Hand hält Olivenzweig als Friedenssymbol

Kultur

Vision Frieden im Nahen Osten

Die Themen der "Kulturzeit" vom 25.09.2026: Buch "Die Zukunft ist Frieden", Netanjahu vor der UN - Gespräch mit Ronen Steinke, Kulturpreis an Iris Berben, Neutralitätsinitiative Schweiz, 50 Jahre U2.

Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2026
Datum:
Sendetermin
25.09.2026
19:22 - 20:00 Uhr

Die Themen der Sendung:

Buch "Die Zukunft ist Frieden" - die Friedensaktivisten Aziz Abu Sarah und Maoz Inon

Der Israeli Maoz Inon und der Palästinenser Aziz Abu Sarah gehen gemeinsam auf Friedenstour. Inons Eltern wurden von Hamas-Terroristen ermordet, Abu Sarahs Bruder starb nach der Folter in einem israelischen Gefängnis. Jetzt erscheint ihr gemeinsames Buch auf Deutsch: "Die Zukunft ist Frieden". Ist das naiv? Oder schlicht der einzige Weg?

Benjamin Netanjahu vor der UN - Gespräch mit Ronen Steinke

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat bei einer Rede vor der UN-Vollversammlung am 24. September den New Yorker Bürgermeister, westliche Regierungschefs sowie Katar und die Türkei scharf angegriffen. Zuvor hatten Dutzende Diplomaten aus Protest den Saal verlassen. Netanjahu bezeichnete sie daraufhin als "moralische Feiglinge". Mit Blick auf die militärischen Auseinandersetzungen seines Landes betonte der Regierungschef. "Wir werden gewinnen, wir haben keine andere Wahl."

In seiner rund 40-minütigen Rede warf Netanjahu dem New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani, der ihn als Kriegsverbrecher bezeichnet hatte, Antisemitismus vor. Mamdani wies die Vorwürfe umgehend zurück. Netanjahu habe seine Rede genutzt, um "haltlose Lügen zu wiederholen, die dazu dienen sollen, seinen Völkermord an den Palästinensern reinzuwaschen", erklärte der Bürgermeister. Netanjahus Rede, die in Israel zur besten Sendezeit übertragen wurde, galt weniger als fünf Wochen vor den Parlamentswahlen als Wahlkampfauftritt. Wir sprechen darüber mit dem Journalisten Ronen Steinke.

Deutscher Kulturpreis an Iris Berben

Iris Berben hat den Deutschen Kulturpolitikpreis des Kulturrats erhalten für "ihren beharrlichen Einsatz gegen Antisemitismus, Rassismus und Rechtsextremismus sowie für Erinnerungskultur, jüdisches Leben und gesellschaftlichen Zusammenhalt ein", wie es in der Begründung des Kulturrats heißt. "Sie ist eine prägende Stimme des deutschen Kulturlebens."

Berben ruft dazu auf, Antisemitismus im eigenen Umfeld entschieden entgegenzutreten. "Man kann versuchen, und das tue ich in meinem Leben auch, so viele Menschen wie möglich zu überzeugen", sagte sie am Rande der Preisverleihung. "Es geht nicht darum, recht zu haben, sondern es geht um Menschenwürde, es geht um Lebensformen, es geht um unsere Historie und es geht darum, nicht einem Backlash zu erliegen." Zu der Verleihung in der Staatsbibliothek kam unter anderem auch der israelische Botschafter Ron Prosor. Der jüdische Starpianist Igor Levit hielt die Laudatio und spielte Klavier. 

Schweizer Neutralitätsinitiative

Am 27. September entscheiden die Schweizer Stimmberechtigten über die Volksinitiative "Wahrung der schweizerischen Neutralität" (Neutralitätsinitiative). Für eine Annahme des Begehrens sind das Volks- und das Ständemehr nötig. Mit der Neutralitätsinitiative will ein Komitee aus dem Umfeld der SVP die Neutralität detailliert in der Bundesverfassung verankern. Die Vorlage fordert eine striktere Neutralitätspraxis. Sie verlangt ein weitgehendes Verbot von Sanktionen in der Verfassung. Die Schweiz soll ihre Neutralität für ihre Rolle als Vermittlerin nutzen. Wirtschaftliche Sanktionen wären nur noch erlaubt, wenn sie vom Uno-Sicherheitsrat beschlossen werden. Maßnahmen gegen Sanktionsumgehungen wären noch möglich. Die Schweiz dürfte keinem Militär- oder Verteidigungsbündnis beitreten und auch nicht mit einem solchen zusammenarbeiten – außer wenn sie militärisch angegriffen oder ein solcher Angriff vorbereitet wird.

50 Jahre U2

Die irische Rockband U2 um Frontmann Bono feiert 50jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass wird das erste Album mit neuem Material seit neun Jahren nach Angaben von Universal Music am 13. November erscheinen. Darauf wird auch die im August mit 80 Jahren gestorbene US-County-Sängerin Dolly Parton in einem Duett mit Bono zu hören sein. Nach Angaben von Universal Music ist es Partons "letzte aufgenommene Gesangsperformance". 

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