Kultur
Il Gattopardo – Theater aus Zürich
Die Inszenierung erzählt vom Ende einer Epoche. Pinar Karabulut bringt den berühmten Roman von Giuseppe Tomasi di Lampedusa als bildstarkes Erzähltheater auf die Bühne des Schauspielhauses Zürich.
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Im Mittelpunkt steht Fürst Fabrizio von Salina, der erlebt, wie die aristokratische Welt Siziliens im 19. Jahrhundert ins Wanken gerät. Politische Umbrüche, persönliche Verluste und neue Machtverhältnisse prägen diese Zeit des Übergangs.
Sinnliche Bilder einer untergehenden Gesellschaft
In der monumentalen Weite der Zürcher Schiffbauhalle entfaltet die Inszenierung ihre besondere visuelle Kraft. Bühne und Kostüme lassen eine Welt voller aristokratischer Pracht entstehen – zugleich durchzogen von Brüchen und Verfall.
Karabulut verbindet Eleganz, Melancholie und Gegenwartsperspektiven. Die Figuren bewegen sich zwischen Anpassung und Widerstand, während sich die gesellschaftliche Ordnung unaufhaltsam verändert.
Ein klassischer Stoff mit aktueller Resonanz
"Il Gattopardo" ist mehr als ein historisches Drama. Die Geschichte vom Wandel politischer Macht stellt Fragen, die bis heute relevant sind: Wer profitiert von Veränderungen – und wer verliert? Die Inszenierung zeigt eindrucksvoll, wie Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbunden sind. Ein konzentrierter, visuell beeindruckender Theaterabend über Geschichte, Erinnerung und Transformation.
Mit:
Markus Scheumann – Don Fabrizio, Fürst von Salina
Nicola Gründel – Maria Stella Corbera, Fürstin von Salina
Sophia Mercedes Burtscher – Concetta Corbera di Salina
Peter Knaack – Pater Saverio Pirrone
Mouataz Alshaltouh – Tancredi Falconeri
David Rothe – Paolo Corbera di Salina, Herzog von Querceta/Carlo Cavriaghi, Graf von Mailand
Alexander Angeletta – Don Calogero Sedàra
Mirjam Rast – Angelica Sedàra
Michael Neuenschwander – Don Ciccio Tumeo
Regie: Pınar Karabulut
Bühne: Michela Flück
Kostüme: Sara Valentina Giancane
Musik: Daniel Murena
Licht: Michel Güntert
Dramaturgie: Hannah Schünemann
Bühnenfassung von Pınar Karabulut und Hannah Schünemann
Fernsehregie: Andreas Morell