Das Porträtfoto eines älteren japanischen Mannes wurde neben ein Buch mit dem Titel Der letzte Mensch montiert.

Kultur

Francis Fukuyamas Abrechnung mit den USA

Die Themen der "Kulturzeit" vom 12.06.2026: Francis Fukuyamas "Der letzte Mensch", "Keine 10-Millionen-Schweiz", Roman "Co" - Gespräch mit Rina Schmeller, David Hockney, Rapper OG Keemo, Comicbuchtipps.

Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2026
Datum:
Sendetermin
12.06.2026
19:22 - 20:00 Uhr

Die Themen der Sendung:

Francis Fukuyamas neues Buch "Der letzte Mensch. Wohin steuert die Welt?"

Francis Fukuyama zählt zu den weltweit bekanntesten Politikwissenschaftlern und Politikberatern. Er hat in Harvard studiert und unterrichtet derzeit an der Stanford-Universität. In den 1990ern wurde er mit seiner These vom "Ende der Geschichte" berühmt. Nach dem Zerfall des Sowjetkommunismus hätten sich Demokratie und Marktwirtschaft als Ziel der Menschheitsentwicklung erwiesen. Jetzt blickt er auf eine Welt voller Autokratien und Kriege. Sein neues Buch "Der letzte Mensch. Wohin steuert die Welt?" ist eine Abrechnung mit sich selbst und mit den USA. Wir haben Francis Fukuyama in Bratislava getroffen, wo er an der Universität einen Vortrag vor Studentinnen und Studenten der Politikwissenschaft hielt.

"Keine 10-Millionen-Schweiz! (Nachhaltigkeitsinitiative)

Die rechtskonservative Schweizerische Volkspartei will die Zuwanderung und die Einwohnerzahl des Alpenlandes begrenzen. Am 14. Juni 2026 sind alle Stimmberechtigten zur Abstimmung über die Volksinitiative "Keine 10-Millionen-Schweiz! (Nachhaltigkeitsinitiative)" aufgerufen. Die Initiative will die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz auf maximal 10 Millionen begrenzen. Sollte die Zahl von 9.5 Millionen überschritten werden, müsste der Bundesrat die Zuwanderung drastisch einschränken – und im Extremfall sogar das Personenfreizügigkeitsabkommen mit der EU kündigen. Protest kommt von anderen Parteien, von Menschenrechtsorganisationen und aus der Wirtschaft.

"Co" - ein autofiktionaler Roman - Gespräch mit Rina Schmeller

In dem autofiktionalen Roman erzählt Rina Schmeller von einer Frau, die sich in einen alkoholabhängigen Mann verliebt und sich in seine Sucht verstrickt. Und sie erzählt davon, wie diese Frau die Kraft aufbringt, sich nach Jahren aus dieser Beziehung zu lösen. Wir sprechen mit der Autorin.

Schattenbild eines Mannes, der an einem geöffneten Fenster steht und aus einer Flasche trinkt.
Kultur -

"Co"- Rina Schmeller über Co-Abhängigkeit

Rina Schmeller erzählt in ihrem autofiktionalen Roman von einer Frau, die sich in einen alkoholabhängigen Mann verliebt. Wir sprechen mit der Autorin.

Britischer Maler David Hockney gestorben

Der legendäre britische Maler David Hockney ist tot. Er sei kurz vor seinem 89. Geburtstag "friedlich zu Hause" gestorben, berichtet die Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf seinen Publizisten. Hockney galt als einer der einflussreichsten europäischen Künstler der Gegenwart. Vor allem seine Gemälde von Swimming Pools, geprägt von einem besonderen Spiel aus Licht und Farben wurden zu seinem Markenzeichen.

Geboren wurde Hockney am 9. Juli 1937 im nordenglischen Bradford und wuchs in den Hungerjahren der Nachkriegszeit auf. Nach seiner ersten Einzelausstellung Anfang der 1960er Jahre zog er nach Hollywood und lebte später abwechselnd in Großbritannien und Kalifornien. Der sonnige US-Staat bot ihm sowohl als Künstler als auch privat ungewohnte Freiheiten. Hockney machte nie ein Geheimnis daraus, dass er schwul war, selbst als Homosexualität in Großbritannien noch illegal war. Los Angeles wurde seine neue Heimat - dort stand sein Haus mit der blauen Terrasse und den roten Blumentöpfen, das er in vielen Bildern verewigte. Eines seiner Gemälde brach 2018 bei einer Auktion den Rekord für einen noch lebenden Künstler. Das Bild mit dem Titel "Pool With Two Artists" wurde für 90 Millionen US-Dollar versteigert.

Doku-Serie: "In Vertigo - OG Keemo und Funkvater Frank"

Nach dem Chart-Erfolg seines letzten Mixtapes "Fieber" steht der Rapper OG Keemo vor der scheinbar unüberwindbaren Aufgabe, ein neues Album mit Tiefgang zu konzipieren. Und je stärker er sich den großen Fragen nach Verantwortung, Familie und Männlichkeit widmet, desto mehr stockt der kreative Prozess. Die vierteilige Dokuserie "In Vertigo" begleitet ihn bei der Entstehung des kommenden Albums und zeigt seine persönliche Entwicklung zwischen Schicksalsschlägen, Depressionen und Erwachsenwerden. Die Doku ist ab dem 14. Juni im ZDF Streaming zu sehen.

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