Kultur
"Kulturzeit" vom 27.01.2026: Wie KI die Erinnerung an die Shoah verfälscht
Die Themen der Sendung: KI-Bilder und der Holocaust, Gedenkstätten und TikTok - Gespräch mit Marlene Wöckinger, Claude Lanzmanns "Shoah", Doku über Astrid Lindgren.
- Produktionsland und -jahr:
-
Deutschland 2024
- Datum:
- Verfügbar
- weltweit
- Verfügbar bis:
- bis 12.04.2026
Die Themen der Sendung:
Erfundene Vergangenheit: KI-Bilder und ihre Folgen für die Erinnerung an den Nationalsozialismus
KI-Bilder, die sich als Holocaust-Fotos ausgeben, fluten die sozialen Netzwerke. Die Mechanik dahinter ist makaber: Maximale Emotionalisierung bringt Likes, Reichweite und, über Monetarisierungs-Programme, Geld.
Gedenkstätten und TikTok - Gespräch mit Marlene Wöckinger
Auch in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen in Österreich wird der Umgang mit Sozialen Medien viel diskutiert. Nicht zuletzt, weil die dort arbeitende Historikerin Marlene Wöckinger Geschichtsvermittlung auch bei Plattformen wie TikTok betreibt und damit vor allem die Jüngsten erreicht. Wir sprechen mit ihr darüber, wie Wissensvermittlung über den Holocaust auf TikTok funktionieren kann.
Ausstellung: Claude Lanzmanns Aufzeichnungen zu "Shoah"
1973 bekam der französische Journalist und Filmemacher Claude Lanzmann (1925–2018), Enkel jüdischer Immigranten aus Osteuropa, vom israelischen Außenminister den Auftrag, einen Film über den Mord an den europäischen Juden zu machen. Zwölf Jahre sollte er an dem neuneinhalb Stunden langen Meisterwerk arbeiten. Bevor "Shoah" aber ab 1976 gedreht wurde, reiste Lanzmann mit seinen Assistentinnen über vier Jahre hinweg in viele Länder, um vor Drehbeginn mit Zeugen und potenziellen Protagonisten zu sprechen. Daraus entstand eine unglaubliche Fülle an Recherchematerial. Insgesamt 220 Stunden Tonaufnahmen auf 152 Audiokassetten dokumentieren das enorme Ausmaß der Recherche zu "Shoah". Auszüge aus diesem Material sind bis zum 12. April in der Ausstellung "Claude Lanzmann. Die Aufzeichnungen" im Jüdischen Museum in Berlin zu hören.
Die unbekannte Seite von Astrid Lindgren im Kino – Ein Dokumentarfilm über ihre Kriegstagebücher
In ihren "Kriegstagebüchern" schildert Astrid Lindgren eindringlich, wie sie die Zeit des Zweiten Weltkrieg erlebt hat und wie damals "Pippi Langstrumpf" entstand. Im Dokumentarfilm "Astrid Lindgren – Die Menschheit hat den Verstand verloren" sprechen Tochter, Enkelin und Urenkel über die legendäre Autorin. Außerdem werden zentrale Szenen mit einer Schauspielerin nachinszeniert. Ein beeindruckender Film.