Kultur
Männliche Gewalt - Der Fall Ferndandes/Ulmen
Die Themen der Sendung vom 31.03.2026: Der Fall Ulmen/Fernandes - Gespräch mit Rolf Pohl, Franz von Assisi, Kulturhauptstadt Oulu, Lars Eidinger als "Der Geizige".
- Produktionsland und -jahr:
-
Deutschland 2026
- Datum:
- Verfügbar
- weltweit
- Verfügbar bis:
- bis 11.05.2026
Die Themen der Sendung:
Männliche Gewalt: Der Fall Ferndandes/Ulmen - Gespräch mit Rolf Pohl
Ausgehend vom aktuellen Beben, das der Fall Fernandes/Ulmen auf gesellschaftlicher wie rechtlicher Ebene ausgelöst hat, fragt sich, wie neben neuer Rechtsprechung auch ein neues Nachdenken über und Verständnis von Männlichkeit notwendig ist. Wir schauen auf die strukturellen Ähnlichkeiten zum Fall Pelicot - und wie sich durch digitale Mittel nochmal ganz neue Abgründe auftun. Gisèle Pelicots Satz "Die Scham muss die Seiten wechseln" ist mittlerweile ein Schlachtruf, der Männer viel stärker in die Pflicht nimmt. Am Fall Fernandes/Ulmen zeigt sich – wenn auch noch zaghaft, dass jetzt womöglich tatsächlich etwas in Bewegung kommt: Anders noch als nach #MeToo, Pelicot und Epstein sind es diesmal nicht nur die Frauen, die sich öffentlich empören und ein Ende der sexualisierten Gewalt fordern. Viele Männer aus Medien, Kultur und Politik haben sich in den vergangenen Tagen vom mutmaßlichen Täter distanziert und mit den Opfern struktureller sexualisierter Gewalt solidarisiert.
Wir sprechen mit dem Sozialpsychologen Polf Pohl. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören im Bereich der Geschlechterforschung die Themen Sexismus, Männlichkeit, sexuelle Gewalt und männliche Adoleszenz.
"Der Geizige" mit Lars Eidinger an der Berliner Schaubühne
Zum ersten Mal seit elf Jahren inszeniert Schaubühnen-Chef Thomas Ostermeier wieder ein Stück mit dem Schauspieler Lars Eidinger. "Der Geizige" von Molière feiert am 2. April Premiere.
Ein spiritueller Reformer – Auf den Spuren von Franz von Assisi
Zum 800. Todestag des Nationalheiligen Italiens eröffnet eine große Ausstellung in Perugia unter dem Titel: "Giotto und der Heilige Franziskus". Im Zentrum steht das Zusammentreffen des charismatischen Kirchenmanns mit dem innovativen Malergenie Giotto. Dieses hat eine tiefgreifende Veränderung der künstlerischen Sprache bewirkt: von der "griechischen Manier" zu einer revolutionär neuen Darstellung: Malerei, die Emotionen und Gefühle vermittelt – abzulesen anhand der Malereien in der ab 1288 entstandenen oberen Basilika des Heiligen Franziskus in Assisi. Revolutionär neu war nicht nur Giottos Malweise, sondern auch die Lebensweise von Franziskus, den man heute als Sozialrevolutionär, Tierflüsterer und Umweltaktivisten bezeichnen könnte. Seine Lebensgeschichte hat legendäre Filmemacher, von Roberto Rosselini bis hin zu Franco Zeffirelli, inspiriert.
Europäische Kulturhauptstadt Oulu
Neben Trenčín in der Slowakei trägt das finnische Oulu 2026 den Titel der Europäischen Kulturhauptstadt. Mit 214.000 Einwohnern ist Oulu die nördlichste Großstadt der EU und eine der lebenswertesten Städte der Welt - und das trotz erschwerter Bedingungen .Der finnische Winter ist dunkel und eisig. Entsprechend verbreitet sind Depressionen. Mal davon abgesehen, dass es bis zur russischen Grenze gerade mal 200 km sind. Nach Jahrzehnten strikter Neutralität suchte Finnland nach Beginn des Krieges in der Ukraine Schutz unter dem Schirm der NATO. Wie passt all das mit dem großen Glücksversprechen zusammen? Denn die Finnen führen seit Jahren den Welt-Glücksbericht an.