Kultur

Was aus dem amerikanischen Traum geworden ist

Die Themen der "Kulturzeit" vom 02.07.2026: Der amerikanische Traum, 250 Jahre USA - Gespräch mit Johanna Roth, Unesco-Weltkulturerbe, Ai Weiweis "Button Up!", "Tyll" in Oberammergau, Rolling Stones.

Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2026
Datum:
Verfügbar
weltweit
Verfügbar bis:
bis 06.09.2026

Die Themen der Sendung:

Der amerikanische Traum und was daraus geworden ist - Gespräch mit Johanna Roth

Am 4. Juli 1776 verabschiedeten Delegierte der 13 Kolonien die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten. 2026 werden 250 Jahre Vereinigte Staaten von Amerika gefeiert.

Die USA waren tatsächlich ein großartiges Land. Was bedeutet das überhaupt, der amerikanische Traum? Und wie ist es um diese Vision bestellt? Das fragen wir Johanna Roth, Autorin des Buches "This is America – is this America? 250 Jahre USA – Eine Idee und ihre Widersprüche".

Wie im Krieg Unesco-Weltkulturerbe fast unbemerkt zerstört wird

Mitte Juni wurde die Mariä-Entschlafenskirche in Kiew, Teil des berühmten historischen Höhlenklosters, bei einem russischen Angriff getroffen. Die Bilder von dem brennenden Dachstuhl gingen um die Welt. Der Schaden beläuft sich auf etwa 40 Millionen Euro, doch wenn Welterbe zerstört wird, geht es um mehr als Geld. "Mit einer Zerstörung einer Welterbestätte fällt ein Teil der Seele der Weltgemeinschaft in sich zusammen", sagt Roman Luckscheiter, Generalsekretär der deutschen Unesco-Kommission.

Von der Weltöffentlichkeit wenig beachtet, wurden in Teheran Welterbestätten durch die US-amerikanischen Angriffe beschädigt und im sudanesischen Bürgerkrieg plündert das eigene Volk die historischen Schätze. Sie alle sind nicht nur bedeutend für das jeweilige Land. Sie sind Unesco-Welterbe.

Ai Weiweis Ausstellung "Button Up!" in Manchester

"Button Up" - "Knöpf dich zu!" hat Ai Weiwei seine Kunstschau in Manchester genannt. Weil es um Massenproduktion, Arbeit, globalisierte Herstellung geht. Und um Persönliches: den fortwährenden Kampf des chinesischen Systemkritikers gegen Zensur. Denn der schwingt, egal wo Ai Weiwei auftaucht, immer mit. Der Künstler übernimmt die factory international in den Aviva Studios in Manchester und zeigt hier Werke, die er eigens für diesen Raum geschaffen hat. Daneben sind weitere große Ausstellungsobjekte zu sehen: "Law of the Journey" (2017) und "Wang Family Ancestral Hall" (2015), so dass das Publikum eine Möglichkeit erhält alle Stücke zusammen zu erleben. Die Schau ist noch bis zum 6. September zu erleben.

"Tyll" in Oberammergau

Christian Stückel inszeniert "Tyll" nach dem Roman von Daniel Kehlmann mit Laiendarstellern auf der riesigen Bühne der Passionsspiele von Oberammergau. Kehlmann versetzt den berühmtesten Schelm des Spätmittelalters, Till Eulenspiegel, aus dem 14. Jahrhundert in die Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Der Narr und Außenseiter bewegt sich mit Leichtigkeit und Humor durch eine in Wahnsinn und Tristess getauchte Zeit. Tyll-Darsteller Maximilian Bender ist im echten Leben Anästhesiepfleger in der Murnauer Unfallklinik. Da ist er ständiger Zeuge von Schicksalsschlägen. "In krisenhaften Situationen kann man sich vom Tyll schon was abschauen: Durch diese Leichtigkeit und Humor hat man es vielleicht stellenweise einfacher", sagt er. Dabei ist dieser Tyll auch sarkastisch und oft boshaft – und doch ganz anders als die Narren unserer Zeit. Weitere Vorstellungen in Oberammergau gibt es bis zum 25. Juli.

Rolling Stones veröffentlichen neues Album

"Foreign Tongues" heißt das 25. Album der Rolling Stones - und klingt gut gelaunt und zeitlos. Im ersten Video sind die Stones wieder jung, mithilfe von künstlicher Intelligenz. Das Album erscheint am 10. Juli.

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