Kultur
"Palästina 36" – Aufstand gegen die Briten
Die Themen der "Kulturzeit" vom 23.04.2026: Film "Palästina 36", Film "Luisa - das letzte Tabu" - Gespräch mit Julia Roesler, Theater Chemnitz, Udo Lindenberg zum 80.
- Produktionsland und -jahr:
-
Deutschland 2026
- Datum:
- Verfügbar
- weltweit
- Verfügbar bis:
- bis 23.07.2026
Die Themen der Sendung:
Film "Palästina 36"
Der Spielfilm "Palästina 36" der US-palästinensischen Regisseurin Annemarie Jacir beleuchtet den Ursprung des Konflikts aus palästinensischer Sicht – zur Zeit des britischen Mandats, als immer mehr Juden vor den Nazis nach Palästina flüchteten. Der Film verwebt kraftvoll persönliche Schicksale und politische Umbrüche. Beim Filmfestival in Totonto erhielt das große Epos 15 Minuten stehenden Applaus. In Berlin hat es am 22. April das Arabische Filmfestival eröffnet und startet am 7. Mai in den deutschen Kinos.
Film "Luisa - das letzte Tabu" - Gespräch mit Julia Roesler
Es geschieht täglich und niemand spricht darüber: sexueller Missbrauch von Menschen mit geistiger Beeinträchtigung. Der inklusive und erstaunliche Spielfilm "Luisa" erzählt davon. Die Drehbuchautorinnen haben Jahre lang und mit viel Fingerspitzengefühl echte Fälle recherchiert und die Details ihrer Figuren so weit verfremdet, dass Opfer sich nicht wiedererkennen können. In Zusammenarbeit mit dem inklusiven Theater "Meine Damen du Herren" in Hamburg wurden zehn Schauspieler mit und zehn Schauspieler ohne Beeinträchtigung gecastet. Celina Scharff spielt grandios Luisa, die in einer Wohneinrichtung lebt, in unterschiedlichen Schweregraden zum Opfer wird und nicht versteht, was ihr angetan wurde. Das Team ging auch produktionell neue Wege, denn mit Schauspielern wie Celina sind Drehtage von zwölf bis 14 Stunden unmöglich. Immer dann, wenn es für Celina emotional zu schwierig wurde, wurde der Drehtag beendet. Sehr behutsam ist das Team auf die Bedürfnisse der Darsteller eingegangen und hat bewiesen, dass man Filme drehen kann ohne Selbst- und Fremdausbeutung und dennoch das Budget einhalten. Wir sprechen mit der Regisseurin Julia Roesler.
Streit in Chemnitz - Oper und Theater sollen sich Bühne teilen
Die Ex-Kulturhauptstadt Chemnitz hat gleich mehrere Probleme. Eine sanierungsbedürftige Oper, ein provisorisches Schauspielhaus, viele Spielstätten, die sich alle nicht selbst tragen - und nicht genug Geld, um alles gleichermaßen zu erhalten und zu fördern. Soll die Stadt ein neues Theater bauen - und dafür riskieren, dass die Oper unsaniert bleiben muss, weil das Budget dann nicht mehr reicht? Nun findet ein SPD-Vorschlag im Stadtrat Anklang, der die Kulturschaffenden - aber auch den zuständigen Bürgermeister auf die Palme treibt: Oper und Schauspiel sollen sich im Opern-Gebäude eine Bühne teilen. Das gehe nicht, die Oper sei akustisch und architektonisch nicht für Sprechtheater ausgelegt; zudem müssten dann während der Sanierung neue Spielstätten gefunden werden, wolle man den Spielbetrieb nicht einstellen. Viel Pro und Contra derzeit in Chemnitz, wir haben uns vor Ort umgesehen.
Mehr zu Chemnitz
Benjamin von Stuckrad-Barre über Udo Lindenberg
Der Schriftsteller Benjamin von Stuckrad-Barre ist ein enger Freund von Udo Lindenberg und schrieb darüber bereits in seinem autobiografischen Roman "Panikherz". Anlässlich des 80. Geburtstags von Udo Lindenberg legt er mit "Udo Fröhliche" eine Sammlung biografischer Kurzgeschichten vor, die einen tiefen Einblick in das Udo-Universum ermöglichen.