Ein Mann hält eine iranische Fahne neben einem beschädigten Krankenhaus.

Kultur

Iran: Zwischen Hoffen und Bangen

Die Themen der Sendung: Krieg in Iran - Gespräch mit Parastou Forouhar ,"Wer verteidigt Europa?" - Gespräch mit Jana Puglierin, Film "On the Wave", Thomas Bayrle.

Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2025
Datum:
Sendetermin
03.03.2026
06:20 - 07:00 Uhr

Die Themen der Sendung:

Iran - Zwischen Hoffen und Bangen - Gespräch mit Parastou Forouhar

Israel und die USA greifen seit dem 28. Februar hunderte Ziele im Iran an. Dazu zählen nach ihren Angaben militärische Infrastruktur wie Raketenabschussrampen, Anlagen des umstrittenen Atomprogramms, Hauptquartiere der Militärführung sowie Vertreter der politischen Führung. Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei wurde dabei getötet. Israel und die USA begründen den Krieg mit der Bedrohung durch Irans Raketen- und Atomprogramm. Irans Streitkräfte haben als Reaktion Ziele in mehreren Ländern der Region angegriffen. Der Krieg hat inzwischen nicht nur die Golfstaaten, sondern auch den Libanon erfasst. Von dort schoss die mit Teheran verbündete Hisbollah-Miliz Raketen auf das Nachbarland Israel ab. Israel reagierte mit Gegenangriffen. In dem Krieg sind bereits zahlreiche Menschen getötet worden.

Die USA und Israel setzen auf einen Umsturz im Iran durch die Bevölkerung. Es sei das angestrebte Ergebnis, "dass das iranische Volk in der Lage sein wird, dieses Regime für sich selbst zu beseitigen, und damit auch für uns, für die gesamte Region und für die ganze Welt", sagte der israelische Verteidigungsminister Israel Katz nach Angaben seines Büros. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte die Bevölkerung im Iran zuvor zum Sturz der politischen Führung aufgerufen. Wie geht es weiter im Iran? Wir sprechen mit der iranischen Konzeptkünstlerin Parastou Forouhar, die in Deutschland im Exil lebt.

Krieg in Iran - "Wer verteidigt Europa?": Gespräch mit Jana Puglierin

Nach den US-Agriffen auf den Iran und Gegenangriffe auf Israel und andere Länder des Nahen Ostens, stellt sich die Frage: Wer verteidigt Europa im Fall der Fälle? Das bisherige Nato-Modell, in dem die Alliierten den USA freiwillig als Bündnispartner gefolgt sind, scheint nach Aussagen des US-Präsidenten Donald Trump nun wohl nicht mehr möglich. Europa bräuchte nach Einschätzung der Sicherheitsexpertin Jana Puglierin mehrere Jahre, um militärisch unabhängig von den USA zu werden. "Fünf Jahre mindestens, für Bereiche wie Aufklärung, Überwachung, Satelliten vielleicht sogar ein Jahrzehnt oder länger", sagte sie kürzlich den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Es gehe insbesondere um "strategische Schlüsselbereiche, über die europäische Armeen bislang noch nicht verfügen" - etwa Aufklärung, Zielerfassung, die integrierte Luftverteidigung oder den strategischen Lufttransport.

Wir sprechen mit der Politikwissenschaftlerin und Autorin des Buches "Wer verteidigt Europa? Die neuen Kriegsgefahren und was wir tun müssen, um uns zu schützen". Jana Puglierin ist Senior Policy Fellow beim Thinktank "European Council on Foreign Relations", dessen Berliner Büros sie seit 2020 leitet.

"On the Wave" - Doku über das Leben des Surfweltmeisters Sebastian Steudtner

Den Weltrekord für die größte jemals gesurfte Welle hält ein Franke. Mit 16 verließ Sebastian Steudtner Nürnberg und zog nach Hawaii. Der Dokumentarfilm "On the Wave" erzählt seine Geschichte - und seine größte Krise.

"Fröhlich sein": Thomas Bayrle in der Schirn

Bilder aus Lippenstiften, Autos und Smartphones: In der Frankfurter Schirn zeigt der Künstler Thomas Bayrle seine berühmten "Superformen". Darin werden viele kleine Zeichen zum großen Gegenwartsbild. Die Ausstellung "Fröhlich sein" feiert einen Künstler, der Pop-Art, Gesellschaftskritik, Humor und große Themen unserer Zeit zusammenführt.

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