Kultur
Trump, Iran und das Atomabkommen
Die Themen der "Kulturzeit" vom 22.04.2026: Trump und Iran, überforderter Staat - Gespräch mit Philipp Staab, AfD und die Schweiz, Johan Oettinger.
- Produktionsland und -jahr:
-
Deutschland 2026
- Datum:
- Sendetermin
- 22.04.2026
- 19:22 - 20:00 Uhr
Die Themen der Sendung:
Trumps Deal mit Iran: Plötzlich ein Atomabkommen?
Wie kann der Krieg im Iran beendet werden? US-Präsident Donald Trump nennt ein Atomabkommen mit dem iranischen Regime als wichtigste Voraussetzung. Dabei hatte er in seiner ersten Amtszeit ein solches Abkommen selbst aufgekündigt – auf Druck des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Eine Entscheidung, die an der Eskalation der letzten Jahre einen wichtigen Anteil hatte, sagen Fachleute. Was könnte ein Abkommen heute bringen?
Der überforderte Staat - Gespräch mit Philipp Staab
Was kann ich vom Staat verlangen - und was der Staat von mir? Braucht diese Paarbeziehung dringend eine Therapie? Das fragen wir den Soziologen Philipp Staab.
Die Verstrickungen zwischen der AfD und der Schweiz
Die politischen und finanziellen Verflechtungen zwischen der radikalen Rechten in Deutschland und Akteur*innen in der Schweiz sind vielfältig und geraten zunehmend ins Licht. Die Autorinnen Laurin Buser und Fatima Moumouni nutzen den Wohnsitz der AfD-Vorsitzenden Alice Weidel im klösterlichen Einsiedeln als Ausgangspunkt, um ideologische Widersprüche der neuen Rechten, wie etwa queerfeindliche Queers, in Form des Theaterstücks "Die weisse Madonna von Einsiedeln" am Theater Basel sichtbar zu machen und die Frage zu stellen, warum sich Rechtsradikale ausgerechnet in der Musterdemokratie Schweiz so wohl fühlen.
Diese Frage beschäftigt auch Balz Oertli vom unabhängige Recherchekollektiv, der gemeinsam mit Kolleg*innen aufgedeckt hat, dass der AfD-Gönner Henning Conle, der die AfD mit erheblichen Summen unterstützt haben soll, größter privater Grundbesitzer der Stadt Zürich ist. Und was lässt sich anhand der beiden Fälle über das Zusammenspiel von Geld, Einfluss und politischer Radikalisierung in Europa herauslesen?
Puppenspieler Johan Oettinger
Trickfilmer Johan Oettinger vereint den meditativen Arbeitsprozess der Puppenanimation mit der Dynamik eines Action-Games. Die Puppentrickfiguren Kurt und Klara sind völlig sprachlos. Sie leben in einer Zauberwelt und haben keine Münder. Die Idee zum Computerspiel "Out of Words" hatte der Trickfilmer Johan Oettinger. Im meditativen Arbeitsprozess werden die Puppen Bild für Bild animiert. Ziel des Spiels ist, dass Kurt und Klara ihre Sprache wiederfinden. Lösen lassen sich die kniffligen Aufgaben nur im Team.