ein neues Hochhaus entstehen soll. Der seit Jahren andauernde "Kampf um den Heumarkt" steuert am 1. Juni 2017 auf seinen vorläufigen Höhepunkt zu: Dann stimmt der Wiener Gemeinderat über die geplante Flächenwidmung ab und gibt damit endgültig grünes oder rotes Licht für das umstrittene Projekt. Dabei geht es um weit mehr als einen Streit zwischen Ewig-Gestrigen und modern denkenden Erneuerern, sondern vielmehr um die Frage, wie zukunftsweisende Stadtplanung gelingen kann und wie ernst die Stadt Wien ihr Bekenntnis zur Bürgerbeteiligung nimmt.
ORF-TVthek
Heumarkt: Unesco erneuert Drohung
"Wien heute" (29.05.2017)
ORF online: Heumarkt: Unesco erneuert Drohung

Haydns "Schöpfung" als spektakuläres Musiktheater
© ARD
Krachende Bühnenshows, bei denen Akrobatik, Technik und Poesie oft gewagte Verbindungen eingehen - dafür ist das katalanische Theaterkollektiv La Fura dels Baus bekannt. Passt das zusammen mit einem Meisterwerk der Klassik "Die Schöpfung" von Joseph Haydn - einem über 200 Jahre alten, religiös inspirierten Gesangswerk für Chor und Orchester, das die Erschaffung der Welt thematisiert? Haydns gewaltiges Oratorium ist ein Meisterwerk für Chor, Orchester und Solisten. In der Regel wird "Die Schöpfung" als reines Konzert vorgetragen. Jetzt hat es Regisseur Carlus Padrissa mit La Fura dels Baus auf die Theaterbühne gebracht.

Der "ttt"-Beitrag in der ARD-Mediathek ...
Musiktheater
"La Fura dels Baus - Haydns Schöpfung"
Eine Produktion von: Ludwigsburger Schlossfestspiele, Elbphilharmonie Hamburg, Insula orchestra, La Fura dels Baus
Weitere Vorführungen: 01./02.06.2017:
Ludwigsburger Schlossfestspiele, Ludwigsburg 5./6.06.2017: Elbphilharmonie, Hamburg