Kultur
50 Jahre Bachmann-Preis - Eine Zeitreise
Was, zum Teufel, ist er denn nun wirklich, der Bachmann-Preis? Barbara Frank versucht, die Faszination dieses Literaturbewerbs zu ergründen.
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Ist der Bewerb ein Heiliger Gral der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur, der angeblich schönste Betriebsausflug im Literaturbetrieb oder doch eine Art GTI-Treffen für Germanisten, wie die Tagespresse unlängst meinte?
Worin besteht eigentlich seine DNA? Und was haben lesende Autoren und streitende Literaturkritiker noch immer (37 Jahre auf 3sat!) im Fernsehen verloren? Einander zuzuhören ist doch - wie Fernsehen - längst aus der Mode gekommen!
Auch diese Frage muss erlaubt sein: Was hat ein 50 Jahre altes Lese- und Diskussionsformat, dessen Namensgeberin ausgerechnet den Satz: "Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar" geprägt hat, noch in einer Welt verloren, die von Fake News, Safe Spaces und Filterblasen dominiert wird? Dessen Autorinnen und Autoren ohne KI auskommen (sollten)? Wobei angesichts knapper Kassen beim Öffentlich-Rechtlichen schon mehr als einmal davon die Rede war, das Klagenfurter Wettlesen in der Versenkung verschwinden zu lassen.
Trotzdem hat es der Bachmannpreis geschafft, 50 Jahre lang als hübsche Nischenpflanze am Fensterbrett der Weltbühne zu überdauern. Es fragt sich nur, wie?
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Un-zumutbar?! - 50 Jahre Ingeborg-Bachmann-Preis
Im Süden Österreichs fliegen seit 50 Jahren allsommerlich durchaus die Fetzen - wegen Literatur. 17 Stunden wird live auf 3sat gelesen und kritisiert, seit nunmehr 37 Jahren.