© ORF/Sience Vision/Rita Schlamberger
Video online ab 27.12.2017, 15.45 UhrVideo online ab 27.12.2017, 15.45 Uhr
Sambesi - Der donnernde Fluss
Die Dokumentation "Sambesi - Der donnernde Fluss" ist ein opulentes Naturspektakel über den größten Fluss des südlichen Afrika. Der Sambesi durchfließt die prächtigsten Ökosysteme des Kontinents und erlaubt einen Blick auf alle klassischen afrikanischen Tierarten. Dieser Film des vielfach ausgezeichneten Naturfilmers Michael Schlamberger bietet einen Bilderreigen über 2.800 Kilometer - von Sambia in Zentralafrika bis nach Mozambique, wo der mächtige Fluss in den Indischen Ozean mündet.
Beinahe zwei Jahre lang war der Regisseur und Hauptkameramann, Michael Schlamberger, mit den Dreharbeiten für diesen Film beschäftigt. Währenddessen wurde er Zeuge vieler kleiner Dramen, die sich sowohl während der Dürre als auch in der Regenzeit abspielen.

Ansichten eines Flusses ...
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Einer der Höhepunkte während der Dreharbeiten waren für ihn Welse, die zu Zehntausenden auf Jagd gingen und Schwärme bildeten, die sich über Hunderte Meter erstreckten. "Doch in diesem Jahr", erinnert sich Michael Schlamberger, "war das Wasser extrem trüb. Man konnte unter Wasser kaum weiter als 10 bis 20 Zentimeter sehen. Aber die Unmengen an Fischen locken auch extrem viele Krokodile an. Wahrscheinlich wurde dieses Verhalten aus genau diesem Grund noch nie zuvor dokumentiert. Wir folgten den Welsen also Tag für Tag, aber ohne Erfolg. Das Problem ist nicht, sie aufzuspüren, weil man ihre Flossenschläge hört, wenn sie die kleinen Fische zusammentreiben. Aber sie nehmen elektrische Impulse wahr und meiden die Kamera. Also mussten wir eine kleine Lipstick-Kamera modifizieren, die nur minimale elektrische Impulse abgibt. Mit der gelang es uns dann, Hunderte Welse zu filmen, die hautnah an der Kamera vorbeischwammen."

... und seiner Bewohner
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Ein Muss war es für ihn auch, ein spezielles Verhalten von Elefanten zu dokumentieren, das man normalerweise nur im Zirkus zu sehen bekommt. "Ganz am Ende der Trockenzeit, wenn es kaum noch Gras gibt, und auch auf den Bäumen alles, was in Reichweite liegt, abgeweidet ist", erzählt Schlamberger, "greifen ein paar erwachsene Bullen zu einem speziellen Trick: Sie haben gelernt, dass sie ihre Reichweite um ein paar Meter vergrößern können, wenn sie sich auf die Hinterbeine stellen. Dieses Verhalten ist nur in Mana in der Trockenzeit zu beobachten, und uns ist es nach Tagen des Wartens gelungen, ein paar Bullen dabei in HD zu filmen."

Ein Fluss mit vielen Charakteren
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Am meisten faszinierte ihn mitzuverfolgen, wie der Sambesi auf seiner Fließstrecke immer wieder seinen Charakter verändert. Für den Naturfilmprofi war klar, dass sich dieses Phänomen am besten aus der Vogelperspektive dokumentieren lässt. "Noch schlimmer als Treibstoff in entlegene Gebiete zu bringen", berichtet er, "war die Bürokratie vor Ort. Welches Dokument wir auch für die notwendigen Genehmigungen beibrachten, es war mit Sicherheit das falsche. Aber all die Mühe und der finanzielle Aufwand waren vergessen, sobald wir in der Luft waren. Den Sprühnebel über den Viktoriafällen zu sehen, ist ein unvergessliches Erlebnis."

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Der zweite Teil der Mini-Serie entführt den Zuseher von den Victoriafällen, an denen sich die Wassermassen des Sambesi über eine Breite von fast zwei Kilometern mehr als 100 Meter tief über eine Felswand ergießen, über den Karibasee, den flächenmäßig fünftgrößten Stausee der Erde, über ausgedehnte Überschwemmungsgebiete bis an den Indischen Ozean, wo sich der Sambesi in einem weiten Delta ins Meer ergießt.

Sendedaten
Mittwoch, 27. Dezember 2017
um 15.45 UhrWiederholung:
27. Dezember 2017, 23.15 Uhr
16:9, Videotext-UT
Credits
Dokumentation von Michael und Rita Schlamberger, Österreich 2010
Thementag
Naturparadies Afrika
Mittwoch, 27. Dezember 2017
ab 5.50 Uhr
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