Kultur
Brexit - zehn Jahre nach dem Referendum
Die Themen der "Kulturzeit" vom 22.06.2026: Zehn Jahre Brexit-Referendum - Gespräch mit A.L. Kennedy, Barbara Manthes "Terror von rechts", Eröffnung der "Manifesta16", Schau "Design for Democracy".
- Produktionsland und -jahr:
-
Deutschland 2026
- Datum:
- Sendetermin
- 22.06.2026
- 19:21 - 20:00 Uhr
Die Themen der Sendung:
Zehn Jahre Brexit-Referendum und Regierungskrise in Großbritannien - Gespräch mit A.L. Kennedy
Schon wieder steht Großbritannien ein Führungswechsel bevor: Premierminister Keir Starmer tritt zurück. Zunächst wolle er als Chef von Labour zurücktreten, sagte Starmer am 22. Juni, er bleibe aber Premier, bis die Nachfolge geregelt sei. Die könnte sich allerdings schon bald regeln – sein Kontrahent Andy Burnham hat sich bereits in Stellung gebracht. Der Führungswechsel ist nur der aktuellste Akt in einem Drama shakespearschen Ausmaßes mit dem Titel "Das Un-Vereinigte Königreich". Und das alles am Vorabend eines brisanten Jubiläums: Am 23. Juni jährt sich das Brexit-Referendum zum zehnten Mal. Wir sprechen mit der britischen Schriftstellerin A.L. Kennedy über die Situation in Großbritannien.
Barbara Manthes Buch "Terror von rechts"
Mit ihrem Buch "Terror von rechts. Die Geschichte einer andauernden Gefahr" dokumentiert Barbara Manthe den Rechtsterrorismus in der Bundesrepublik. Dabei verfolgt sie die Entwicklung rechter Gewalt von den Nachkriegsjahren bis in die Gegenwart und macht vor allem aus der Opferperspektive deutlich, dass rechtsterroristische Strukturen keineswegs ein neues Phänomen sind. Vielmehr zieht sich die Gewaltgeschichte des rechten Extremismus wie ein roter Faden durch die Geschichte der Bundesrepublik.
Eröffnung der "Manifesta16" im Ruhrgebiet
Vom sakralen zum kulturellen Raum? Wieviel Religion steckt in der Kunst? Die nomadische Biennale "Manifesta" findet in diesem Jahr mal wieder in Deutschland im Ruhrgebiet statt. Die Manifesta ist eine der weltweit führenden Biennalen für zeitgenössische Kunst und versteht sich als nomadische europäische Plattform. Alle zwei Jahre wandert sie in eine andere europäische Stadt, um im Dialog mit der lokalen Gesellschaft aktuelle gesellschaftliche und urbane Herausforderungen zu verhandeln. Mehr als 100 internationale Künstler präsentieren ortsspezifische Werke. Die 16. Ausgabe der Manifesta findet vom 21. Juni bis zum 4. Oktober 2026 in Deutschland statt und zwar in der Metropole Ruhr. Der inhaltliche Fokus liegt auf der Frage, wie sich Regionen im Strukturwandel neu erfinden und wie brachliegende Orte wieder zu sozialen Treffpunkten werden können. Dabei geht es auch um die Frage, wie sich eine Gesellschaft vom Sakralen abwendet, und welche Rolle Kultur darin spielen kann.
Ausstellung "Design for Democracy - Was Gestaltung bewirken kann!" in Frankfurt am Main
Wie können gesellschaftlicher Zusammenhalt im Alltag und ein positiver Blick in die Zukunft möglich gemacht werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich eine Ausstellung im Museum für angewandte Kunst in Frankfurt am Main. Gezeigt werden Beispiele für gut gestaltete und einladende öffentliche Orte, Sportanlagen, Parks und gut durchdachte Hilfsmittel, die die Teilnahme am öffentlichen Leben für alle ermöglichen. Dafür wurden 25 Projekte aus dem In- und Ausland ausgewählt. Zu sehen ist die Ausstellung noch bis zum 9. August 2026.