Kultur
Wallenstein – Von den Münchner Kammerspielen
Theater-Marathon aus dem Haus der Berliner Festspiele: Jan-Christoph Gockel verbindet Schillers Drama mit heutigen Kriegen und stellt Fragen nach Macht, Gewalt und Verantwortung.
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Friedrich Schillers "Wallenstein" gehört zu den großen politischen Dramen der deutschen Literatur. Die Inszenierung von Jan-Christoph Gockel für die Münchner Kammerspiele bringt den Stoff als ausgedehnten Theater-Marathon auf die Bühne. Der historische Feldherr erscheint dabei nicht als fernes Denkmal, sondern als Figur zwischen staatlicher Macht, persönlichem Kalkül und militärischer Gewalt.
Politisches Theater der Gegenwart
Die Inszenierung verknüpft Schillers Text mit aktuellen Konflikten. Bezüge zu heutigen Kriegen und Formen privatisierter Gewalt öffnen den historischen Stoff in unsere Gegenwart und verändern den Blick auf die Figuren.
Schillers Sprache wird so zum Resonanzraum für Fragen nach politischer Verantwortung, militärischer Macht und den Mechanismen moderner Kriegsführung.
Ein Theaterereignis von außergewöhnlicher Dauer
Die große Dauer des Abends schafft Raum für Wiederholung, Verschiebung und Zuspitzung. Politische Prozesse werden in ihrer Zähigkeit sichtbar und zugleich mit Humor und überraschenden Perspektiven erzählt.
Die Aufführung der Münchner Kammerspiele wird zeitversetzt live aus dem Haus der Berliner Festspiele übertragen und macht dieses außergewöhnliche Theaterprojekt auch am Bildschirm erlebbar.
Mit:
Katharina Bach, André Benndorff, Johanna Eiworth, Nadège Meta Kanku, Samuel Koch, Annika Neugart, Annette Paulmann, Michael Pietsch, Leoni Schulz, Eva Bay, Sergei Okunev, Pari Garvanos , Daniel Hascher
Regie: Jan-Christoph Gockel
Bühne: Julia Kurzweg
Kostüme: Janina Brinkmann
Musik/Komposition: Maria Moling (Live-Musik)
Videodesign: Lion Bischof
Lichtdesign: Christian Schweig, Stephan Mariani
Puppenbau: Michael Pietsch
Dramaturgie: Viola Hasselberg, Claus Philipp
Fernsehregie: Stefanie Herrmannsdörfer