Kultur
"Kulturzeit" vom 06.02.2026: Garmisch 1936: Nazi-Spiele im Schnee
Die Themen der Sendung: Olympische Winterspiele 1936 - Gespräch mit Mirjam Zadoff, sind die USA schon faschistisch?, Richard Strauss' "Metamorphosen", Rem Koolhaas' "Austria House", Kinderbuchtipps.
- Produktionsland und -jahr:
-
Deutschland 2025
- Datum:
- Verfügbar
- weltweit
- Verfügbar bis:
- bis 06.02.2027
Die Themen der Sendung:
Schweres Erbe: Garmisch-Partenkirchen gedenkt der Olympischen Winterspiele von 1936 - Gespräch mit Mirjam Zadoff
Vor 90 Jahren, am 6. Februar 1936, hat Adolf Hitler in Garmisch-Partenkirchen die Olympischen Winterspiele eröffnet. Ähnlich wie die Sommerspiele 1936 wurden auch sie von der NSDAP instrumentalisiert. Die Gemeinde beginnt am 6. Februar mit einem umfangreichen Gedenkprogramm und will die Geschichte der Spiele transparent aufarbeiten. Nach einer Eröffnung im Olympischen Skistadion mit Lichtkunst und Lesung am 6. Februar sowie einem Bobrennen auf der historischen Bahn am 7. Februar, soll es das ganze Jahr durch Veranstaltungen sowie eine umfangreiche Ausstellung geben. Nachkommen von Zeitzeugen wurden gebeten, sich zu melden und ihre Geschichten zu erzählen oder Bildmaterial zur Verfügung zu stellen, was im Archiv der Gemeinde aufbewahrt wird. Was ist Erinnerungskultur und wie geht man verantwortungsbewusst mit der belasteten Vergangenheit um? Wir sprechen mit Mirjam Zadoff vom NS-Dokumentationszentrum München.
USA: Ist das schon Faschismus?
Die Geschehnisse in den USA ziehen die Weltöffentlichkeit in ihren Bann: Inhaftierungen ohne Haftbefehl, Erschießungen auf offener Straße und ein Präsident, der von seinen Anhängern verehrt wird, obwohl er seine eigene "Moral" über das Gesetz stellt. Selbst Experten, die lange gezögert haben, sprechen inzwischen von "Faschismus". Ist das berechtigt? Und was bedeutet das für die USA und die Welt?
Richard Strauss' "Metamorphosen"
Richard Strauss vollendete 1945 die "Metamorphosen". Es ist eines seiner letzten Werke, entstanden inmitten von Krieg und Zerstörung - und so schwermütig wie schön.
Rem Koolhaas' "Austrian House" in Zell am See
Eingeklemmt zwischen Häusern im typischen Pinzgauer Landhausstil ragt ein Haus wie ein Raumschiff in die Landschaft am beschaulichen Zeller See. Zwei Drittel des Bauwerks liegen im Berg vergraben, denn das Grundstück galt wegen seiner schmalen Form als nicht bebaubar. Doch der niederländische Star-Architekt Rem Koolhaas nahm die Herausforderung an und stellte sein "Austrian House" 2023 fertig. Das Ergebnis verblüfft. Es ist neben der "Maison à Bordeaux" oder der "Villa dall‘Ava" eines der nur fünf Privathäuser, die der Pritzker-Preisträger entworfen hat.